Blaue Stunde einer Abendwanderung

Blaue Stunde einer Abendwanderung

Die Ostertage waren angefüllt von viel kreativem Tun, am Laptop und mit vielen bunten Papieren. Telefonate erfüllten dazwischen das freudige Schaffen und kaum sah ich mich um, war es schon abend.

Doch gerade bei einer Abendwanderung, oder auch der morgendlichen Stunde, zeigt sich die Landschaft und Natur aus der Fotolinse betrachtet oftmals in einem bläulichen Schimmer. Der „Blauen Stunde“. Blaue Stunde Abendwanderung

Einen Weg kann man beinah täglich gehen. Ja, ich auch. Denn jedes Mal zeigt sich die Donau bei Kelheim von ihrer natürlichen Seite.

Ungern denkt man an vergangene Hochwasser zurück, wie es im Juni 2013 besonders im Raum Passau für viele Menschen vor das Nichts stellte. In Kelheim und Umgebung hielt das Hochwasser sich größtenteils mit Unglücken in Grenzen. Gott sei Dank.

Nach dem Versuch, den Schaden möglichst zu begrenzen und ein Neubeginn angestrebt wird, verschwinden in vielen Köpfen die unangenehmen und zum Teil wirklich schrecklichen Bilder, die in den Medien geteilt wurden.

Dennoch fühle ich oft, gerade bei Spaziergängen am Fluss, mit den Menschen mit. Wie es ihnen besonders in den ersten Nächten ergangen sein musste. Ob sie es je vergessen können? Welche Träume sie nachts vom Schlaf abhalten? Vielleicht jetzt auch noch, nach fast einem Jahr?

Diese Gedanken gehen mit mir oft „spazieren“, so auch an den Ostertagen. Beim Klösterl, einer kleinen Einkehrschenke am Wanderweg von Kelheim zum Kloster Weltenburg gelegen, sah man noch Monate nach dem Hochwasser die Sandsäcke an Toren und Pforten liegen. Überbleibsel oder Mahnmale?

Trotz allem zeigt sich die Natur in stiller Betrachtung von ihrer reizvollen Seite. Gerade in einem Naturschutzgebiet wird von menschlicher Hand nicht eingegriffen, worin ich einen wertvollen Sinn sehe. Wer mit offenen Augen durch die Natur wandert, wird vieles erkennen und entdecken, von den „Naturzeitzeugen“. Noch stehende Baumstämme ohne Baumkrone, welche vermutlich bei einem Sturm umknickten. Baumstämme quer am Boden liegend, Gestrüpp das wuchernd zwischen Bäumen und weiteren wildwachsenden Sträuchern wächst. Dazwischen erfreuen sich viele Tiere und finden daran ihren Gefallen. Mit Phantasie kann auch ein Erwachsener sich daran freuen und entdeckt wie bei Wolkenspielen plötzlich eine märchenhafte Feengestalt oder einen starken und großgewachsenen Goliath. Oder ist es doch der Obelix mit einem Hinkelstein?

Schön, wenn der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind.

Welche Entdeckungen machst du bei deinen Wanderungen? Welches ist deine Lieblingsstrecke?

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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