Bildkarten spielerisch erleben

Bildkarten spielerisch erleben

In der Kindheit war ich neugierig auf das Treiben um mich herum. Meist war ich still und beobachtete. Leise schaute ich hinter Drachenfliegern nach, nahm behutsam eine Sonnenblume in die Hand und roch daran, ob sie auch gut duftet.

Aber irgendwie war ich unruhig, wollte immer wieder Neues ausprobieren und gerne spielen. Am liebsten spielte ich mit meiner Mutter „Eile mit Weile“. Das Spiel kam nach Erzählungen aus dem Schwabenland, aus der Nähe von Ludwigsburg oder Stuttgart. Es ist eine Art „Mensch ärgere dich nicht“. Sonntags war es eine große Freude für uns beide und wir spielten viele Runden. Bis eines Tages eine Wende in meinem Leben eintrat.

Doch die Freude auf Spiele blieb bei mir. Ich liebe Ball-, Brett- oder Wissensspiele. Aber alles offline. Spiele im Internet oder Facebook kann ich gar nicht leiden und alleine macht mir es keinen Spaß. Ich mag es in einer Gruppe von lieben Menschen beispielsweise das Activity zu spielen.

Kann man das spielerische Tun auch im Berufsleben wiederfinden?

Ein Schauspieler oder Komiker arbeitet auf spielerische Weise und schlüpft in andere Rollen, wie es kleine Kinder im Kindergarten lieben, sich zu verkleiden und andere Rollen anzunehmen. Spiele werden in Schulen oder als Unterstützungshilfen im Coaching eingesetzt. Trainer geben mit Bildkarten Input für Kommunikationstrainings, Teambuildings oder Umstrukturierungsaufgaben. Dazu können Bildkarten oder Karten aus Bildern mit Wörtern sehr hilfreich sein.

Sehr angenehm empfinde ich Fotoaufnahmen von Menschen, Gegenständen oder Landschaften.

Im weitesten Sinne kann das Nachstellen von Personen beim Familienstellen als eine Art eines „Spiels“ betrachtet werden. Wobei hier in der Tat die Themen häufig sehr tiefgehend und lösungsorientierend sind. Dabei können die unterschiedlichsten Gefühle hochkommen, wie Traurigkeit, Freude, Erleichterung, Angst, Wut, Ärger, etc.

Können Spiele oder Bildkarten im beruflichen Kontext eingesetzt werden?

Für eine Teambildung eignen sich kleine Tools, wie beispielsweise die Bildkarten.

Damit können folgende Ziele erreicht werden:

  • Bildung oder das Zusammenwachsen von Teams
  • Kennenlernen im Team
  • Aktives Hinhören
  • Klares Kommunizieren und Erklären
  • Umgang mit fremden Kulturen (einer Teamkultur oder Arbeitskultur, etc.)
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Zusammenarbeit

Bilder sprechen die Gefühle an, dies betrifft die rechte Gehirnhälfte, und Wörter sprechen eher die analytisch-denkende linke Gehirnhälfte an.

Wörter zeigen die klare Denkweise auf. Bilder das Fühlen. Beides zusammen regen die Verknüpfung beider Gehirnhälften an und ermöglichen neue Ansätze und Ergebnisse. Neue Sichtweisen können für bisherige Fragen gewonnen werden. Die linke und die rechte Gehirnhälfte arbeitet zusammen, wie der Pilot und der Co-Pilot im Flugzeug.

Das Hinsehen, das Wahrnehmen und das wertfreie Betrachten der Bildkarten, kann täglich oder bei vielen Lebenssituationen eingesetzt werden. Im Hineinspüren können die Fotos eine reale Situation widerspiegeln.

Hinsehen

© Kerstin Paar

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens.

Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand.

Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de – freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

There is 1 comment for this article
  1. Lehrerin at 17:24

    Hallo Kerstin, die Idee mit den Bildkarten finde ich wunderbar. Und die Ziele „.. Bildung oder das Zusammenwachsen von Teams, Kennenlernen im Team, Aktives Hinhören
    Klares Kommunizieren und Erklären, Umgang mit fremden Kulturen (einer Teamkultur oder Arbeitskultur, etc.), Interkulturelle Kommunikation, Zusammenarbeit..“ die Du hier definiert hast, treffen den Nagel auf den Kopf. Das sind Werte, die an den Schulen unterrichtet und gelehrt werden sollten. Schade, wenn man diese Fähigkeiten erst im Berufsleben trainiert. Viel Erfolg weiterhin für Deinen interessanten Blog!

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