Die 6,5 Dörfer E-Bike Tour

Die 6,5 Dörfer E-Bike Tour

Aus Amelinghausen hinaus und einmal kräftig in die Pedale getreten, ist der Radfahrer vorbei an der Oldendorfer Totenstatt und fährt am Ortsschild Oldendorf / Luhe vorbei.

Mitte Mai lockte blauer Himmel mit kleinen weißen Wölkchen zu Aktivitäten im Freien. In Gärten saßen Familien bei Kaffee und Kuchen zusammen, vereinzelt traf man Gleichgesinnte auf der Straße mit zwei Rädern.

Amelinghausen: Start der 6,5 Dörfer Bike Tour

An weiten sattgrünen Feldern sauste das Fahrrad vorbei, locker-leicht überquerte man die Luhe beim Wertstoffhof Amelinghausen und hatte schon die Oldendorfer Totenstatt rechts liegen gelassen. Zur linken Hand sah man die „Stille Heide“ von der Weite, dazwischen lag das riesige Feld, das Ende August wieder einmal zum Stoppelfeldrennen ruft.

Oldendorf: Die Erste!

Ein hübsches Straßendorf mit einer geschätzten Länge von 2 km, ist Teil der 21 Dörfer der Samtgemeinde Amelinghausen. Doch bog mein Rad dieses Mal mittig rechts ab, am Dorfstrand vorbei und aus dem Dorf hinaus in Richtung Wetzen.

Eine Ausfahrt mit Rad, einmal ohne Ziel, einfach nur weil das Wetter so hervorragend passte und das muss man nutzen!

Wetzen: Pferde, so weit das Auge reicht!

Wer nach Wetzen fährt, riecht sie, die sanften Vierbeiner mit ihrem unverwechselbaren feinen Duft. So auch auf meiner Fahrrad-Tour durch die Dörfer. Schön, langsam drehten junge Mädchen auf den Pferderücken ihre Runden. Sieht immer wieder faszinierend aus und erstaunt mich sehr, wie viele Pferde es tatsächlich hier in der ganzen Samtgemeinde gibt. Hat irgendjemand auch einmal eine Erhebung zu Pferden erstellt? 🙂 Das wäre ein Spaß!

Schon auf dem Weg nach Raven lagen rechter und linker Hand der Straße sattgrüne Wiesen.

saftig grüne Wiesen um Amelinghausen

Raven: Tripp-Trapp in die Pedale

Wer hoch zur Kirche in Raven möchte, darf kräftig in die Pedale treten. Dafür wird der Radfahrer für seine Anstrengung mit schönen Ausblicken auf die Dorfkirche und den gepflegten Friedhof entlohnt.

hübsche Backsteinkirche in Raven im Sonnenschein

Unterhalb der Kirche der Friedhof.

An der oberen Kuppe angekommen kann man durchaus auch mal kurz vom Sattel steigen, lohnt ja ein kleiner Stand am linken Straßenrand mit frischen Kartoffeln, Honig und weiteren Leckereien.

Nach der kurzen Rast kam die Entscheidung: Nach Eyendorf weiterzufahren oder doch lieber gleich nach Rolfsen? Ich blickte zum Himmel, die Wolken sahen schön dunkel zwar aus, aber vermutlich warteten sie auf den Abend für einen Regenschauer (da behielt ich tatsächlich einmal recht 🙂 ). Doch ganz sicher war ich nicht, ob es von Eyendorf nach Soderstorf ging, daher bog ich links auf direktem Wege ab nach Rolfsen.

Rolfsen: Im Flug vorbei!

Das dumme war, wenn man auf dem Sattel saß und mit viel Schwung den Berg hinab fuhr, war man schneller aus dem Dorf als mir lieb war. Gut, dass ich Rolfsen schon kannte aus dem letzten Jahr dem großen Gemeindefeuerwehrtag.

Aber hallo, wie gelb das Rapsfeld aussah! Sehr schön, und bei diesem Sonnenschein um ein Vielfaches schöner.

gelbes Rapsfeld

Ab und an sind die Strom-Masten schöne Fotomotive. In der Hoffnung, dass sie vielleicht bald einmal komplett verschwinden, kann man ja ein „Foto zur Erinnerung“ mal machen.

weiße Wolken am blauen Himmel, Sendemast

Ehrlich gesagt, sehen die Windräder bei Wetzen hübscher aus. Windmühlen haben etwas Beruhigendes an sich, als „unter Strom stehende“ Masten. Noch dazu erinnern mich Windräder an eine zukunftsfähige Ökostrom-Energie.

Soderstorf: Im Sonnenschein eine Tasse Kaffee genießen

Bei Café Karsten saßen Grüppchen von Menschen gemütlich bei einer leckeren Tasse Kaffee und Stückchen Kuchen. So genießt man unbeschwert den Muttertag in der Heide. Mit Freude am Schießsport wird es einem in Soderstorf nicht langweilig. Die Schützen treffen sich regelmäßig zur Übung mit dem Schussgewehr, zum fairen Wettkampf.

Wohlenbüttel: Zu Ehren dem schönen Reiter- und Mühlenhof ein „0,5 Besuch“

Nun haben wir schon 6 Dörfer besucht. Ich sprach auch noch von einem halben Dorf. Wie? Wundert sich der eine oder andere. Das Rad hatte nochmal Lust auf eine zusätzliche Strecke und ein Fotostopp in der „Stillen Heide“ war eben doch ein Muss. So querte ich fast Wohlenbüttel auf dem Weg in Richtung Oldendorf. Doch von der Weite blickte ich hinunter ins Tal der Luhe. Auf bald mal wieder, und dann mit richtigem Fotostopp!

„Stille Heide“ bei Oldendorf/Luhe

Klein, still und beschaulich liegt „sie“ da, (wenn da nicht immer dieser Strommast im Wege steht, meine Kamera verrenkt sich jedes Mal, damit der Mast im Foto nicht zu sehen ist. Ob es dieses Mal gelungen ist?)

Stille Heide, Heidefläche

Bald beginnt sie wieder, die Heideblüte. Und manchmal möchte man einfach mal nachsehen, wie es dem Besenkraut so geht. Dieses wird schließlich in knapp 3 Monaten wieder in schillerndem Rosa-Violett die Heideflächen erstrahlen.

Nach meinem Selfie-Stopp lag im Rücken ein so idyllisches Motiv, da zückte noch einmal die Kamera.

liebliche Landschaft um Oldendorf

Oldendorf: Die Zweite!

Durch die Dörfer und den schmucken reetgedeckten Häuschen zu fahren, ist wie Urlaub. Urlaub in der Heimat. Was gibt es Schöneres? Vielleicht ein hoher Berggipfel, ja. Eine Nasenlänge Meerduft, ja. Doch einzigartig vielfältig und bereichernd sind die Menschen in der Samtgemeinde Amelinghausen.

Wer einmal Zeit und Muse findet beim Schützenfest in Oldendorf vorbeizufahren, dem sei es ans Herz gelegt.

Für Besucher ist das Archäologische Museum der Oldendorfer Totenstatt mittig in Oldendorf ein Tipp. Die Ausstellungsstücke zeigen Funde aus der Jungsteinzeit. Dokumentarfilme veranschaulichen die Bedeutung des Gräberfeldes. Die Hör-Stationen warten mit vielen Infos auf interessierte Ohren. Zur Vielfalt und dem erhaltenswerten Museums-„Gut“, wurde hier im Blog bereits beschrieben.

Die Radtour führte wieder zurück zum Ausgangspunkt in Amelinghausen.

Die Wegstrecke betrug ca. 24 km. Großteils auf Fahrradwegen, bzw. teils auf der Straße befahrbar (das Stück von Wetzen nach Raven ab dem Kreisel).

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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