Es ist nie zu spät für einen Neubeginn

Es ist nie zu spät für einen Neubeginn

Es ist nie zu spät für einen Neubeginn, doch muss der Abschied und das Ende erstmal beendet werden. Das darf gebührend zelebriert werden.

In jedem Lebensabschnitt finden sich Veränderungen und mögen sie noch so klein oder eher unscheinbar sein. Der Übergang von einem Jahr in das Nächste oder von einer Altersstufe in die Höhere. Ein Abschluss eines Lehrganges. Alles sind wichtige Meilensteine im Leben, die gefeiert werden dürfen. Egal ob große Party oder still und freudig für sich alleine.

Vielleicht sind die folgenden Zeilen für dich Ansporn, auch einen Neubeginn zu starten. Etwas Altes abzuschließen. Einen Abschnitt zu beenden und loszulassen.

In Jedem wohnen resiliente Kräfte inne

Oscar Wilde schrieb, „Am Ende wird Alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.

Diesen Spruch auf einer Karte bekam ich von einem mir sehr wichtigen Menschen zu Weihnachten 2015. Kurz bevor ich einen größeren Lebenswandel vornahm. Es ist nie zu spät für einen Neubeginn

Ein Umzug von Süddeutschland nach Norddeutschland. Und die Zeit in Süddeutschland fühlte sich für mich richtig beendet an. Ich verabschiedete mich von sehr wichtigen Menschen, fand abschließende klärende Gespräche und Mitte Januar hinterließ ich die leere Wohnung, zeitgleich fuhr schon der vollbepackte Umzugs-LKW gen Norden.

Es war für mich die Zeit gekommen, endlich das lang ersehnte Vorhaben in die Tat umzusetzen. Dies benötigte seinen eigenen Rhythmus und Zeit.

Zwar nicht der erste Umzug für mich, doch letztendlich der Bedeutendste, der bis ins letzte Detail geplant und abgestimmt werden musste.

Ein Ende zu setzen, an einem Ort, der mich über neun Jahre durch viele Täler gehen ließ, mit einigen Höhenwegen, war während der Umsetzung dann viel leichter, als der Verstand vermutete. Und es war gut, so wie es war. Alles wird am Ende gut.

Vor dieser Zeit gab es einschneidende Lebensereignisse, die mir gefühlt, „den Boden unter den Füßen wegzogen“. Diese Erlebnisse schürten die komplette Gefühlspalette von Angst, Wut und Zorn auf Gott und die Welt. Ich glaubte vor zehn Jahren daran, dass ich heilende Hände haben könnte, die eine unheilbare Krankheit eines mir sehr wichtigen Menschen heilen könnten. Es gelang mir jedoch dahingehend, gegen jede Prognose eines halben Jahres, das Leben dieses Menschen auf ein ganzes Lebensjahr zu verlängern. Mit zwei Flugreisen auf die kanarischen Inseln, nach Gran Canaria/Puerto de Mogan und Teneriffa/Punta del Hidalgo, sowie einer letzten Flusskreuzfahrt von Passau nach Budapest und zurück. Dafür war und bin ich sehr dankbar.

Später verstand ich, dass es der Wille einer höheren Macht war. Und dass auch das, so wie es war, gut war. Klingt eigenartig, aber so ist es.

Nun benötigte meine Seele diese neun Jahre an einem Ort, wo ich nicht spürte, hier sind meine Wurzeln oder meine Heimat. Es war einfach nur eine Übergangsphase.

Doch eines Tages im September 2014 lernte ich einen für mich sehr wichtigen Menschen kennen, der im August 2015 mir an einem schönen Sommertag die Lüneburger Heide zeigte. Im Oktober 2015 wurde dann nochmal eine Woche daraus.

Unvergessliche Momente und Erfahrungen. Als Beifahrerin mitzufahren, was mir vorher viele Jahre nicht mehr möglich war. Denn es gab eine Angst in mir, die mich lähmte. Doch mit diesem Menschen fühlte es sich anders an.

Wenn man Vertrauen zu einem Menschen finden kann, kann es Berge versetzen, kann es einen stärken, auch, um einen kompletten Lebenswandel durchzuführen.

Nein, ich bereue es nicht. Die Verbindungen zu einigen wenigen Menschen, die ich nun nicht mal schnell auf einen Kaffee oder eine Nordic Walking Runde besuchen kann, bleiben weiterhin bestehen. Es gibt Soziale Netzwerke, Telefon, E-Mail, Skype, Brieftauben, um in Kontakt zu bleiben. Oder einfach mal ein Zugticket hoch in den Norden und wieder in den Süden zurück, um ein paar Tage Urlaub hier in der wunderschönen Gegend zu verbringen.

Abschließen mit Altem, weil Neues wartet

Mit den Freunden und Bekannten der alten Heimat verbrachte ich in der Weihnachtszeit, der Zeit der Rauhnächte und im neuen Jahr noch unvergessliche Momente. Dies war mir sehr wichtig und ich zelebrierte diese Abschiede. Abschließen mit allem was war. Dazu gehörten auch Rituale oder Glaubenssätze, die jetzt keine Gültigkeit mehr haben.

Das Abschließen oder Abschied nehmen war aus meiner Sicht der wichtigste Schritt zur Weiterentwicklung. Denn nun spüre ich, nachdem eine Zeit vergangen ist und das Einleben in der neuen Umgebung vorangeschritten ist, dass ich einige Masken abgelegt habe und große Schritte der Persönlichkeitsentwicklung gegangen bin.

Oft werde ich gefragt, warum ich umgezogen bin, wegen der Arbeit oder der Liebe? Und auf beides gibt es ein klares Nein.

Meine Arbeit konnte ich ohne Unterbrechung sofort weiterhin von zu Hause durchführen, dank Deutscher Telekom und sehr guter Internetverbindung.

Es ist nie zu spät

Und die Liebe, die findet sich, es ist nie zu spät. Vielleicht findet sie sich auf ganz ungewöhnliche Weise. Vielleicht ist sie schon da. Weit weg, doch gefühlsmäßig sehr nah. Die größte Liebe jedoch, ist in mir. Denn nur mit dieser Liebe zu sich selbst, konnte ich alleine diesen Umzug bewältigen.

Und dafür ist es nie zu spät. Weil, alles gut wird. Alles gut ist.

Dankbar bin ich Menschen, die hier vielleicht still mitlesen. Aus der alten Heimat oder Menschen, die für eine Zeitlang meinen Lebensweg unterstützend begleiteten, mit Worten, mit Taten und tanzenden unvergesslichen Momenten. Der Tanz, der anders ist, als ein Standardtanz, wie ein Walzer auf einem Parkett. Es ist der freie Tanz.

Dankbar bin ich auch zwei Menschen, die mich in der Vorweihnachtszeit berührten. An anderer Stelle schrieb ich über Silke Schäfer und Adriana Meisser. Die Expertinnen arbeiten auf den Gebieten der Astrologie und Medialität, verwoben zu einem stimmigen Netz einer geerdeten, kompetenten und wertvollen Arbeit. Denn durch ihre Arbeit bekam ich immer wieder Gedankenimpulse. Und Vieles bestätigte mich bei meiner Rückschau auf meinem Weg, dass es tatsächlich sich so ergab.

Erste Kontakte konnte ich bei den Landfrauen Amelinghausen und beim Sportverein MTV Amelinghausen knüpfen. Zudem fand ein sehr schönes Sportereignis Ende Februar statt, der Wintervolkslauf Amelinghausen, der erste Wettkampflauf für mich überhaupt, und zugleich in meiner neuen Heimat.

In jedem Neubeginn wohnt ein Zauber inne.

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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