Klar und empathisch mit Körper und Sprache kommunizieren

Klar und empathisch mit Körper und Sprache kommunizieren

Eins von vielen unvergesslichen und schönen Erlebnissen im Online-Business ist, sich im Real Life persönlich zu begegnen, gemeinsam zu lachen und sich in die Augen zu sehen.

So geschah es wieder einmal.

Nach der erfolgreichen und sehr angenehmen Zusammenarbeit mit Renata B. Vogelsang und ihrem Online-Kongress, „Kommunikation im Fluss – in Partnerschaft und Familie“, lud sie mich zum Intensiv-Training nach Baden (nahe Zürich) ein.

Was war ich auch Tage zuvor schon aufgeregt und nervös … Ein Intensiv-Training impliziert mir, es geht ans Eingemachte. War ich dazu bereit, meine blinden Flecken, meine Interpretationen und Glaubenssätze anzusehen und zu hinterfragen?

Ja, ich wollte mich dem Thema stellen, denn ich wusste, zum einen ist es mit einigen Hilfsmitteln möglich „anders“ zu kommunizieren, zum anderen kannte ich Renata aus vielen Skype-Gesprächen und vertraute ihrer langjährigen Erfahrung.

Bis zu 95 % läuft unsere Kommunikation unbewusst ab

Und so ging es dann auch schon los. Erster Tag.Turm in Baden - klar kommunizieren lernen in Baden

Im Kreise von freundlich zugewandten Menschen aus der Schweiz kamen wir recht schnell nach dem Einstieg zur Aufgabe, all unsere bisherigen Wertvorstellungen aufzunotieren. Also die Sätze, die uns von Kindesbeinen an bis heute getragen haben. Meine Kärtchen füllten sich recht rasch. Ich schaltete ein Teil des Denkens aus und überließ meinem Stift die Führung. Damit ich es mir auch wirklich gut vor Augen halten konnte, durfte man die Karten auf ein großes Flipchart-Blatt aufkleben.

So da hingen sie also. All meine Gedanken. Ein Teil zumindest. Denn einiges lag doch weiter tief verschüttet, wie ich erst in der Austauschrunde mitbekam. Aber ich konnte ja jederzeit ergänzen, wenn ich wollte.

Nach einer sehr wertvollen Austausch- und Fragerunde war erstmal Pause.

Das brauchte ich auch. Denn bei all dem angenehmen Schweizer Dialekt hatte ich nicht geahnt, wie schwierig es tatsächlich ist, zu folgen.

Doch war genau das bereits zu Beginn eine wichtige „Verhandlung“ zwischen Renata und mir, „ich (darf) soll es sagen, wenn es zu schwierig wird zu verstehen“. Bedeutet einesteils, ich gebe der Kursleiterin die gewünschte Sicherheit und das Vertrauen, dass ich offen und mutig mein Bedürfnis äußere. Für mich hieß es, mir es wert zu sein, mein Bedürfnis auszusprechen.

Die Pause war in Baden sehr kurzweilig. Ich liebe ja die typisch schweizerischen Häuserfassaden genauso sehr, wie in der Lüneburger Heide die reetgedeckten Gehöfte. So trat ein Lieblingsmotiv nach dem anderen vor die Fotolinse meines Smartphones. Dank dem Tipp von Renata entdeckte ich auch das „Thermalbänkli“. Eine belebende und wohltuende Pause für die Füße. Das Wasser ist angenehm temperiert und es kribbelt sogar in den Füßen. Es war ein beliebter Treffpunkt. Ist auch herrlich gelegen, gleich neben der Limmat.

Pause während des Intensivtrainings in Baden auf dem Thermalbänkli

Nach der Pause begannen wir mit der „Innenwelt“ zu üben. Sprich, den ersten Teil des Y-Systems nahmen wir unter die Lupe und gingen rasch über in den praktischen Teil.

Kurze Erklärung: Das Y-System ist so aufgebaut, dass es zwei Teile beinhaltet. Die Innenwelt und die Außenwelt. In der Innenwelt geht es um die eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche und Bitten. Erst wenn dieser Teil geklärt ist, geht es an die Außenwelt. Sprich vom „ich“ zum „du“. Dabei geht es darum, vom anderen „seine Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse und seine Bitte“ empathisch wahrzunehmen. Und danach dem Gegenüber „meine Beobachtung, meine Gefühle, Bedürfnisse und Bitte (Wunsch) ihm gegenüber“ zu äußern.

Es ging in der Innenwelt im Einzelnen darum, die folgenden sechs Schritte zu erforschen,

  • „Wutmännchen“ – welche Interpretationen habe ich (und es ist gut, auch mal auf diesem „rumzutoben“)
  • Körpergefühl – wie fühlt es sich im Körper an
  • Situationsbeschreibung – was sehe und was höre ich, wertneutral zu beschreiben
  • Gefühl – wie fühle ich mich
  • Bedürfnis – was ist mein Bedürfnis
  • Wunsch / Bitte – was ist mein Wunsch / meine Bitte an mich

Nach Marshall B. Rosenberg ging es in seiner Variante der Gewaltfreien Kommunikation lediglich um die vier Schritte „wertfreie Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte“. Aber aufgrund der langjährigen Erfahrung von Renata war es wichtig, erstmal in der Innenwelt die Prägungen festzustellen und dem Körpergefühl nachzuspüren.

Erkenntnis des Tages: Ich bin mit meinen Glaubenssätzen, Prägungen und Einstellungen nicht alleine. Mein „Rucksack“ mit Zielsätzen ist reichlich gefüllt. Den Inhalt darf ich auspacken, mutig und vertrauensvoll ansehen. Dabei unterstützt mich mein Körper, denn er zeigt mir ja immer, wenn ich wütend, verärgert, traurig oder ängstlich werde.

Mitten in Baden an der Limmat

Tag 2 – Üben, üben, üben

Anhand einiger mitgebrachter Beispiele ging es am zweiten Tag ans Üben. Renata stand immer bei Fragen oder in kniffligen Situationen als kompetenter Coach zur Seite.

Über die Kursdokumentation erhielt ich zusätzliche Hilfestellungen, Zuspruch und Motivation, in künftigen schwierigen Gesprächssituationen zum einen bei mir zu bleiben, eine Verbindung zum Gegenüber herzustellen und andererseits Tipps, wenn es im momentanen Fall sich nicht sofort klären lässt, es auszusprechen und um Aufschub zu bitten.

Ein weiterer Aspekt war, den ich aus einem anderen Blickwinkel vor vielen Jahren bereits für mich als hilfreich fand, in seiner eigenen Autonomie zu bleiben, aber dennoch mit Anderen verbunden zu sein.

So gingen für mich die zwei „Schnuppertage“ des Intensiv-Kurses zu Ende. Gut gefüllt mit Input und Hilfestellungen. Unterstützend war die großartige Gruppe und die einfühlsame Kursleitung durch Renata B. Vogelsang.

Mit bestem Dank an Alle verabschiedete ich mich nach diesen zwei Tagen. Ich hatte aufgrund anderer Termine in der Schweiz und meiner Rückreise nach Deutschland die vier Intensiv-Tage auf die Hälfte gekürzt, doch nahm ich für mich einen wertvoll gepackten Rucksack mit Kommunikationsinput nach Hause.

Mehr Infos:

Intensiv-Training „Klar und empathisch kommunizieren“ (entscheidest du dich zu einem Kurs bei Renata, bitte gib Renata Bescheid, dass du über diese Seite auf den Kommunikations-Kurs aufmerksam wurdest. Dafür erhalte ich eine kleine Provision)

Kongresspaket des Online-Kommunikationskongress von Renata B. Vogelsang (Affiliatelink, das bedeutet, der Kauf des Kongresspaketes bleibt für dich preisgleich. Dein Kauf ermöglicht mir zu einem kleinen Teil den Unterhalt des Blogs zu finanzieren. Danke für deine Unterstützung!)

Brücke in Baden über die Limmat

Es war sehr beruhigend, dass die Limmat immer wieder an verschiedenen Stellen zu sehen, zu hören und zu riechen war.

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

There are 2 comments for this article
  1. Renata B. Vogelsang at 11:55

    Eine wunderbar genaue Beschreibung der Prozesse im Intensivtraining, Kerstin! Herzlichen Dank auch für die Fotos der Stadt Baden. Wie schön, das alles mal „von aussen“ zu betrachten und zu schätzen!

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