Pfälzer Jakobswege

Pfälzer Jakobswege

Schritt für Schritt auf den Pfälzer Jakobswege unterwegs zu sein, ohne Hast, in Ruhe und Frieden, nur an den nächsten Schritt denkend, das war schön.

Ich lernte für mich dieses „Schritt für Schritt“ auf den Kanaren vor einigen Jahren kennen, zog mit Wanderschuhen, Rucksack, Wasserflasche, Wegzehrung, einem guten Wanderführer und Sonnenschutz fast täglich los, um mich der Faszination: „DEM Weg – DAS Ziel“, hinzugeben. Die Länge oder der Schwierigkeitsgrad des Weges an sich war mir nicht wichtig, eher das sich treiben lassen…

Den Einstieg zu einer Wanderung überließ ich gerne meinem Bauchgefühl, denn es führte mich auch stets wieder sicher und gesund zum ursprünglichen Anfang zurück. Unbeirrt der Wetterlage, mal durch Regen, Wind und tiefen Wolken, mal in freundlichem Sonnenschein, in großer Hitze oder Dürre war mir stets vor Augen:

Der Weg ist das Ziel.

So las ich eines Tages von einer bekannten Persönlichkeit über den Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Ich hörte und folgte den Erzählungen mit steigender Begeisterung, erhellte dies an trüben Tagen das Gemüt mit Sonnenschein und ich ging quasi beim Mithören schon diesen Weg. Mein Entschluß stand fest: das werde ich eines Tages tun, diesen Weg gehen.

Umso erfreulicher war für mich, dass ich vor einiger Zeit eine Frau kennenlernte, die den Leitgedanken „der Weg ist das Ziel“ für sich nutzt, um Klienten ein Stück des Weges zu begleiten. Dies geschieht in all seinen Facetten, mal schweigend, mal erheiternd und lachend, oder in tiefergehende Gespräche eingetaucht, im Stehenbleiben und dann wieder Weitergehen, das, obwohl sich beide Gesprächspartner kaum persönlich oder näher kennen. Für mich eine Faszination – im Gehen sich persönlich näherkommen, obwohl der Blick jedes Wanderers nach vorne ausgerichtet ist und nicht zueinander. In Bewegung spricht es sich leichter über schwierige Themengebiete.

Die Pfälzer Jakobswege

Dieser Pilgerweg wurde von Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen schon in früheren Jahren gegangen. Hier fragt sich der eine oder andere, wofür lohnt sich diese Strapaze? Aus einem sportlichen Leistungsdruck? Wohl kaum.

Aus eigener Erfahrung kamen meine Wanderurlaube auf den Kanaren stets zur rechten Zeit. War es nötig, den Alltag Schritt für Schritt hinter sich zu lassen und die Gedankenknoten im eigenen Tempo langsam zu lösen, um zur inneren Freiheit, Klarheit und Bewusstheit wieder zurückzukommen – bei sich selbst „zu Hause“ ankommen.

Und darin liegt wohl auch das große Geheimnis des Pilgerns. Im gemeinsamen Gehen oder alleine – irgendwann, irgendwo – trifft man sich wieder. Die Freude, über die zurückgelegte Strecke und auf das noch vor einem liegende Ziel ist groß.

So ist der Pilgerweg als Hauptroute bei vielen in Erinnerung, jedoch führen aus fast allen Himmelsrichtungen einzelne Teilrouten hin zum Jakobsweg. So auch in der Pfalz.

Wegkarte Bruchmühlbach-Miesau - Lambsborn

Wegkarte Bruchmühlbach-Miesau – Lambsborn

Über meine Freundin konnte ich ein Teilstück der Nordroute mit den sehenswerten Städten Johanniskreuz, Trippstadt, Landstuhl, Bruchmühlbach-Miesau erkunden. Durch einige Schluchten, an stämmigen Mammutbäumen vorbei, am historischen Pfälzer Jakobsweg entlang – der Beginn meines Vorhabens, dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela zu folgen.

Elendsklamm und Karlstal-Schlucht

Elendsklamm und Karlstal-Schlucht

Etwas sehr Wichtiges möchte ich nicht vorenthalten, denn ohne dieses Zeichen, wäre manch Pilger sicherlich vom rechten Weg abgekommen: Die Jakobsmuschel.

Die Jakobsmuschel - Zeichen der Jakobspilger

Die Jakobsmuschel – Zeichen der Jakobspilger

Diese geht auf den Hl. Jakobus, den Schutzpatron der Pilger zurück und dient als Wegmarkierung für den Jakobspilger.

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens.

Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand.

Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de – freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.