Blogstöckchen auf der Reise in die Kindheit

Blogstöckchen auf der Reise in die Kindheit

Am Sonntag Mittag traf mich plötzlich der Wurf des Blogstöckchens von Inga Palme. Sie schrieb in ihrem Blog jeden Tag zu ihren Erlebnissen und nennt die Artikelserie #365grateful, so auch zu diesem Tag, der Tag 103.

Das Thema des Blogstöckchens ist, 20 schöne Kindheitserinnerungen, über diese hatte Inga in ihrem Blog erzählt. Sie erklärte die Bedeutung und Vorgehensweise eines Blogstöckchens. Am Ende greife ich dies gerne noch einmal auf.

Bevor es mit meinen Kindheitserinnerungen losgeht, gestehe ich, dass ich mir einen Nachmittag Bedenkzeit gab. Denn so recht leicht fiel es mir ehrlich gesagt nicht. Doch je länger ich darüber nachdachte, wollte ich tatsächlich in die Tasten der Schreibtastatur greifen und meinen Fingern und Gedanken freien Lauf lassen. Und was dabei herauskam, lest einfach mal …Blogstöckchen, Kindheitserinnerungen

Schnurrende Katze

Ich hatte nie eine eigene Katze, doch bei vielen Spaziergängen oder Ausflügen begegneten mir am Straßenrand Katzen mit aufgestelltem Schwanz und maunzendem Getöns. Es war natürlich Pflicht, diese süßen Geschöpfe erstmal köstlich an meinen Beinen entlang drücken zu lassen. Meine Augen wurden immer größer und die Miezen schnurrten lauter. Sie liefen mir alle nach, was natürlich nicht ging, also musste ich sie wieder nach Hause schicken, obwohl mir dabei das Herz brannte. Es half aber nichts. Also lief ich ganz schnell weg, dass sie irgendwann das Nachlaufen aufgaben. Dennoch denke ich auch heute gerne daran zurück, besonders wenn wieder mir eine Katze begegnet …

Schmetterling, flieg so leicht du kannst

Schmetterlinge beobachtete ich gerne. Sie flattern so fröhlich durch die Luft und scheinen es mit Leichtigkeit zu schaffen, egal wie stark ein Luftwiderstand ist. Ich wusste recht bald, dass man Schmetterlinge nicht anfassen darf, da sonst die Flügel zerstört werden und sie nicht mehr fliegen könnten. So blieb ich dabei, dass Schmetterlinge ein ganz besonderes „Beobachtungsobjekt“ waren und auch heute sind …

Spielen ist schön

Damals gab es in meiner Kindheit weder Gameboy noch Computer oder sonst irgendein elektronisches Spiel. Dafür spielte ich leidenschaftlich Memory. Ohne mir lange zu überlegen oder dass es mir schwerfiel, wusste ich in Kürze, wo die verdeckten zwei zusammengehörenden Spielkarten lagen …

Tanz unterm roten Regenschirm

Lange Wanderungen oder Waldspaziergänge waren in der Kindheit mir eher ein Übel. Doch liebte ich es mit meinem roten Regenschirm im Trockenen durch die langen Schnüre von Regentropfen zu spazieren …

Schule macht Spaß

Der Eintritt in die erste Klasse war für mich ein echtes Highlight. Endlich gehörte ich zu den Schulkindern und nicht mehr zu den Kindergartenkindern. Dazu gab es eine so schöne bunte Schultüte, ich weiß noch ganz genau, dass darin zwei kleine Monchichi lagen. Sie begleiteten mich während der späteren Hausaufgabenzeit zu Hause und waren gute Zuhörer, wenn es mal nicht so gut lief oder ich vor lauter Übermut meine Übungen ihnen auswendig vorsagte …

Draußen im Sonnenschein

Nach der Schule wurden erst alle Hausaufgaben erledigt und danach lockte im Sommer der Sonnenschein mich nach draußen. Mein kleines rotes Fahrrad liebte ich, besonders um Straßen rauf und runter zu fahren. Ich war häufig alleine unterwegs, doch genoß ich den Wind um die Haare streichen und es machte den Kopf so herrlich frei …

Stolz, ein Kommunionkind zu sein

Früher wurde in einer Kommuniongruppe die Kommunionkerze verziert. Stolz durfte ich sie während der Prozession in die Kirche im weißen Kleid selber tragen. Es war ein schöner Augenblick …

Schneeflocken tanzen sehen

Ich weiß nicht mehr ganz genau wie alt ich war, als ich das erste Mal Schneeflocken sah. Doch es war ein bedeutender Moment. Ich konnte kaum glauben, was da vom Himmel fiel. Ich wollte den Schnee wirklich anfassen, um zu „fassen“ was es ist. Es ist zwar kalt und nass, sobald eine Schneeflocke in der Hand zerschmilzt, doch war es beim ersten Anblick wirklich ein unglaublich andächtiger Moment. Der jetzt mich als Erwachsene häufig auch noch in Bann zieht …

Ein Weihnachtsbaum mit vielen Kerzen

An ein Weihnachtsfest erinnere ich mich gerne. Ich vermute heute, es war wie mit den Schneeflocken. Das erste Mal einen geschmückten Weihnachtsbaum zu erblicken, hat eine besonders nachhaltige und entzückende Wirkung. Es lief eine Schallplatte von Olivia Molina mit spanischem Gesang, teils erinnere ich mich an Gesänge, die dem portugiesischen Fado ähneln …

Gänseblümchen pflücken

…war eine große Leidenschaft. Ich pflückte fast täglich einen Strauß mit meinen kleinen Händen. Eine ganz besondere Person erhielt ihn und freute sich immer sehr darüber …

Versteckte Geheimnisse

Mit dem Eintritt in die erste Klasse konnte ich bereits ein paar Buchstaben lesen und schreiben. Ich war sehr euphorisch möglichst schnell und bald alle Buchstaben zu kennen und schreiben zu können. Denn irgendwann packte mich die Lust und ich schrieb auf kleine bunte Zettelchen etwas worüber ich sehr dankbar war, über eine große Freude, zu einem unvergesslichen Erlebnis und versteckte regelmäßig an verschiedenen Orten diese Briefe. Sie waren für eine Person bestimmt und wollte mich für so vieles bedanken, für den Sonnenschein an diesem Tag, für die erledigten Aufgaben, für ein gutes Mittagessen, für eine Blume im Blumenbeet …

Eifrig als Weihnachtsengel unterwegs

Als Schulkind hatte ich an einem Weihnachtsfest eine ganz besonders große Ehre: Ich durfte die Rolle eines Engels im Krippenspiel spielen und hatte einen langen Text zum Auswendiglernen. Es machte mir aber so viel Spaß, dass der Text mir sehr schnell im Gedächtnis blieb. In der Christmette am Nachmittag war dann der Auftritt mit Mikrofon und meine Stimme hörte sich darin so ganz anders an. Mächtig stolz war ich auf mich, dass ich das schaffte …

Der Zauber der Blüten

Bis heute blieb die Faszination für wunderschöne Blumenblüten, egal von welchen Blumen, welcher Sorte oder mit welchem Namen. Ich finde jede einzelne Blüte einzigartig und außergewöhnlich schön. Ganz besonders liebe ich Orchideen. Diese Blüten haben ihren ganz eigenen Reiz. Doch als Kind konnte ich mir die Namen nicht wirklich merken, es war mir auch richtig egal. Hauptsache war doch nur das Meisterwerk, das am Ende eines Blütenstengels wuchs und sich nach der Öffnung der Knospe zeigte …

Musik tröstete und beruhigte

Egal ob selbst musiziert oder Musik im Radio oder Fernsehen zu hören, es erheiterte die kleine Kinderseele und tröstete über manch Zeit hinweg. Es war gleichgültig, ob es im Fernsehen in Schwarz-Weiß zu sehen war oder erst Jahre später in Farbe …

Steinmännchen bauen

… war eine wunderschöne Bastelaktion. Zuerst wurden Steine am Fluss gesammelt, nach Hause getragen, gewaschen, getrocknet, danach aufeinander gesetzt und „anprobiert“, wie es möglicherweise gut aussah. Erst im zweiten Durchgang klebte ich die Steine aufeinander und nachdem der Kleber trocken war wurden sie bunt angemalt. Die Steinmännchen bekamen verschiedene Orte, wo sie „sitzen“ durften, im Pflanzkübel, auf dem Fensterbrett oder am Bett …

Dankbar bin ich heute

… für viele Waldwanderungen, auch wenn ich mich als Kind gerne dagegen gewehrt hatte und viel lieber etwas lustigeres erlebt hätte. Damals war es aus meiner „Kindheitssicht“ einfach nicht üblich, im Wald zu gehen. Doch bin ich jetzt als Erwachsene liebend gerne auch mal alleine auf Waldwegen unterwegs …

Dankbar bin ich für

… die Kindheit, wie sie war. Mit allen Höhen und Tiefen, denn all das prägte mich zu dem Menschen, der ich heute bin …

Dankbar bin ich für

… Dinge, die ich als Kind nicht hatte, daraus lernte ich mich damit auseinander zu setzen, es „wertzuschätzen“ was man hatte und nützte die Dinge möglicherweise intensiver aus …

Dankbar,

… dass ich überhaupt die Kindheit erleben durfte. Eine sehr wertvolle und wirkungsvolle Zeit würde fehlen, wenn es das Kindsein nicht gäbe …

Liebevoll schaue ich

… zurück, danke den Menschen, die damals da waren und mich ein wichtiges Stück begleiteten. Auch wenn ich mal nicht so leicht zu handhaben war, ich war damals nur ein einfaches Kind …

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Dies waren meine 20 Kindheitserinnerungen. Mit dem Schreiben wurde es mir sehr warm ums Herz und berührte mich noch einmal intensiv.

Liebe Inga, ich danke dir von Herzen für das Blogstöckchen, auf der Reise in die Kindheit.

Nun wünsche ich, dass dieses Blogstöckchen weitere Schreiber findet und es größere Kreise ziehen wird. Vielleicht fühlst dich du angesprochen und fängst das Blogstoeckchen auf. Besonders freut mich, von @dankeschoen und Heidi S. von ihren Kindheitserinnerungen zu lesen. Wer keinen eigenen Blog hat, kann dazu auch das Facebook-Profil nutzen und darauf erzählen.

Wer weiter sich angesprochen fühlt, kann es aufgreifen und zum Thema schreiben. Ich freue mich darüber, wer auf diesen Beitrag oder / und auf Ingas Kindheitserinnerungen verlinkt. Ansonsten darf es gerne auch liegen. Eventuell finden sich später gute Blogstoeckchen-Fänger, die die Beitragsserie fortsetzen.

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

There are 2 comments for this article
  1. Inga Palme at 09:20

    Liebe Kerstin – ich danke Dir, dass Du das Blogstöckchen aufgehoben hast. Du hast sehr einfühlsam geschrieben und beim Lesen sind mir sogar weitere schöne Erlebnisse aus meiner eigenen Kindheit eingefallen. Danke Dir auch dafür. Echt wunderbar, es werden immer mehr schöne Erinnerungen und ich trage sie wie einen Schatz in mir herum 🙂

    • Kerstin Author at 09:22

      Ich hab dir zu danken, für die Idee und deine Worte.
      Ja, mit dem Schreiben floss es und sprudelte es aus den Fingern heraus und es war eine Wohltat, über seine schönsten Kindheitserlebnisse zu schreiben.

      Danke dir nochmal sehr dafür!

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