Weg vom Dinglichen, hinein ins Abenteuer

Weg vom Dinglichen, hinein ins Abenteuer

Menschen kaufen schicke Autos, neue Kleidung, Musik-CDs und vieles an Dinglichen an jedem Tag. Es ist der Lauf unserer Gesellschaft und unseres Konsums. Wer sich nicht den neuesten schicksten Pulli leistet mit der Marke XY oder noch nicht die neueste Musik-CD von XY hat, ist einfach nicht „in“. Doch gut, dass nicht alle dem neuesten Schrei hinterher sind. Mir ist das doch oft zu viel, ich fühle mich in vielen Stoffarten nicht wohl in meiner Haut und es reichen ein paar weniger Pullis auch.

Ein sehr eindrückliches Erlebnis, das mich persönlich auch erschütterte und sehr viele Menschen noch lange beschäftigen wird, war das Hochwasser im Jahr 2013. Sobald die Natur ihre eigenen Regeln und Gesetze durchführt und den Menschen etwas vor Augen führt, das sehr unangenehm ist, wird einem bewusst, wie klein der Mensch doch ist. Mit einer Welle kann vieles Dingliche verschwinden. Ja, es ist in der Tat traurig, dass man sich oft an Dinge so sehr heftet, aber auch in der Natur des Menschen einfach menschlich.

Erdrutsche, Tsunami, Vulkanausbrüche oder großflächige Brände, alles Unglücke, die nicht von Menschenhand entstanden sind. In solchen Schicksalsschlägen helfen keine Dinge, wie der neue Pulli oder die neueste Musik-CD. Da sind andere Hilfsangebote notwendig.

Dem Dinglichen seinen hohen Wert nehmen

Gerade Jugendliche unterstehen in vielen Fällen dem Gruppenzwang, dem Gefühl, doch eigentlich dazu gehören zu wollen. Ich weiß es selbst, als Jugendliche hatte ich noch wenig Selbstvertrauen und konnte da nicht mithalten. Es war mir nicht möglich, dem neuesten Schrei zu folgen. Aber letztendlich vermisse ich heute das ganz und gar nicht. Im Gegenteil, es ist gut, so wie es war. Es lehrte mich, achtsam mit den Dingen umzugehen, man konnte auch mit einem Malkasten viele bunte Bilder malen. Andere hatten doppelstöckige Malkästen mit wesentlich feineren Farbabstimmungen, ja es sah toll aus. Doch meine Farben mischte ich mit Deckweiß und erhielt meine eigenen Farbkompositionen.

Mit den einfachen Dingen, das „Mehr“ zaubern. Mit „einem“ Ding, noch „Mehr“ erhalten. Aus Eins mach Zwei. Ein Paar wird zum Quartett. So entstand Spannung und das Abenteuer kribbelte.

So entdeckte ich die Leidenschaft, die kleinen Dinge am Wegesrand zu sehen. Eine Raupe, die auf meinem Pulli sich genüsslich ausstreckte und sich von der Sonne erwärmte, weckte mehr Freude, als ein Überraschungsei. Dinglich, Dingliche, Dingliches, Materie

Sich loslösen von materiellem Besitz und innere Freiheit erlangen

Benötigt es in der Tat zehn Dosen, oder genügen auch zwei? Zum Aufbewahren von Essen oder anderen Dingen sicherlich gut, auch der Umwelt zugänglicher, als hätte man Plastik verwendet und es nach einmaligem Gebrauch weggeworfen. Aber oft fängt es da im kleinen Bereich an. Sich von den Dingen lösen und verabschieden, die es wirklich nicht braucht, schafft Platz, Übersicht und ein neues Lebensgefühl. Allein schon das Abgeben oder Verschenken und damit anderen eine Freude zu bereiten, ist wie ein kleines Abenteuer.

Es weckt größere Freude, Erleichterung oder sogar Erleuchtung, Dinge nicht zu kaufen sondern loszulassen. So paddelt man kräftig gegen den üblichen Strom, oftmals besser als dem neuesten Trend „nachzuhechten“.

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens.

Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand.

Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de – freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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