Staade Zeit… Social Life – Week No. 50

Staade Zeit… Social Life – Week No. 50

Die staade Zeit, kennen wir sie noch? Eine bayerische Redewendung, die „stille Zeit“ bedeutet.

Als ich vor einiger Zeit über meine Passion Projects im zweiten Teil des Blogbeitrages schrieb, war ich nicht sicher, wie weit oder wieviel ich davon erledigen kann.

Am Project „Rasendes Gewitter“ bin ich aktuell noch dabei, manches Eingefahrene und Eingeprägte umzuswitchen. Es ist nicht so leicht, aus jahrelangem Tun ein neues Sein entstehen zu lassen. Doch mit Hilfe und Unterstützung bin ich sicher, auch daran in nächster Zeit weiterzukommen.

Ein weiteres Passion Project war „Hello“, das in dieser Woche mit gutem Erfolg abgeschlossen wurde. Doch eigentlich fängt es nun erst richtig an, im Anwenden, Tun und regelmäßigen Üben. Ich freue mich über diesen ersten Erfolg sehr und klopf mir mal selbst auf die Schultern 🙂

Was war das Besondere daran?

Ganz ehrlich und einfach gesagt, es waren die Menschen und das Produkt. Ohne Druck und mit einer freundschaftlichen Leichtigkeit ging man täglich Lektion für Lektion durch, fast spielerisch. Statt zu drillen und pauken stand das darüber Reden im Vordergrund.

Nun geht dieses Project mit dem Letztgenannten aus meinem früheren Blogbeitrag „Koffer packen“ Hand in Hand über. Doch wird aufgrund der bevorstehenden Feiertage in gut einer Woche alles erst einmal ruhen und im Jahr 2013 so hoffe ich, sich bald entscheiden. Die Ungeduld unter Kontrolle zu halten, fällt mir schwer. Doch dadurch halte ich weiter Ausschau und bleib am Ball.

Was war geschehen?

Vielleicht ist es dem Einen oder dem Anderen aufgefallen, dass es etwas ruhiger um mich wurde. Ich hatte weniger nach „außen“ geschrieben, also weniger in den Sozialen Netzwerken öffentlich oder innerhalb Freunde gepostet. Ich wählte den alternativen Weg und kommunizierte via Mail oder Direktnachrichten.

Dabei entstanden sehr intensive „Gespräche“ von jeglicher Gefühlswelt, dem Traurigen, dem Fröhlichen, dem Lustigen oder auch dem Erschreckenden. Ja, ich merkte, wie wenig man sonst miteinander kommunizierte und doch in den öffentlichen oder für bestimmte Personen einsehbaren Posts eher vorsichtiger und zurückhaltender schrieb.

Es kommt mir fast vor, als hätte man über die Jahre hinweg wenig oder nicht vieles vom Anderen erfahren.

Teils erfuhr ich Unverständnis für meine Zurückhaltung, obwohl ich mir nichts zu schulden kommen lassen hab, außer der Umstand, nur einfach weniger geschrieben zu haben. Aber damit kann ich leben, es ist nun doch ein Kommen und Gehen von Freunden, dieser bekannte „Zug des Lebens“. Menschen setzen sich für eine zeitlang neben einen, begleiten eine Wegstrecke und steigen an einer der nächsten Stationen wieder aus. Wieder andere bleiben länger sitzen und halten einem die Hand, wenn die Bahn durch einen finsteren dunklen Tunnel fährt.

In der Dunkelheit ist es auch herrlich still, niemand spricht, die Geräusche dringen verstärkt lauter ans Ohr. Der Hall erhöht einen Ton um ein Vielfaches. Ein typisches Merkmal auch des Monat Dezembers, die Tage und die Helligkeit ist sehr kurz, dafür die Nächte und die Finsternis lang. Bis es am 21. Dezember zur Wintersonnenwende langsam wieder „bergauf“ geht, und die Tage länger hell sind.

Zurecht trifft es der Begriff „staade Zeit“. Diesen las ich erst neulich bei Twitter, als ein Twitterer diese stille Zeit vermisste und in einen Tweet dies schrieb.

In vielen Unternehmen steuert alles auf den Jahresabschluss zu und bei den häufigsten ist die Adventszeit einer der Hauptumsatzmonate. Verständlich.

Doch um was geht es eigentlich in der Adventszeit?

Es ist nur der Brauch, sozusagen der Countdown vor Weihnachten, bis meist vier Kerzen für mehr Helligkeit sorgen. Im religiösen Sinne, das Warten auf den Geburtstag des Sohn Gottes – Weihnachten.

Das heißt, an den vier vorangehenden Sonntagen wird jeweils eine Kerze mehr angezündet. Für eine Zeit an dem Sonntag vielleicht den Raum nur mal vom Kerzenschein beleuchten lassen, ohne elektrisches Licht. Leise Musik hören, in Händen eine Tasse mit warmem Tee zu halten, trinken und nicht viel zu sprechen, das mag ich und so sehen meine vier Adventssonntage meist aus.

Das ist die „staade Zeit“

Ohne jeglichen Konsum oder Adventskalendern, egal ob real mit Schoko gefüllt oder die zahlreichen Online-Kalender. Manche lassen sich neue Marketing-Ideen einfallen, die allerdings auch nur auf das Gleiche zielen: möglichst viel, möglichst noch mehr Gewinnspiele und noch mehr, mehr, mehr…..

Und schon flattern dazu sämtliche Jahresrückblicke dazu herein, Spendenaufrufe und –galas, es wird von den guten Seiten und den schlechten Zeiten des Jahres 2012 berichtet. Gut, das Eine oder Andere sehe ich mir auch an, was politisch passierte oder was die Welt bewegte. Aber in dieser Vielzahl an Rückblicken scheint es, dass es jedes Jahr noch früher losgeht und nach noch weiteren „Highlights“ gesucht wird, diese zu rühmen und zu ehren, der Beste…. und die Beste…

Da ist die „staade Zeit“ schnell wieder dahin, darum mache ich jetzt erstmal den Laptop wieder aus, und widme mich einem Buch, da riechen die einzelnen Buchseiten, das Cover fühlt sich warm und handschmeichelnd an, die darin enthaltenen Zeichnungen bleiben stehen, bewegen sich nicht und der Text spricht mich gefühlsmäßig sehr an.

Und es ist in der Tat keine Musik und kein Laut zu hören, eben die gewünschte „staade Zeit“.

stille Zeit, Advent,

die „staade“ – die stille Zeit

 (Copyright Kerstin Paar)
Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens.

Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand.

Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de – freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.