Von Lüneburg nach Amelinghausen wandern – Social Life Week

Von Lüneburg nach Amelinghausen wandern – Social Life Week

… und was ich sonst noch auf meiner Wanderung erlebte.

Nach meiner Reise mit Ankunft nach Mitternacht standen keine Busverbindungen und keine weiteren Beförderungsmöglichkeiten nach Amelinghausen mehr zur Verfügung. So war es gut, zuvor im Salzquartier Hostel Lüneburg gleich am Bahnhof ein Einzelzimmer zu reservieren.

Mein Doppelzimmer zur Alleinbenutzung verfügte über eine schöne Leselampe, Steckdose für Smartphone am Bett und ein Waschbecken. Viel Stauraum und Kofferablage. Die Duschbäder mit Toiletten waren gegenüber vom Zimmer. Alles sehr sauber.

Ein Stock tiefer erwartete mich am Sonntagmorgen die sehr gemütlich eingerichtete Wohnküche. Kaffee konnte ich mir selbst kochen.

Während ich genüßlich meinen Kaffee trank, checkte ich kurz E-Mails, versorgte Twitter und Instagram mit ein paar Bildern und genoß die Ruhe.

Das WLAN war in jedem Stockwerk sehr stabil und zuverlässig.

Lohnenswert ist auch der Blick von der Dachterrasse zum Bahnhof Lüneburg.

Nachdem sich die Gewitterwolken und der Regen verzog, blickte ich kurz zum Himmel und die Wolkenlücken lockten mich ins Freie. Mir fiel noch einmal im Eingangsbereich des Hostel Lüneburg die wunderschöne Landkarte von Lüneburg auf.

Brötchen ums Eck

Auf meinem Weg zum Platz „Am Sande“ lag gleich rechterhand eine Bäckerei. Mit einem kleinen Brötchen in der Hand saß ich in der Sonne und beobachtete das Treiben am Morgen.

Der „Sande“ am Sonntagvormittag, ruhig und zu jeder Jahres- und Tageszeit fotogen.

Schon lange wollte ich die Wegstrecke von Lüneburg nach Amelinghausen zu Fuß zurücklegen. Im Januar diesen Jahres lief ich ein Teilstück, von Oerzen nach Amelinghausen (etwa die Hälfte mit ca. 11 km).

Ich startete einfach mal, ohne zu wissen, ob ich tatsächlich den gesamten Wegverlauf gehen werde. Zur Not konnte ich immer noch in den Bus einsteigen und nach Hause fahren.

Vom „Sande“ zum Garbers-Center nach Rettmer

Ich musste mich entscheiden: ‚Besorge ich mir noch Wasser zum Trinken für die restliche Wegstrecke oder fahre ich mit dem Bus weiter‘. Denn das Wetter wurde angenehm warm, die Sonne lachte herrlich vom Himmel und ich brauchte dringend etwas zum Trinken.

So ging ich gedanklich die Strecke im Voraus ab und erinnerte mich, dass es in Rettmer auf der linken Seite stadtauswärts einen Hofladen gab.

Hofladen Hartmann – Ein Zuhause für glückliche Hühner

Als ich davor stand, war ich unsicher. Darf man Sonntag Vormittag überhaupt auf den Hof, gab es Hunde, die eventuell gleich ums Eck kamen und hatte der Laden jetzt offen?

Ich las ein Schild mit der Aufschrift „Selbstbedienung“.

Ganz mutig ging ich langsam hin und sah in dem Laden sogar Licht. Als ich eintrat, begegnete mir die Besitzerin. Ich fragte bezüglich meines Anliegens und sie half mir sehr freundlich weiter. Ich blickte mich im Verkaufsraum um und sah einen leckeren Apfel. Genau das Richtige! Schon steckte ich eine Münze in den Schlitz der Kasse, nahm den rotbackigen Apfel und schrieb es auf den Zettel auf.

Der Hofladen der Familie Hartmann hat täglich von 6 – 22 Uhr geöffnet und hatte erst vor kurzem Besuch der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

Ich war sehr froh, dass man mir so gut weitergeholfen hatte. Sicher werde ich in Kürze mit dem E-Bike vorbeifahren und mir frische Eier und Kartoffeln besorgen. Denn dieses Engagement für regionale Produkte unterstütze ich sehr gerne, zumal schmecken Eier von glücklichen Hühnern immer fein!

 

Nach Rettmer wechselte die Landschaft in weite Wiesen, Felder und Kiefernwälder. Die Luft war angenehm frisch und der Wind sorgte für eine leichte Abkühlung. 

Ich ging in meinem guten Tempo und dachte zur Ablenkung nach Oerzen vor Drögennindorf an das Märchen „Momo“. Denn vor dem Heidedorf kam immer eine sehr lange gerade Straße.

„Wenn du eine lange Straße vor dir hast, mach einen Besenstrich, einen Atemzug und einen Schritt“, so die Worte aus dem Märchen von Michael Ende. Und so schaffte ich diese ewiglange Straße hervorragend.

Auch wenn der Rad-/Wanderweg auf dem ich ging, direkt neben der B209 lag und diese gut befahren war, nutzte ich mit meinem Trolley und dem Rucksack lieber diesen geteerten Weg. Der Trolley kippte nur selten und hielt den ganzen Weg gut durch 🙂

In Drögennindorf setzte ich mich das erste Mal auf eine schmale Holzbank kurz nach der Bushaltestelle und trank die letzten Schlucke Kaffee aus meiner Thermoskanne. Ich wußte, nach Drögennindorf sind es „nur“ noch 7 km und der Weg läuft leicht bergab. Also alles gute Voraussetzungen und ich malte mir mein Ziel – den Lopausee – bildlich aus. Vielleicht können die Füße vom Bootssteg aus sogar das Wasser berühren!

Voller Freude über diesen wunderschönen Tag und den gelungenen Abschluss nach einer interessanten Woche mit Terminen in Süddeutschland und der Schweiz kam ich nach gut vier Stunden Wanderung am Lopausee in Amelinghausen an.

Entweder sind meine Füße zu kurz, oder der Wasserstand ist zu niedrig. Auch wenn die Füße nicht ins kühle Naß konnten, waren sie froh über luftiges Baumeln in der Sonne 🙂

 

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens.

Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand.

Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de – freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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