Schreiben in Sozialen Netzwerken … Social Life

Schreiben in Sozialen Netzwerken … Social Life

Ich mag gerne schreiben. Dabei fällt es mir leichter, wenn ich in Gedanken an eine liebe Freundin oder einen sehr guten Bekannten denke. Gerade hier für diesen Blogbeitrag trifft es ein Thema, das mich in letzter Zeit sehr bewegt.

Beim Schreiben oder kommentieren achte ich auf meine eigene Stimmung. Ein jeder Tag ist unterschiedlich, das sich auch in der Kommunikation auswirken kann. Es kann sich auch im Laufe des Tages ändern. Kennst du das auch? Ich versuche, entsprechend mitfühlend mich zu äußern.

In der „Ich“ Form schreiben und sich auf die eigene Meinung beziehen ohne zu werten

Ich nenne dir ein Beispiel, jemand schreibt in einer XING Gruppe oder Facebook Gruppe etwas zu einem Thema das mich interessiert. Bin ich anderer Meinung äußere ich dies mit, „ich empfinde dieses …. auf eine Weise angenehm, und kann mich damit voll identifizieren, bei dem erwähnten Thema versuche ich ….“, oder „ich sehe darin….“, oder „ich spüre, ich fühle…..“.

Mein Standpunkt betrifft meine Empfindung und diese kann entgegen dem Thread stehen. Damit signalisiere ich meine eigene Meinung. Andererseits den Schreiber mit Wörtern zu kritisieren, hilft beiden Seiten wenig. Wünscht der Schreiber explizit ein Feedback, ist es eine andere Situation. Dann versuche ich auch auf diese Weise zu reagieren, indem ich schreibe, „ich mag deine …., ich wünsche mir von dir mehr …, ich sehe darin mehr Potenzial ….“.

Magst Du von Dir erzählen?

Manche verwenden wohl unbewusst in ihrer Kommunikation zur Bekräftigung oder Untermauerung von ihrer Meinung ein „wir“. Beispiel: „Wir sind jedoch der Meinung, dass diese Handlung ins Leere läuft…“, oder, „wir handhaben dies auf jene Weise…“. Im beruflichen Schriftverkehr oder in der geschäftlichen Korrespondenz ist es üblich und steht hier außen vor.

Bleibe ich während eines Dialogs bei meinem „ich“, spreche ich nur für mich alleine. Auch wenn eventuell Kollegen oder Bekannte die ähnliche Meinung vertreten, kann es sein, dass sie zum einen zwischenzeitlich ihre Meinung geändert haben oder keine Kommentare dazu abgeben, und somit ich meinen Standpunkt vertreten habe. Steht jedoch der eine Dialogpartner mit einer „wir“-Aussage quasi in der Mehrheit dem Dialogpartner mit der „Ich“-Aussage gegenüber.

Ich frage mich in dem Fall, warum spricht der Partner in der Wir-Form? Kann er dies für sich alleine auch standhaft vertreten oder benötigt er zusätzliche Verstärkung? Schön ist es, wenn eine Einzelperson in der Ich-Form von sich erzählt.

Das Wörtchen „nicht“ mag ich nicht

Nun habe ich etwas provokativ gleich zweimal das Wort benutzt. Seit einigen Monaten beschäftige ich mich intensiver und achte bewusster darauf, welche Wirkung dieses Wort ausübt. In einem kurzen Satz ist es bei einem schnellen Lesen noch einigermaßen verständlich. Doch in langen Sätzen oder sehr verschachtelte Sätze mit mehreren „nicht“, ist es eine echte Herausfordung den Sinn zu verstehen. Das Wort „nicht“ macht in mir manchmal eine Schranke zu und es entsteht häufig ein Missverständnis. Manchmal besteht die Chance, dass nachgefragt werden kann. Das freut mich besonders, um eine Situation klären zu können. Um diesem Dilemma aus dem Weg zu gehen, versuche ich die Sätze zu kürzen und dieses Wort „nicht“ komplett zu streichen.

Ein Smiley darf zwinkern

In freundschaftlicher Kommunikation lockert oft ein Smiley auf. Er gehört in keinen geschäftlichen Dialog. In Sozialen Netzwerken jedoch signalisiert er schnell einen freundschaftlichen Charakter. Es hat sich gerade im Chat oder bei Facebook etabliert. Wobei ich einen Smiley auch gerne in dem einen oder anderen Blogbeitrag verwende. Ist es stimmig zum Inhalt und in der Ansprache an die Zielgruppe passend ist es eine kleine Nettigkeit. Doch auch ohne einen zwinkernden Smiley können die Wörter so gewählt werden, dass der Inhalt der Botschaft verständlich und dem Anlass entsprechend beim Leser ankommt.

Ich mag gerne nachfragen

Ist in einem Text für mich etwas unverständlich, könnte ich den Schreiber mit einer direkten verletzenden Frage konfrontieren. Doch werde ich vermutlich danach keine adäquate Antwort auf meine Frage mehr erhalten. Eine freundschaftliche Frage kann jedoch sein, „wie ist der letzte Absatz zu verstehen, magst Du mir bitte diesen noch einmal in anderen Worten oder anhand eines Beispiels erklären? Das wäre angenehm.“

Fragt man mich auf diese oder ähnliche Weise, gebe ich sehr gerne Auskunft, bis der Fragende es auch wirklich verstanden hat. Gerade im Schriftverkehr ohne eine Stimme, Mimik oder die Augen des Ansprechpartners, sind die gewählten Worte wichtig.

Das Schreiben ist manchmal eine Gratwanderung, gerade wenn man ein schwieriges oder heikles Thema jemand anderem mitteilen möchte. Es können Mißverständnisse entstehen, denn jeder hat auf eine bestimmte Sachlage seine eigene Meinung. Andererseits kann Kommunikation und ein Schriftwechsel Spaß bereiten, der Austausch bereichern und man lernt virtuelle Kontakte von einer anderen Seite kennen. Manchmal ist es eine sehr tiefgehende Weise. Den Schreiber nehme ich intensiv und ruhig war. Denn wenn ein Mensch vor mir steht, empfinde ich sehr viele zusätzliche Eindrücke, die auf mich einwirken und das Gespräch beeinflussen. Ist in dem Raum zusätzlicher Lärm, wie ist der Duft, wie sind die Lichtverhältnisse, spüre ich beim Anderen eine wohlwollende Freundlichkeit oder eher Distanz.

Empathie, Mitgefühl und ein Hinhören was der andere nun wirklich meint, ist besonders im schriftlichen Austausch wichtig. Keine Scheu vor einer Nachfrage zu haben, denn damit signalisiert man Interesse am Gesprächspartner, ist offen für neue Eindrücke und fördert den Dialog.

Ist der Textfluss und der „Fluss“ in der Kommunikation verständlich, macht sie Freude und kann für alle Beteiligten einen Mehrwert bieten.

Textfluss, Schreiben

© Kerstin Paar

 

 

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

There are 2 comments for this article
  1. Bernd Kohl at 17:28

    Hallo Kerstin,
    Deine Beiträge bereiten mir sehr viel Freude und ich profitiere auch viel von ihnen. Du steckst das Ziel sehr hoch und beschreibst den Idealzustand. Ich hoffe du erreichst sehr viele Menschen mit deinem Blog, die diesem Ziel nacheifern.
    L.G. Bernd

    • Kerstin Paar Author at 17:19

      Ein Bild im Kopf zu haben, heißt nicht, dass ich damit eine Erwartung an andere Menschen habe. Jeder kann nach seinen eigenen Idealen leben. Ich bemühe mich, nach meiner Idee, meiner Intuition, meinem Bauchgefühl und dem tiefen Vertrauen in meine Fähigkeiten zu folgen und zu leben.

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