Freizeit vs. Arbeitszeit – Social Life

Freizeit vs. Arbeitszeit – Social Life

Für viele Menschen bedeutet Freizeit gleich Urlaub, Vergnügen und den Kopf frei machen von der Arbeit. Es geht mir in diesem Beitrag mehr um die Begrifflichkeit „Freizeit“. Denn für einen Großteil der Menschen ist Freizeit ein Synonym für Urlaub, die Zeit nach der Arbeit und für Erholungsphasen.

Daran ist erstmal nichts verkehrt und auch nachvollziehbar. Ich möchte mit dem Beitrag sicher keine Gesetze zur Arbeitszeit in Frage stellen oder dafür sprechen, diese zu ändern.

Es geht mir viel mehr um den Blickwinkel und wie man in vermeintlich ausweglosen Situationen doch etwas Begeisterung und Motivation in eine Arbeit holen kann, die sonst keines davon besitzt. Sprich: langweilt und nur Mittel zum Zweck ist.

Manchmal scheint es bei Menschen, als wäre Arbeit ein lästiges Übel und man sähe jede Minute zur Uhr. Kaum ertönt der Gongschlag zum Feierabend, dann haben Angestellte ein Lächeln im Gesicht, das zuvor verbittert und ernst aussah. An meiner Arbeitsstelle ist dies zum großen Glück nicht der Fall. Wie ich meine Arbeit mag und darin aufgehen kann, können vielleicht wenige nachvollziehen.

Doch leider hört man öfters, wie ungern Menschen zur Arbeit gehen. Sie schleppen sich regelrecht täglich morgens hin und haben das Gefühl, der Tag zieht sich wie Kaugummi zum langersehnten Feierabend. Schade. Ist man heute in der Arbeit unterfordert oder liegt es an einem zu hohen Druck?

Liegt es nun an der Arbeitsstelle oder der Arbeitsumgebung?

Arbeit ist wichtig, sie tut sehr gut und bereitet Freude. Klingt vielleicht als Idealzustand, aber warum kann man aus weniger geliebter Arbeit nicht auch mal Begeisterung entwickeln. Ist es heute vielleicht weniger üblich? Oder kann man aufgrund hoher Arbeitslosigkeit keinen idealen Arbeitsplatz mehr aussuchen, geschweige denn sich wünschen. Ich denke, es kann in der eigenen Einstellung vieles getan werden. Ein Objekt hat verschiedene Betrachtungsmöglichkeiten und mit früheren Erfahrungen verbunden, wird es oft in „schwarz“ oder „weiß“ eingeteilt. Das Ideale („weiß“) wäre der Toparbeitsplatz, mit den bestmöglichen Bedingungen. „Schwarz“ hingegen, ein schlecht bewerteter Arbeitsplatz. Aber nur aus der einen Sicht eines Menschen. Ein anderer könnte darin eine „graue“  Arbeitsstelle sehen. Oder für wieder jemand anderen wird es eine bunte Stelle.

Vieles kann verändert werden und selbst Arbeitsabläufe unterliegen ständiger Veränderung und Anpassung. Woran liegt es nun: Arbeitet man aus Pflicht oder um des Geldes willen?

Wäre doch mal interessant, wer es nicht eh schon tut, eine kleine Liste mit den erledigten Aufgaben am Tag zu erstellen. Am Abend sieht man dann bestimmt eine lange Liste. Daran kann man sehen, wie viel tatsächlich gearbeitet wurde, und man zum Erfolg eines Unternehmens beigetragen hat.

Selbständige arbeiten immer

Bei einer Selbständigkeit verbindet man die Tätigkeit meist mit Berufung. Also hat der Gründer oder Erfinder eines Unternehmens sich intensiv damit auseinandergesetzt und steht zu über 100 % hinter seinem Tun.

Das ist gut so. Aber in der heutigen Gesellschaft gibt es zahlreiche Angestellte, die für Arbeitgeber arbeiten.

Von Angestellten wird häufig eine geregelte Arbeitszeit gewünscht, möglichst mit Gleitzeit. Mehr als ein Mindestlohn oder übertarifliche Leistungen. Klar, in den Tarifen ist vieles gesetzlich geregelt und das ist gut. Aber an einem scheiden sich manchmal die Geister: Der Motivation. Diese lässt sich schlecht im Gesetz niederschreiben, da jeder Mensch mit unterschiedlichen Talenten, Begabungen und Fähigkeiten geboren wurde.

Aber doch ist Motivation enorm wichtig. Man kann sich selbst doch immer wieder fragen, warum tu ich das? Weshalb steht man morgens früh auf und fährt in die Arbeit? Aus Lust oder Frust?

Ich wähle sicher aus reiner Freude.

Mit Begeisterung und Motivation lässt es sich erfolgreicher arbeiten und dabei entstehen weitere zusätzliche Projekte, die wiederum ineinander sich verketten. Wenn beispielsweise ein Thema aus dem Bereich Sport beruflich behandelt wird, liest man außerhalb der Arbeitszeit News oder Informationen unter einem ganz anderen Blickwinkel, man fokussiert automatisch sofort Nachrichten, die auch dieses Thema ansprechen. Und so könnte ich noch einige Beispiele anfügen.

Viele verwenden für Probleme automatisch den Begriff „Baustelle“. Aber statt in „Baustellen“ zu denken, wähle ich lieber den Begriff Projekte. Dies hat einen wesentlich positiveren Wert. Bei mir stehen derzeit Projekt A, B, C, D, E … an. Einiges ist vielleicht weniger leicht zu bewältigen. Aber man kann sich nebenbei in Themen einlesen, die anfangs für einen gar nicht relevant oder wichtig waren. Dabei kann eine wahre Euphorie ins Rollen kommen, dass es plötzlich ein schönes oder sogar Lieblingsthema werden kann. An das man gerne denkt und in den Alltag integriert.

Burnout durch Arbeit, zu wenig Freizeit?

Mit dem Thema Arbeitszeit denken viele sicher auch an einen Burnout. Dazu wird in den letzten Jahren einiges diskutiert und zum Glück wird Menschen, die daran erkrankten auch professionelle Hilfe geboten.

Es kann verschiedenste Ursachen geben, die Menschen in einen Burnout bringen, dem „Ausgebrannt-sein“. Was wirklich Hilfe und Unterstützung von Außen bedarf. Die Kennzeichen: ein völlig überfordert sein, keinen Ausweg mehr sehen und nur im Dauerstress leben, sind nur einige Merkmale eines Burnouts. Seelische und körperliche Symptome bedürfen einer näheren Klärung und Betrachtung: warum, woher oder weshalb es dazu kam. Dabei natürlich auch was man zur Gesundung von Körper und Seele tun kann.

Dabei ist schon der erste Schritt ein wesentlicher, sich das selbst einzugestehen und sich an Fachkräfte oder an einen Freund zu wenden. Ein Freund wird vermutlich zu sehr involviert sein in die Freundschaft und es überfordert ihn, Hilfestellung zu geben. Darunter kann die Freundschaft leiden. Professionell geschultes Personal wäre in diesem Fall ein besserer Ratgeber und Wegbegleiter.

Positive Merkmale – sich selbst in den Job hineinfeuern

Ich bin ein Fan von Listen und aufschreiben. Daher gebe ich gerne mal folgende Tipps:

Wer mag und selbiges einem liegt, könnte eine Positiv-Liste schreiben und darauf alle Punkte aufzählen, die positiv und einen glücklich machen in der Arbeit.

Welche Punkte hatten anfangs oder während der Arbeitsjahre einen erfreut? Was macht man gerne? Wo liegen die eigenen Talente? Gibt es eventuell im Unternehmen andere Bereich, die einen schon immer mal interessiert hatten, vielleicht ist eine Umstrukturierung möglich? Eventuell benötigt es nur ein Gespräch mit Vorgesetzten oder Kollegen.

Daneben eine Negativ-Liste beginnen und all das aufnotieren, das man weniger oder ungern macht.

Möglichst objektiv und sachlich betrachtet. Keine negative Kritik an anderen Menschen üben, denn dies nützt niemand etwas. Wenn, dann kann man seine Einstellung ändern, doch niemals einen anderen Menschen verändern.

Im nächsten Schritt beide Listen nebeneinander legen und vergleichen. Welche hat mehr Punkte, vielleicht plötzlich die Positiv-Liste? Lässt man die Listen mal über Nacht ruhen und betrachtet sie an einem anderen Tag erneut, eventuell findet man selbst Lösungen zu manchen Punkten auf der Negativ-Liste.

Was sind die ungeliebten Aufgaben und wozu muss man sich sehr überwinden?

Vielleicht lässt sich daraus ein eigener sportlicher Wettkampf erstellen. Man kann bei monotonen Aufgaben sich selbst ein Zeitlimit setzen. Eventuell wird man immer routinierter und gewinnt ein paar Minuten Zeit. Diese kann für Nützliches oder der Ablage gewidmet werden. Etwas abzulegen schafft jedes Mal eine enorme Leichtigkeit. Man sieht genau, wenn ein Stapel an Unterlagen weniger wird und am Ende das Körbchen leer ist. Fein. Zeit, sich selbst auf die Schultern zu klopfen und auch mal selbst zu loben. Das ist ein wichtiger Akt.

Wer beim Finden von Antworten Schwierigkeiten hat, kann vielleicht einen Freund oder guten Bekannten zu Rate ziehen, mit der Bitte, gemeinsam objektiv und sachlich einen Blick auf die derzeitige Arbeitssituation zu werfen.

Ein jeder hat für sich manchmal eine blinde Brille auf. Soll heißen, erst durch distanzierte Betrachtung findet man doch etwas Positives, was vorhin noch alles Negativ war. Doch sind dies Entwicklungsschritte die wichtig und notwendig sind, für ein erfülltes Arbeitsleben. Ein Leben mit der Arbeit und der Freizeit, das sich in Balance hält.

Viele von Euch werden sicher auch in ihrer Freizeit Bücher zu beruflichen Themen lesen, sich zusätzlich weiterbilden und eventuell in Organisationen ehrenamtlich engagieren. Können aus diesen Tätigkeiten vielleicht neue zusätzliche Bereiche entstehen, die interessanterweise zur Hauptaufgabe passen? Eventuell besteht Potenzial für eine Erweiterung des Aufgabengebietes.

Ich wünsche Jedem von ganzem Herzen ein freundschaftliches Miteinander in der Arbeit. Angelehnt an wertvollen Unternehmensvisionen und motivierenden Zielen. Zufriedenstellende Arbeitsbedingungen und Freude daran, morgens zur Arbeitsstätte zu fahren.

Arbeitszufriedenheit heißt aus meiner Sicht auch, in der Freizeit mit Themen aus der Arbeitswelt sich zu beschäftigen, täglich Informationen und Neuigkeiten zu sammeln und stets am Ball zu bleiben.

Freizeit, freie Zeit, Urlaub, Reisen

© Kerstin Paar

 

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.