Menschen im Netzwerk – Social Life

Menschen im Netzwerk – Social Life

Plötzlich findet man sich in einer Facebook Gruppe wieder. Nichts Neues und geschieht immer wieder. Doch aktuell passierte mir gestern etwas Außergewöhnliches, obwohl ich intensiv und regelmäßig bei Facebook bin, außerhalb der Arbeitszeit. Die Spielregeln des Netzwerkes kenne. Doch wie lange ich noch Mitglied sein werde, ist nach dem gestrigen Vorfall eventuell nur noch eine Frage der Zeit. Es gibt andere Netzwerke, wie Google+ oder sogar XING. So kommt es eben auf die eigene Priorität und die Gruppe an in der man Mitglied ist. Entsteht dort ein sehr rücksichtsvoller und informativer Austausch, den man selten findet.

Über einen Facebook-Kontakt wurde ich zu einer Gruppe von über 500.000 Mitgliedern eingeladen. Ein kurzer Blick in die Gruppe genügte und ich machte mich sofort auf den Rückzug. Nur Spam. Für mich absolut uninteressant. Im Header-Bild konnte ich noch kurz erkennen, man müsste irgendwo einen Code eingeben und könnte damit sämtliche Kontakte einladen. Da ich während des Abmeldens den Haken setzte, dass mich keine weitere Person mehr in die Gruppe einladen kann, ist es mir nicht mehr möglich, den Gruppennamen herauszufinden. Letztlich ging es nur um Kontaktsammeln. Nichts für mich.

Kommunizieren wir noch im Netzwerk?

Auf Rückfrage der einladenden Bekannten erhielt ich die Aussage, dass diese davon nichts wusste und selbst überrascht war. Und so entsteht von irgendwoher eine Kettenreaktion, die ich persönlich nicht korrekt finde und mir von einem Netzwerk nicht vorstelle. Wir sind alles Menschen und können wie Menschen kommunizieren, auf Augenhöhe. Ich bitte daher um Entschuldigung, falls tatsächlich jemand von mir eine solche Gruppeneinladung erhielt, diese wurde aber nie von mir versendet.

Sprich, wenn ich bei jemandem an der Haustür klingele und der Besitzer öffnet die Türe, stehe ich sicher nicht sofort im Wohnzimmer. Das ist mir zu viel und zu nah. Mit Gespür und Rücksicht kann ich mich der Person erst einmal vor der Haustür kurz vorstellen und mein Anliegen vorbringen. Dazu reiche ich die Hand und sage ‚Hallo’. Schaue der Person in die Augen und spreche in ruhigem Ton meinen Wunsch aus.

Analog dazu funktioniert für mich ein Netzwerk, egal welches.

Regelmäßig flattern Einladungen zu Veranstaltungen herein. Ebenso Einladungen, eine Fanseite mit „Gefällt mir“ anzuklicken. Würde sich jemand im Vorfeld überlegen, ob dies tatsächlich für mich von Interesse ist, mir in einem Zweizeiler kurz die Seite vorstellen, sehe ich mir diese wesentlich interessierter an und trifft es mein Interesse klicke ich das „Like“. Doch die meisten Einladungen werden ignoriert, weil es mich oft einfach überfordert und ich nicht den Sinn sehe, Seiten nur auf Gefallen zu liken. Mangels Interesse werden diese später eh nicht mehr angesehen.

Auch bei Kontaktanfragen habe ich meine menschenfreundliche Vorgehensweise. Ich erhalte von einigen Kontakten regelmäßig Freundschaftsvorschläge von Personen, die ich in der Tat nicht kenne. Würde ich jede ablehnen, erhält der Abgewiesene eine „Sperre“, die ich niemandem wünsche und daher auch nie eine Person melde. Laut Facebook Regeln sollte man nur solche Personen um eine Freundschaft anfragen, die man auch aus dem realen Leben kennt. Allerdings pflege ich folgende Vorgehensweise, sofern tatsächlich Gemeinsamkeiten oder interessante Vernetzungsmöglichkeiten entstehen und nütze die Nachrichtenfunktion. Schreibe die Person erst an. Im gleichen Zuge zeige ich mein Verständnis, falls der Kontakt lieber seinen Account privat halten will. Bitte ich diesen um Entschuldigung für die kurze Störung und verabschiede mich höflich. Teils kamen keine Antworten, teils wurden gute Wünsche überbracht, aber häufig folgte eine Freundschaftsanfrage der anderen Person.

Ich mag Menschen, aber bin keine Kontaktsammlerin, spiele keine virtuellen Spiele und versende damit keine Spieleanfragen, da mir die Zeit zu schade ist und es viel Schöneres für mich gibt. Zu Events oder Fanseiten versende ich auch keine gesonderten Einladungen. All das was für mich von Interesse ist, finde ich. Melde bei der Person selbst mein Interesse an und abonniere Newsletter. Freue mich über Fans, die von sich aus „liken“ umso mehr.

Danke!

Kommunikation, Reden, Menschen, Netzwerk

©Kerstin Paar

 

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens.

Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand.

Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de – freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

There are 2 comments for this article
  1. Kerstin Paar Author at 21:00

    Danke, Karl, für Dein Feedback!

    Ich bin schon noch da 🙂 …. wollte damit keine negative Aufmerksamkeit erzielen, doch vielmehr für mich entschieden wachsamer zu sein. Es steht jedem ja frei.
    Natürlich ist mir bewusst, es handelt sich um ein freies und kostenloses Netzwerk, das sich über meine „Daten“ finanziert. So ist es nun mal. Doch so ganz in der Öffentlichkeit fühle ich mich nicht wohl. Aber erstmal abwarten, wie sich alles zukünftig entwickelt.

  2. Karl Morlock at 09:01

    Du sprichst mir aus der Seele. Auch ich bin kurz davor, mich aus FB zu verabschieden. Die allgemeine Form der Kommunikation geht mir immer mehr gegen den Strich und ein Netzwerk, das sich einzig über die Anzahl der Freunde definiert, ist für mich auf Dauer nicht das richtige.
    Nicht falsch verstehen, ich habe viele inzwischen gute Freunde dort gefunden, mit denen ich auch im steten Dialog stehe, aber das sind leider Ausnahmeerscheinungen.

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