Gran Canaria – vom Süden Maspalomas zum Norden Faro de Sardinia

Gran Canaria – vom Süden Maspalomas zum Norden Faro de Sardinia

Die ewig langen Sandstrände der Kanareninsel Gran Canaria laden zu Spaziergängen und noch vielem Mee(h)r ein 🙂 !

Die ersten Tage nützte ich im Süden der Insel für Erkundungen. Ich besuchte und informierte mich über die dortigen Hotels und deren Umgebung, wie Einkaufs- und Ausflugsmöglichkeiten mit Auto oder Linienbus. Am Spätnachmittag war dann aber Baden und Faulenzen angesagt. Revue passieren lassen und neue Pläne schmieden….

In der angrenzenden Beachbar lockte am Abend ein kunstvoll dekorierter Frucht-Cocktail. Ich wohnte so herrlich nahe am Strand von Maspalomas in einer kleinen Ferienwohnung, einmal ‚umfallen‘ und schon im großen ‚Sandkasten‘ 🙂

Gran Canaria ist vielseitig. Strand, Party oder Disco einerseits. Stille, Naturerlebnis und Faszination auf der anderen Seite.

Und genau den zweiten Teil wollte ich in den nächsten Tagen noch entdecken. Mit dem Mietwagen fuhr ich von der Südküste erst einmal nach Puerto de Mogan, einem hübschen Hafenort, mit den kleinen verwinkelten Gassen und üppig blühende Bougainvillea, grüngestrichene Fensterläden und Türen.

Konnte mich nur schwer den Blicken entziehen, jedoch lag noch ein weiter Weg vor mir. Also los: Auf in den Norden!

Die Westküste entlang über Mogan und an La Marciegas vorbei, ein zauberhafter Ausblick als der andere. Es lohnte mancher Mirador zum Verweilen. Ich mag den kühlen Wind vom Meer, salzig erfrischend, die dahinziehenden weißen Schaumkronen und den Blick auf die Wellen.

Noch war ich nicht am Ziel. Es folgten weitere enge Kurvenstrassen nach Agaete. Die Straße ab Santa Maria de Guia konnte schneller befahren werden und meine Neugier wurde immer größer. Wann war ich am Ziel?

Rasch unterwegs Essensproviant gekauft und in die schmale Straße zum Punta de Sardina eingebogen – zum Faro de Sardina!

Endlich angekommen. Die kanarischen Häuser der Wohnsiedlung zogen sich über den Hang und von überall der grandiose Ausblick auf das Meer.

Mein reserviertes Appartement war komfortabel ausgestattet, mit sehr großem Balkon, fast wie eine Terrasse, und das Schönste war: der weite Ausblick auf das blaue Meer und die Ruhe.

Große orange-braune Schmetterlinge flogen hier, sie waren zahlreich und eifrig von Blüte zu Blüte unterwegs. Gerade morgens beim Aufbrechen zu einer neuen Tagestour „winkten“ sie mir mit den Flügeln einen „guten Tag“ zu.

Einmal erkundete ich auch den Ort – typisch für die Kanaren – ein kleiner Hafen mit bunten Booten, eine Badebucht, eine Bar. Da können meist auch Kleinigkeiten und diverse Postangelegenheiten erledigt werden. Überwiegend einheimische Bevölkerung war hier, sowie auch SchülerInnen zum Sprachurlaub.

Im Landesinneren wanderte ich ein andermal durch das Tal von Agaete zu den Höhlendörfern ‚El Sao’ und ‚El Hornillo’. Durch hohe Büsche und Sträucher bewachsene Wege gelang ich nach einer guten Stunde zu den noch bewohnten Dörfern. Schon von weitem hieß man mich ‘Willkommen’. Hunde haben wohl doch einen besonderen Spürsinn und mit lautem Gebell kündigten sie mich an. Das Echo schallte im Tal noch lange nach. Zurück ging es den selbigen Weg.

Gran Canaria – lebendiges Zentrum

Eines anderen Tages setzte ich die Wanderung von den Dörfern aus fort, mit dem Ziel, dem Stausee ‚Los Peres’. Bergauf der Straße folgend lag er an einer Wegkreuzung. Die braun-grüne Farbe des Wassers lud mich allerdings nicht ein zu einem Bad. Aber am Ufer konnte man ein Stück entlang gehen.
Am Wagen zurückgekommen fuhr ich noch spontan in die Stadt Agaete, bummelte durch die Gassen und besuchte die Catedrale. Auch dieser Tag zeigte mir verwunschene und sehenswerte Landschaften der Insel.

Die letzte erlebnisreiche Tour stand zum Schluß noch auf dem Programm. Auf der Fahrt in die Inselmitte, zum Cruz de Tejeda, fand ich am Straßenrand viele Hauswurzen.

Am Rastplatz angekommen staunte ich nicht schlecht, dachte doch, hier ist wenig los. Aber einige Autobusse, Mietautos, Motorräder waren da, viele Wanderer versammelten sich oder zogen los. Einkaufsmöglichkeiten, ein Hotel und einige Bars sind hier auf Besucher gut eingerichtet.

Roque Nublo – Gran Canaria

Nach einem weiteren Stück in Richtung zweithöchster Berg, dem Roque Nublo (1813 m), parkte ich das Auto und zog meinen Rucksack auf. Endlich wieder in die Wanderstiefel hinein – and let’s go!

Gute 1,5 Stunden über steinige Caminos an kanarischer Vegetation vorbei, suchte ich öfters mal einen Schatten für einen kurzen Trinkstopp auf. Nach einer weiteren Kurve war das Wahrzeichen der Insel plötzlich vor mir – der Roque Nublo – auch ‘Wolkenfelsen’ genannt.

Dieser anstrengende Aufstieg belohnte mit einer grandiosen Aussicht, sogar bis zur Nachbarinsel Teneriffa mit dem Teide.

Konnte mich nur schlecht vom Anblick losreissen, dafür war der Abstieg leichter und es ging schneller voran. Zurück fuhr ich am höchsten Berg vorbei, dem Pico de las Nieves mit seinen 1919 m Höhe.

Müde aber glücklich kam ich abends im Appartement wieder an. Nudeln mit frischen Tomaten und ein herzhafter Salat waren schnell zubereitet. Denn viel Energie hatte ich nicht mehr, dafür knurrte der Magen umso lauter.

Nun wollte ich nur noch entspannen auf der Terrasse und den Sonnenuntergang weit hinten am Horizont beobachten.

Diese Woche verging wie jeder Urlaub viel zu schnell, es hätte noch so vieles zu entdecken gegeben.
Für mich war es ein Erlebnis. Viele Wünsche wurden erfüllt: Wandern, Baden, Entspannen.

Und doch bleibt die Sehnsucht, etwas das ’süchtig’ macht. Eine Sehnsucht nach Freiheit, Weite und Licht.

LPA Ausblick

 

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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