Licht und Schattenseiten – zwei Geliebte

Licht und Schattenseiten – zwei Geliebte

Das eigene Spiegelbild anzusehen bedeutet, das Lachen, Lächeln, eine stumme Mimik oder auch einen Schmerz im Spiegel zu sehen. Es kostet sehr viel Überwindung, bei den Schattenseiten standhaft zu bleiben und der eigenen Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Nur wenigen gelingt es, dem Schmerz, der sich körperlich zeigt, seelisch in Traurigkeit, Ausweglosigkeit oder Melancholie ausbreitet, zu begegnen.

Mut zum eigenen Ich

Manchmal braucht es Wegbegleiter, welche eine vordergründige ‚Härte‘ von sich zeigen, um den eigenen Schattenseiten zu begegnen. Auch diejenigen, die ‚Härte‘ ausüben, zeigen sich mutig, sie gehen ungewöhnliche Wege und unterstützen andere auf ihrem Lebensweg. Nicht jedem angepasst oder angenehm, aber damit rufen sie in den anderen deren Schatten hervor.

Hört das Aufrufen oder Triggern von Schattenseiten jemals auf?

Es hört sich so einfach und leicht an, „wenn du alles an dir akzeptierst, lieben lernst, und dein ganzes Sein in deinem Leben integrierst, wirst du selbst zufrieden und mittig in dir und deinem Leben stehen.“ Doch wann kommt man zu dieser Einstellung, wann tritt sie ein, um endlich fröhlich, glücklich in seiner Schatten-/Lichtwelt zu leben?

Atme dich in dein Leben und lass es fließen

Mit der Atemarbeit treten oft unbewusste dunkle und verschüttete Situationen ans Bewusstsein, diese erschrecken, machen traurig, und erzeugen gleichzeitig Widerstände. Widerstände gegen das eigene Ich. Es kommt das ungeliebte und nicht gesehene Kind ans Tageslicht und will lediglich von der Großen in den Arm genommen werden. Dabei unterstützt es einen, regelmäßig es in den Tag zu integrieren. Die Kleine ist immer da. Sie spricht mal leise und dann plötzlich knallt sie mit der Faust auf den Tisch und wehrt sich erbost gegen männliche Dominanz. Im umgekehrten Fall zeigt sich beim Mann die verletzliche und weiche Seite. Es berührt einen innerlich sehr, sobald Frauen und Männer ihre ‚andere‘ Seite ausleben, den anderen zeigen und spüren lassen.

Akzeptanz der sensiblen Seiten

Als hochsensitive Frau oder Mann „sieht“ man in Mitmenschen manchmal die Gewalt, die ihnen angetan wurden. Trotz freundlicher Stimmung nach außen, steckt ein verletzter innerer Kern. Manchmal zeigen Menschen eine dominante und ‚gewaltige‘ Art, die für einen sehr sensibel reagierenden Menschen körperliche Schmerzen hervorrufen können. Der Verstand lehnt diese Art der Offenlegung von Schattenseiten ab. Nur wenige können den Schritt weitergehen und tiefer in den Schmerz eintauchen. Sie suchen sich selbst dabei und haben die Hoffnung, eine Lösung und Akzeptanz der Schattenseiten zu finden. Mutig sind sie, sehr mutig.

Dabei möchten diese Suchenden nicht unbedingt selbst nochmal Gewalt erleben, ihnen ist die Aura zu den Menschen, welche die Gewalt praktizieren wichtig. Sie fühlen sich in deren Nähe verstanden, gesehen, und betrachten ‚Gewalt‘ als Werkzeug oder Tool. Sie wünschen sich, diese anderen Menschen verstehen zu lernen, um dabei an die eigenen Grenzen zu kommen. Es kann ein vorübergehender wichtiger Teil in ihnen sein, den sie benötigen, um das eigene Ich künftig zu sein.

Manchen gelingt es sehr schwer, darin den ‚Sinn‘ zu sehen und Verständnis zu zeigen. Doch letztendlich ist Jeder allein auf seinem eigenen Weg. Die Besorgnis der anderen Wegbegleiter drückt eine sehr tiefe Fürsorge und Liebe zu dem Menschen aus. Sie möchten fast denjenigen vor weiterer Gewalt bewahren, aber es scheint, dass auch das denjenigen an eigene Grenzen stößt.

Doch ist Alles von irgendwoher und von irgendjemand vorher bestimmt und legt einem kleine und manchmal große Steine in den Weg. Steine, die einen prüfen wollen, manchmal harte Ecken haben, einen verletzen können und eventuell verzweifeln lassen.

Nimm dir deine eigene persönliche Zeit für dich selbst

Oft lautet hier das Zauberwort ‚Zeit‘. Sich selbst und dem anderen Zeit gewähren, um durch die dunklen tiefen Täler mit dichtem Baumbestand hindurch zu wandern und um eines Tages wieder am hohen Berggipfel in strahlendem Sonnenschein und einer fantastischen Rundumsicht stolz auf die eigenen Schultern zu klopfen und zu sagen: „ich war so was von gut und bin stolz auf mich!“

Dies kann man täglich machen, denn wie oft läuft man im Arbeitsalltag scheinbar einen Berg nach oben, hat das Gefühl, man kommt nicht an und doch kommt man an eine Ort, den einem das Universum oder wer auch immer vorhergesehen hat.

„Ich bin so was von gut und bin stolz auf mich!“

Schattenseiten

© Kerstin Paar

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens.

Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand.

Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de – freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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