Achtsamkeit im Alltag spüren

Achtsamkeit im Alltag spüren

Achtsamkeit kannst du in dem jetzigen Moment erspüren. Sofort. Dazu gibt es nichts zu lernen, nichts zu tun oder zu arbeiten. Nein, an dir selbst musst du überhaupt nichts tun.

Es ist einfach. Du kannst in jedem Moment wenn du es möchtest innehalten und völlig dem was eben geschieht gewahr werden. Einfach das so an sich vorbeiziehen lassen. Es kann eine innere Regung kommen, vielleicht ein Lächeln im inneren Auge spürbar sein oder ein ruhiges und sanftes Ein- und Ausatmen hörbar werden.

Die gerade wahrgenommene Situation kannst du ohne Wertung beobachten. Manches was geschieht, rührt in einem zu Wut, Ärger oder Freude und Lachen. Wer sich in Achtsamkeit übt, kann diese Situationen neu und spielerisch beobachten. Dies meint nun nicht, dass keine negativen Emotionen hochkommen dürfen. Ich werte dies nicht ab, dennoch ist es manchmal hilfreich Gegebenheiten mit einem beobachtenden Auge zu betrachten.

Aus einer Situation als Person herausgehen ist nicht immer möglich. Man kann oftmals den Arbeitsplatz oder während einer Busfahrt zur Arbeit nicht immer den Platz verlassen. Aber gerade sehr feinfühlige Menschen wünschen sich häufig mehr Ruhe, sich selbst zurück ziehen zu können oder eben aus gewissen Situationen nicht involviert zu sein. Gerade wenn beispielsweise während einer Busfahrt Mitinsassen sich gemeinsam über Kindererziehung, über eine lieblose Beziehung oder sie sich über einen Mitmenschen unterhalten, und einen das so überhaupt nicht interessiert. Man aber gegenüber oder nebenan sitzt und jedes Wort versteht. Kopfhörer mit einer Entspannungsmusik könnten auch helfen oder andere Ablenkungsmöglichkeiten einsetzen, wie beispielsweise ein Buch lesen.

Was kannst du noch tun?

Auf dem Weg zur Schule, Arbeit oder Universität achtsam und präsent sein

Beobachte aus dem inneren Auge vorbeifahrende Fahrzeuge oder Menschen am Fußgängerweg. Siehst du darin ein größeres Ganzes, wie alles in sich eine Bewegung ergibt? Jeder fügt sich als Fahrer mit seinem Fahrzeug in einen größeren Verkehrsstrom. Selbst ein kurzes Anhalten eines Schulbusses ist in der Bewegung, nämlich dass weitere Schüler einsteigen, die Türen sich schließen und der Omnibus seine Fahrt fortsetzt.

Darin kann man mit einem inneren Auge ’sehen‘, wie sich viele kleine Puzzleteile allein auf dem Weg zur Universität oder Arbeit zusammenfügen.

Am Arbeitsplatz achtsam mit sich und anderen umgehen

Das Telefon klingelt, am Computer tritt eine Fehlermeldung auf und man kann während des Telefonats keine Unterlagen nachsehen. Das Stresspotenzial steigt. Wie kann man sich kurz aus der Situation herausholen und mit einem Ausatmen zur inneren Ruhe kommen? Achtsam im Körper bleiben, nachspüren was im Außen sich eben abspielt. Wie diese einzelnen Situationen sich aneinander gereiht haben und zur inneren Unruhe führten. Ausatmen und mit einer tieferen bewussten Ruhe, Sicherheit und selbstsicheren Stimme antworten, kurz die Situation erklären und nachfragen ob ein Rückruf möglich ist.

Unterstützend kann auch ein Anker sein, den man sich in einer ruhigen Situation überlegen kann. Beispielsweise kann man an einer freien Hand den Daumen und den Zeigefinger zusammenführen für einen kurzen Moment. Als Zeichen sendet es dem Körper im gleichen Moment Entspannung und Gelassenheit.

Am Computer in Achtsamkeit üben

Schnell kann einem bei der PC-Arbeit die Zeit davon laufen. Häufig sind bei mir mehrere Fenster und Tabs geöffnet, verschiedene Excel- oder Word-Dokumente zur Bearbeitung in der unteren Taskleiste sichtbar. Gewöhnlicher Alltag. Kommen dann noch Skype, Email oder weitere Dienste hinzu, könnte es für jemand anderen unübersichtlich werden. Achtsam sich selbst gegenüber und nicht allzu viel von anderen Medienquellen abgelenkt zu werden, achte ich darauf, dass regelmäßig die nicht benötigten Dokumente und Tabs geschlossen werden.

Wie kann man sich aus dem ‚Innenleben’ im Internet befreien und achtsam im eigenen Körper bleiben?

Genau diese Situation kenne ich sehr gut. Man ist fasziniert von einem Blog oder einer Website und liest sich von Seite zu Seite weiter. Sucht über Google nach nächsten Informationsquellen zum Thema und es scheint, man sitzt quasi gar nicht mehr auf seinem Stuhl, sondern schwebt und fliegt von einer Website zur nächsten. Eine große Gefahr. Genau da ist ein achtsamer Umgang mit sich notwendig. Zum einen fließen sehr viele Informationen in einen, zum anderen kann es die Wahrnehmung verzerren, wer kaum ein Ende im Internet findet. Völlige Abstinenz lässt sich häufig nicht einrichten. Doch ein achtsamer Moment oder regelmäßig Pausen sind möglich und machbar. Auch hier kann man mit ein wenig Übung versuchen, die Umgebung wahrzunehmen. Dies gelingt auch ohne große Veränderung der Position. Das heißt auch während der Arbeit kann man für ein paar Sekunden sich selbst aus der Situation ausklinken und wieder im eigenen Körper sich spüren und fühlen.

In der Partnerschaft

In einer Liebesbeziehung ist das Fühlen und Spüren des eigenen Körpers bis zu den Fußspitzen erfüllend schön. Vielleicht magst du die Augen schließen und dich völlig der Bewegung und dem Fühlen hingeben. Mir hilft das Augen schließen sehr viel. Dabei konzentriere ich mich hauptsächlich auf die intensive Wahrnehmung der fünf Sinne und der weiteren.

Wie riecht der Partner, welche Töne höre ich, wie schmeckt die Haut. Statt das reale Sehen sehe ich durch geschlossene Augen hindurch und nehme wahr, was sich bewegt. Hellfühlig nehme ich mit allen Sinnen einen Menschen auch in mich auf und spüre das Innere der Person.

Es kann auch ein anderes Wesen sein. Neulich hatte ich eine so schöne Begegnung mit einem sehr sensiblen Hund. Ein kleiner geselliger, sehr präsenter Hund. Er lag in meinen Armen und ich konnte seine Brust streicheln. Er sah mich so intensiv an und ‚sprach’ in seiner Hundesprache mit mir. Du möchtest nun wissen was er mir verraten hat? Nun, ich habe Schweigepflicht. Doch soweit darf ist sagen, er fühlte sich sehr wohl, ihm geht es gesundheitlich und seelisch sehr sehr gut. Ist in sehr liebevollen Händen.

Wo kann Achtsamkeit geübt werden?

Dies waren einige Beispiele, doch in jedem Augenblick kann ein achtsamer Umgang erfolgen. Ohne zusätzliches Handwerkszeug. Einfach sein. Spüren.

Besonders hat mir während eines Atemwochenendes geholfen, barfuß zu gehen und während dem Sitzen immer wieder einmal die Fußspitzen in die Hände zu nehmen. Diese Berührung an mir macht mich achtsam. Kann auch gerne eine andere Körperstelle sein.

Wie geht es dir mit deiner eigenen Achtsamkeit? Welche Praktiken helfen dir?

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Ich liebe es in der Natur und der Umwelt das intensive und achtsame Wahrnehmen beim Tasten, Spüren, Schmecken, Riechen, Fühlen, Hellhörig, Hellfühlig sein.

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens.

Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand.

Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de – freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

There are 2 comments for this article
  1. Michael Rajiv Shah at 11:58

    Sehr feiner Artikel in der Rubrik #BewusstWie! Schon als wir telefonierten konnte ich Deine ‚Hochsensibiltät‘ wahrnehmen. Toll wie das in der achtsamen Sprachwahl mitschwingt. Lg aus Wien … der MiSha

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