Ein kleiner Schritt der Umkehrung, mit großer Wirkung …

Ein kleiner Schritt der Umkehrung, mit großer Wirkung …

Manchmal kommen die Dinge so gewaltig und unvorhergesehen auf einen zu, dass einen das gefühlsmässig sehr hoch hinaus heben kann.

Einesteils geschah eine wahrhaftige Öffnung zum Leben, eine noch nie dagewesene Freiheit für das eigene Sein. Ein liebevolles willkommen heißen von den Dingen und Menschen, die einem auf dem Weg begegnen.

Andererseits verwirrte es Menschen, die einem Nahe sind. Doch ist der Wunsch da, Klarheit und Offenheit auszustrahlen, was einem selbst sehr wichtig ist.

Niemand kann genau hinter die Gedanken sehen, die man denkt. Oder das Denken für einen anderen übernehmen. In der Ich-Form ausgedrückt kann es heißen, „ich kann meine Gedanken so nehmen wie sie sind, ihnen liebevoll begegnen, ‚Hallo’-sagen, und sie wieder verabschieden.“ Doch kann man das nur für sich selbst tun.

Falls es dir einmal ähnlich ergeht, dass man sich in Gedanken ‚verhängt’ und gar nicht mehr aus dem Netz der Gefangenschaft entrinnen kann, zeige ich eine einfache und sehr wirkungsvolle Methode von Byron Katie aus „The Work“ auf, wie es mit nur wenigen Fragen gelingen kann, die Gedanken umzuwandeln.

Eine Unterstützung kann sein, dir die Gedanken genau anzusehen und umzukehren

Mit den folgenden zwei Beispielsätzen wird es deutlich, wie leicht man die Gedanken wandeln kann (auf diese wird im unteren Verlauf noch einmal zurückgegriffen).

Beispiel 1: Jemand, den man sehr liebt und sich körperliche Nähe wünscht, kann die körperliche Nähe nicht erwidern.

Beispiel 2: Oder man verzweifelt daran, dass der Partner etwas macht, das man so nicht mehr länger ertragen kann.

Nun gibt es von Byron Katie die Anleitung, um seine Gedanken zu prüfen und zu erkennen was Stress macht.

Erster Schritt: Situation beschreiben

Zuerst beschreibt man die Situation mithilfe der folgenden sechs Fragen.

1. Wer verwirrt dich, wer enttäuscht oder verärgert dich – weshalb? Ich mag, weil …. (den Namen der Person einsetzen)

2. In dieser Situation: Wie willst du, dass er / sie sich ändert? Was willst du, dass er / sie tut? Ich will, dass (Namen der Person einsetzen) ….

3. In dieser Situation: Welchen Rat würdest du ihm / ihr anbieten? (Namen der Person einsetzen) sollte (sollte nicht) ….

4. Damit du in dieser Situation glücklich sein kannst: Was brauchst du, dass er / sie sagt, denkt, tut oder fühlt? Ich brauche von (Namen der Person einsetzen), dass ….

5. Was denkst du über ihn / sie in dieser Situation? Erstelle eine Liste. (Namen der Person einsetzen) ist ….

6. Was ist es in dieser Situation, das du nie wieder erleben willst? Ich will nie wieder ….

Antworten finden auf die Fragen

Zweiter Schritt: Hinterfragen

Nachdem die Situation so schriftlich notiert wurde, kann man diese Situation mit vier Fragen hinterfragen. Sie lauten:

  1. Ist das wahr? (Ja oder Nein)
  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? (Ja oder Nein)
  3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst? (Unwohlsein, Panik?)
  4. Wer wärst du ohne den Gedanken? (glücklich, fröhlich, oder traurig, ängstlich)

Dritter Schritt: Einsetzen des ‚Ichs‘

Im letzten Schritt werden die zuvor notierten Sätze so umgekehrt, dass anstelle des Namens der Person man das ‚Ich’ einsetzt.

In der vereinfachten Form könnte der oben genannte Satz dann lauten,

„Ich kann die körperliche Nähe erwidern“ (von Beispiel 1)

„Ich ertrage es, wenn er / sie so weitermacht“  (von Beispiel 2)

Das Beispiel 2 kann nun noch einmal umgekehrt werden, in „er / sie hört auf, weiterzumachen“.

Umkehrung und Alternativen finden

Vierter Schritt: Umwandlung mit Alternativen

Jeden der oben aufgeführten sechs Sätze kann man so umwandeln und Alternativen dazu suchen.

Besonders der sechste Satz öffnet für eine Weite, Offenheit und einer (fast) Loslösung von Anhaftendem und altem Ballast.

Ich habe als einfache Beispielsätze aus Beispiel 1 noch zusätzliche Varianten im folgenden aufgeführt:

Ich fange an, mich selbst zu lieben, dann bin ich der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt.

Ich fange an, und das kann ich in jedem neuen Augenblick, reine Freude sein.

Ich fange an, nur das zu sehen, was ist, dann fällt vieles andere Denken von mir ab und ich gewinne sehr viel Freiraum und Zeit für mich.

Ich fange an, …

 

Im nächsten Schritt kann man sich selbst sagen,

Ich liebe (mich), und bin der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt.

Ich liebe (mich), und damit kann ich JETZT in diesem Augenblick beginnen, die reinste Freude sein.

Ich liebe (es), die Wirklichkeit zu sehen, wie sie ist.

Ich liebe (es), klar und offen zu sprechen.

Das alles mag eventuell auf den ersten Blick ungewöhnlich und schwierig sein, doch mit der Zeit und Übung kann man seine Gedanken schneller und effizienter selbst überprüfen und feststellen, was wirklich ist.

Mir persönlich hat es in verschiedenen Situationen schon viel geholfen, dadurch wieder zu mir selbst zu finden, in die eigene Selbstliebe, um im eigenen Heimathafen zu ankern.

Ausführlichere Informationen zu „The Work“ von Byron Katie 

Schiff Weltenburg

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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