In Erinnerungen leben, Fotografien erzählen lassen

In Erinnerungen leben, Fotografien erzählen lassen

Heute kam Post, vom Postbote, er brachte ein großes weißes Kuvert und schon begann ich an Erinnerungen zu denken. Sicher zugeklebt, in schwungvoller Handschrift meine Adresse obenauf. Es fühlte sich weich an, in Luftpolster gepackt. Das mußte einen hohen Wert haben, so sauber und ordentlich sah es aus.

Ich trug es mit der linken Hand vorsichtig ins Zimmer, legte es vor mich auf den Tisch und öffnete nach kurzer Betrachtung achtsam den Klebestreifen. Schaute mit dem rechten Auge in den leicht geöffneten Schlitz und ein Lächeln breitete sich aus. Jetzt langsam wußte ich, was sich darin verbarg.

Vorsichtig herausgezogen lag eine CD-Hülle vor mir, in Luftpolster gepackt. Ein schönes Bild ließ mir den Atem anhalten. Ein Rückblick von vergangenen 10 Jahren. Wie schnell verging doch die Zeit!

Ich öffnete die Verpackung und zog die CD-Hülle heraus, drehte sie um und öffnete sie. Schön beschriftet mit liebevollen Hinweisen auf der Rückseite des Covers, dass ich auch sicher alle Fotos und Videos betrachten konnte, ohne zusätzliche Hilfe. Wie fürsorglich und vorausschauend!

Erinnerungen sind ein großer Schatz

Es war ein „Schatz“, der vor mir lag, reichlich gefüllt mit Erinnerungen an liebe Menschen, vergangene Kurzbesuche, lange Gespräche mit tiefer Erfahrung.

Ich nahm die CD und legte sie in den PC, etwas mulmig wurde mir, sogleich Videos von Menschen zu sehen, die bereits in einer ‚anderen Welt‘ zu Hause sind. Anspannung war im Körper zu spüren, die Frage tauchte auf, war es tatsächlich der richtige Moment, dies jetzt anzusehen? Oder lieber ein andermal? Aber schon lief es los und ich war in der Vergangenheit als Zuschauerin.

Bilder, Stimmen, Szenen, als wäre es gerade gestern gewesen. Lustige Momente, fröhliche Gesichter, Aufmunterung, tröstende Gesten.

Gedichte wurden aufgesagt. Der nächste anstehende Urlaub wurde besprochen und dazu noch ein Witz erzählt. Kaffeeplausch am liebevoll dekorierten Tisch.

Es kann und darf auch sein in Erinnerungen leben, doch zu sehr sich darin zu verlieren, verletzt das eigene Selbst. Traurigkeit über vergangene Momente, mit Melancholie vermischt, halten einen solange gefangen, wie es jeder selbst zulässt.

Gut die Vergangenheit wieder in die Hülle einpacken, in eine Schublade legen. Da kann es jederzeit wieder herausgeholt werden. Ein Becher Tee, ein tiefer Atemzug am offenen Fenster oder im Zimmer ein paar Schritte gehen. Sich selbst wieder in die Gegenwart zurückholen, gelingt mit fürsorglicher Selbstliebe. Etwas, das lernbar ist, wie Schreiben und Rechnen. In kleinen Schritten.

Ich schaue mir in Wintermonaten abends gerne Fotos an. Wie bei allen Menschen gab es auch bei mir das eine ‚Auf‘ und andere ‚Ab‘ im Leben. Manches Mal kullern Tränen, die die Seele trösten, und manchmal klingt spontan ein lauter Juchzer aus dem tiefen Inneren.

Es geht nicht um Ablenkung von sensiblen Erfahrungen und ein künstliches Lachen aufzusetzen, um etwas zu verstecken. Bei Bedarf bitte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um gemeinsam einen Weg von Dunkelheit ins Licht zu gehen. Das Verdeckte kommt irgendwann schneller wieder hoch, als einem lieb ist.

Darum gibt es bewusst Momente in denen Erinnerungen wach werden dürfen und die ‚Schublade‘ geöffnet, es hat seinen ‚Raum‘ an einem geschützten Ort. Danach macht sich tröstliche Geborgenheit in den eigenen Armen breit. Reinigend für die Seele. Ein Wohlgefühl, das ermuntert, wieder an die Arbeit zu gehen und WEITER zu machen. Am besten ein Kaffee als ‚Break‘ und tapfer mutig herangehen an Recherchen, Schreibarbeiten, etc.

Nehmen Sie sich eine kleine Auszeit, gerade auch in der Adventszeit, um sich bewusst mit unangenehmen Gefühlen auseinander zu setzen. Erleben und nützen Sie die daraus entfachende Energie! Die Gesundheit des Körpers dankt als Erste.

„Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere Dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist Hier und Jetzt.“

(Siddhartha Gautama, Buddhist, geb. 563 v. Chr., gest. 483 v. Chr.)

Adventszeit auch eine Ruhepause

Zeit für Pause

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens.

Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand.

Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de – freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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