Kambodscha: Interkulturelle Kompetenz und individuelle Förderprogramme

Kambodscha: Interkulturelle Kompetenz und individuelle Förderprogramme

Interkulturelle Kompetenz kann man in Kambodscha, Japan und Indonesien erwerben in den Sommercamps, den Interculture Innovation Camps, kurz iiCamp. 

Dabei haben Jugendliche die großartige Chance, in einem interkulturellen Umfeld mit individuellen Förderprogrammen und Projekten, Erfahrung, Wissen und interkulturelle Kompetenz zu sammeln und sich weiter zu entwickeln.

  • Welche Erfahrungen konnten bisher Jugendliche in den iiCamps sammeln?
  • Welche Lernprojekte unter dem Motto „interkultureller Dialog und interkulturelle Kompetenz“ finden statt?
  • In welchem Umfeld und wie lange können junge Menschen in Kambodscha mit Gleichgesinnten sich austauschen, gegenseitig vernetzen und voneinander lernen?  

    Interkulturelle Kompetenz, individuelle Förderprogramme, Inga Palme, YouCan Trust, iiCamp

    Geschichten erzählt Inga über Kambodscha und dem iiCamp (Foto Copyright Inga Palme, mit freundlicher Erlaubnis zur Nutzung hier im Blog, vielen Dank)

Antworten findet man im Projekt iiCamp, welches von CEO Inga Palme zusammen mit CEO Wilfried Ifland ins Leben gerufen wurde. Es entstand durch die Weiterentwicklung der Organisation YouCan Trust gUG.

Über diese wunderbaren Projekte, die den Jugendlichen einen „Mehrwert“ bieten und Gutes in der Welt bewegen, wurde ich über die liebe Inga aufmerksam. Kennengelernt habe ich sie vor vielen Jahren über Twitter, Facebook, Google+ & Co. Doch näher und persönlicher wurde der Kontakt über einen ganz anderen Blog. Sie begann Anfang 2014 auf ihrem privaten Blog täglich zu besonders schönen Momenten zu bloggen. Ihr Projekt trägt den wunderschönen Namen #365grateful.

Da mich ihre Projekte zu dem Thema Interkulturelle Kompetenz so in den Bann zog, wollte ich näheres darüber erfahren und hatte ihr Fragen gestellt. Herzlichen Dank an dich, liebe Inga, für die wertvollen Tipps und den Informationen zu den Hintergründen der Projekte.

Wie entstand die Idee oder die Vision zu den Projekten, YouCan Trust, iiCamp oder visit-angkor.org?

Inga: Ohne meinen Herzallerliebsten gäbe es die Projekte nicht, liegt doch der Ursprung des Ganzen bei ihm. Er lebte für mehrere Jahre in Indonesien und gründete 1999 die Organisation „You Take Care“.  Er half indonesischen Teenagern, sich aus der Armut zu befreien, indem er ihnen eine individuelle Ausbildung über mehrere Jahre zuteil werden ließ. Mitte 2005 waren die Projekte abgeschlossen und alle von ihm betreuten Jugendlichen hatten ihren Weg gefunden. Noch heute steht er mit ihnen in Kontakt.

Zwischenzeitlich wurde aus „You Take Care“ die heutige „YouCan Trust gUG“ und Ende 2005 sind wir uns begegnet. (Er ist im Herbst 2005 zurück nach Deutschland gekommen.) Diese erste Begegnung  ist immer noch ein für mich denkwürdiges Ereignis und ich habe darüber schon etliche Male erzählt. Doch jetzt erst einmal zurück zur Frage.

Je näher ich meinen Herzallerliebsten kennen lernte, umso mehr erfuhr ich von einer Welt, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Da sind Visionen, da ist weltweit, da ist einfach Machen. Und da ist auch 100% Aufmerksamkeit – und das 24 Stunden an jedem einzelnen Tag im Jahr.
Da sind viele Gedanken aus denen sich im Laufe der Jahre ein Kern entwickelt hat. Ein Kern, der zwar schon länger da war, sich aber lange nicht formulieren lassen wollte.

Doch mittlerweile lässt sich in einem Satz ausdrücken, wofür unsere YouCan Trust UG steht: Wir entwickeln individuelle Förderprogramme für junge Menschen unter der Prämisse des Völkerverständigungsgedankens. Dies ist mittlerweile unser Leitsatz und das Spannende ist, dass wir uns immer wieder bewusst werden, wie richtig dieser Satz ist.

So ist das iiCamp eine Begegnung von jungen Menschen in Süd-Ost Asien und beinhaltet unser Denken in der Praxis. Auch dafür sind Jahre ins Land gegangen von der ersten Idee, „Ok, wir machen jetzt interkulturelle Begegnungen“, bis hin zum fertigen Konzept. Da wurde gedanklich ganz schön rumgeschraubt und in den Anfängen hat uns glaub‘ ich auch kaum jemand verstanden. So langsam ändert sich das – ich merke das unter anderem auch daran, dass unsere Romane etwas kürzer werden, wenn mein Herzallerliebster und ich über YouCan Trust sprechen. 🙂

Welches Erlebnis aus einer deiner Reisen war prägend und unvergesslich?

Inga: Die Menschen vor Ort in Kambodscha. Ich kannte Asien bislang nur aus den Erzählungen von meinem Herzallerliebsten, aber ich konnte irgendwie nicht wirklich etwas damit anfangen. An sich kann ich sagen, dass die Menschen in Kambodscha mir gezeigt haben, dass „es“ auch anders geht und das traue ich mich jetzt auch hierzulande mehr und mehr. Im Nachhinein betrachtet kam ich mir früher hier in meinem Heimatland manchmal wie eine Fremde vor.  Das war mir vorher gar nicht so bewusst. Mittlerweile habe ich meinen Frieden mit meiner Heimat geschlossen – es ist also alles im Gleichgewicht.

Sind Parallelen zu finden von der Vision zu deiner täglichen Arbeit bei der Entwicklung von Internetauftritten, als Social-Media Beraterin, Vortragende oder Geschäftsführerin von YouCan Trust und iicamp?

Inga: Sehr gute Frage! Darüber habe ich auch schon lange nachgedacht und irgendwie wollte sich kein gemeinsamer Nenner ergeben. Doch vor kurzem habe ich ihn gefunden:  Ich glaube mittlerweile, dass ich meinen Kunden bedingt durch die Projekte von YouCan Trust auf einer ganz anderen Art begegnen kann. Eben weil mich unsere eigene Projektarbeit selbst fördert. Ich liebe meine Kunden und die Menschen dahinter und zu einigen verbindet mich auch eine wirklich tolle Freundschaft. So treffen wir uns teils auch privat – die Dinge verbinden sich. Das mochte ich schon immer, das sich Verbinden von Dingen, die vordergründig betrachtet eigentlich überhaupt nicht zueinander passen.

Welcher aussagekräftige und kurze Satz oder Motto trifft auf dich und deine Arbeit zu?

Inga: Einfach machen.

Liebe Inga, du bist als Autorin sehr bekannt und hast bereits fünf Bücher veröffentlicht. Wie ist dein Schreibfluss, auf einmal und in einem Rutsch? Oder auf Etappen?

Inga: Ich teile mir die Tage ein – entweder in Zeiten. Zum Beispiel dass ich bis 15.00 Uhr schreibe oder dass ich mir eine bestimmte Seitenzahl an einem Tag vornehme.  Mit dem Rutsch ist das gerade bei Social Media so eine Sache. Oft ergeht es mir so, dass ich gerade eine Richtung gefunden habe und schon poppt etwas anderes genau zu diesem Thema passende vor meiner Nase auf, was unbedingt noch mit rein muss ins Buch. 🙂

Gibt es ein Ritual, um ins Schreiben zurück zu finden?

Inga: Hinsetzen, alles andere gedanklich ausschalten und machen.

Welchen Tipp kannst du anderen Jungautoren geben, die die Idee schon lange in sich tragen, ein Buch zu schreiben, jedoch gerne einen Rat eines erfahrenen Autors aufsuchen?

Inga: Dank meines damaligen Lektors Peter Meisner weiß ich um die Wichtigkeit eines durchdachten Inhaltsverzeichnisses. Ein Inhaltsverzeichnis teilt alles in kleine Häppchen und es ist so um ein Vielfaches leichter, sich Teilschritte vorzunehmen. Der gefühlte riesen Berg lässt sich dann leichter besteigen.  Und mit fertiger Skriptabgabe oben auf der Bergspitze angekommen, sind die etlichen Stunden am PC wie im Flug wieder vergessen. 🙂

Vielen herzlichen Dank, liebe Inga, für deine spannenden Antworten und hilfreichen Tipps für Autoren! Es war mir eine große Freude, dich zu interviewen. 

Interkulturelle Kompetenz, interkulturelle Kommunikation und Dialog, iiCamp, YouCanTrust

Das Leben in Kambodscha (Foto Copyright Inga Palme, mit freundlicher Erlaubnis zur Nutzung im Blog, vielen lieben Dank dafür!)

 

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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