Gewaltfrei… Social Life

Gewaltfrei… Social Life

Wie schnell kommen verletzende Worte über die Lippen? Im Nachhinein tut es einem leid. Man ärgert sich und schluckt es hinunter. Innerlich fängt es an zu brodeln. Bis auf einmal dieser brennende „Vulkan“ ausbricht. Bei einer minimal verletzenden Bemerkung des Gegenübers sprudeln weitere Worte heraus, die noch mehr weh tun. Und so dreht sich das Wortspiel wie eine Spirale in die Tiefe.

Beispiele gibt es genügend, „Du verstehst mich doch gar nicht“, „kapier’ doch endlich“…. Doch würde ich nun weiter ausholen, drehe ich fleißig am Wortkarussell mit und gebe dem mit jeder verletzenden Bemerkung einen erneuten Schwung. Aber halt! Es geht auch anders!

Neben dem Wort Entschuldigung und dem anderen Verzeihen können, denke ich, kann man dem Wort der Wahrheit und Ehrlichkeit einen „Wert“ oder „Güte“ verleihen. „Gut“ zu sein, vorurteilsfrei, die Situation betrachtend, hinterfragen, was meint nun mein Gegenüber tatsächlich? Welchen Spiegel halten wir uns gegenseitig vor Augen?

Kann man von alten Verletzungen absehen und diese mit der jetzigen Situation außer Acht lassen? Und sich nur auf diese Aktion konzentrieren? Schließlich steht jetzt ein anderer Mensch vor einem, als damals in der Vergangenheit.

Zitat Gandhis: „Jede und jeder soll unabhängig davon, was irgendeine andere Person tut, damit beginnen gut zu sein; dann wird die Güte des einen zurückgestrahlt im Andern.“

 

Ein gewaltfreies Miteinander

Wünschenswert wäre es in Beziehungen, den Anderen nicht zum Handeln auffordern. Vielmehr ein Miteinander entstehen lassen. Wo jeder seine Bedürfnisse äußern kann. Eine Handlung als Bitte formuliert ist, der man sehr gerne nachkommt, statt einem „mach doch mal“. Keine Wertung entstehen lässt, sondern ein reines Beobachten („Wo fühle ich etwas?“, „in welcher Gegend meines Körpers geschieht in dem Moment etwas?“).

Hat man dagegen aus früherer Erziehung oder anderen Einflüssen „Erwartungen“ an Andere, könnte leicht eine Schuldzuweisung und Androhung entstehen. Oder man deckt beim Anderen eine „wunde“ Stelle auf und stellt ihn bloß. Vielleicht will man sich für Vergangenes rächen…..

Doch diese „Mittel“ führen wie eingangs erwähnt zu der Spirale oder dem Wortkarussell. Das sich immer weiter dreht und dreht und dreht….

Bewusst den Versuch starten und sagen: „Moment mal, lass uns darüber reden“. Und dabei sich wahr, ehrlich und offen zeigen, den Anderen ernst nehmen und auf dessen Empfinden eingehen. Leichter gesagt als getan. Ja, da stimme ich zu.

Doch erlebte ich in Großgruppen bereits sehr offene und authentische Gespräche, die die Realität zeigten, obwohl es dem Einen oder Anderen als, „an den Pranger gestellt“, vorkam. Es war eine große Lehre und eine gute Übung. Fragen zu stellen und sich auf den Kern besinnen. Und immer wieder spüren, was nimmt man wahr, ohne Bewertung und ohne Urteil. Das ist oft das Schwierigste. Schnell ist man in einer Spur der Rechtfertigung und des Verurteilens.

Aber: es gibt neue Wege. Mit viel Mut kann man diese gehen. Sich selbst zu hinterfragen, sich selbst annehmen, auf die eigenen Bedürfnisse achten und danach das Gleiche beim Anderen wahrnehmen und ihm zugestehen. Und mit jedem gelungenen Versuch wächst der Mut, es beim nächsten Mal wieder zu schaffen.

Auf einmal sieht man am Wegesrand bunt blühende Blumen. Über einem ein blauer Himmel und eine hell strahlende Sonne. Ja, jetzt sprudelt Romantik aus mir heraus, doch ist dies ein vielfach schöneres Gefühl als Ärger, Wut, Enttäuschung oder Traurigkeit.

Viel Mut wünsche ich Euch für neue Wege!

Gewaltfrei, Gewaltfreiheit, Gewaltlosigkeit

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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