Würde

Würde

Was bedeutet Würde in der heutigen Gesellschaft?

Würde

Ein Junge schlendert durch den Park, entlang hochgewachsener Kastanienbäume. Es ist Herbst und er findet viele dicke stachelige Kastanien am Boden. Sorgfältig entfernt er die grüne und teils braunen stacheligen Schalen. Mit einem plötzlichen Lächeln in seinem Gesicht entdeckt er die glänzenden braunen und handschmeichelnden frischen Kastanien. Der Kleine hebt noch weitere auf und will sie gleich seinem Opa ins Krankenhaus bringen.

Doch auf seinem Weg dorthin begegnet er einem anderen Jungen, er hat eine schwarze Hautfarbe und sehr dunkle Augen, die ihn ein wenig ängstlich ansehen. Er geht auf ihn zu und schenkt ihm eine Kastanie. Der schwarze Junge sieht erst vorsichtig auf die kleine braune Frucht und weiß nicht recht was er tun soll. Doch dann lächelt er und sagt „danke“. Er setzt seinen Weg vor.

Nun geht der weißhäutige Junge auch im Park weiter und kommt in wenigen Minuten zum Krankenhaus. Er steigt die Stufen des riesig großen Treppenhauses im gleichmäßigen Tempo nach oben, er muss in den dritten Stock. Zimmer 301, er klopft an und betritt das Krankenzimmer seines Opas.

Langsam geht er auf das Krankenbett zu und beobachtet seinen Opa genauer. Schläft er? Oder drückt er nur etwas die Augen zu?

Statt laut „Hallo“ zu rufen, wispert er leise seine Begrüßung. Er nimmt sich einen Stuhl und setzt sich neben das riesige Bett. Eine Weile vergeht und sein Opa macht langsam die Augen auf und erschrickt etwas, als er seinen kleinen Enkel sieht. Doch sofort ist ein Lächeln in seinem Gesicht. Er freut sich so sehr, dass fast Tränen aus den Augen kullern.

Der Enkel nimmt die Hand des Opas und streichelt sanft über den Handrücken. Er behandelt ihn sehr würdevoll und respektvoll. Andere aus seiner Klasse sind eher lauter, und können diese leisen und stillen Momente nicht so genießen. Für ihn ist es eine sehr wertvolle Zeit bei seinem Opa zu sein. Der Opa ist ein großes Vorbild und hat seit jeher ihn klug und ehrlich behandelt.

Der kleine Junge lässt seinen Opa nicht allein und kommt so oft ihn besuchen, wie es möglich ist. Er achtet die Mitmenschen und trägt in seinen jungen Jahren eine hohe Menschenwürde.

Die Würde vor anderen Lebewesen, Menschen, Tieren oder Pflanzen ist ein Seinszustand, der einzigartig ist und bei jedem einen anderen „Wert“ einnimmt.

Würdevoll leben und Handeln ist respektvolles Tun, ohne die Würde des anderen Menschen zu verletzen oder zu hintergehen.

Würdevolle Begegnungen sind achtsam, respektvoll und tolerant.

©Kerstin Paar

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens.

Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand.

Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de – freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

There is 1 comment for this article
  1. Michele at 18:54

    Wunderschön! Danke das du deine Gedanken und Emotionen mit uns teilst.

    Viele liebe Grüsse
    Michele

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