Wildpark Lüneburger Heide mit Vortrag von Wolfsexpertin Tanja Askani „Faszination Wolf“

Wildpark Lüneburger Heide mit Vortrag von Wolfsexpertin Tanja Askani „Faszination Wolf“

Der Wildpark Lüneburger Heide liegt knapp 30 km von der Hansestadt Lüneburg entfernt. Er besticht durch sein sauberes und landschaftlich reizvolles Gelände. Jedes Gehege wurde artspezifisch angelegt und sorgsam kümmern sich Tierpfleger um das Wohl ihrer Schützlinge.

Aus der Samtgemeinde Amelinghausen kommend war es eine abwechslungsreiche und schöne E-Bike-Tour über Oldendorf/Luhe, Salzhausen und am Wildpark angrenzenden Schäferdorf vorbei. Dort kannst du gleich in direkter Nähe vom Wildpark Lüneburger Heide übernachten.

Mein Tacho zeigte rund 20 km für die einfache Strecke an. Bei schönstem Herbstwetter und blauem Himmel startete ich meine Tour durch den Wildpark Lüneburger Heide.

Nachdem ich die ersten Stationen auf meiner Wildpark-Tour passierte, war mir klar, hinter dem Konzept des Wildpark Lüneburger Heide steckt mehr als „nur“ ein „Garten mit Tieren in Gehegen“, um es mal platt auszudrücken. Sinneswahrnehmung, Schulung und Weiterbildung auf verschiedenen Ebenen (mit Spiel und Spaß das Wissen vermitteln), den achtsamen Umgang mit Natur und Tier fördern, das sind einige Kernpunkte wie ich es im Park erleben durfte.

weitläufig, begrüntes Tiergehege

Weitläufig begrünt mit Wasserstellen, so sieht das Gehege des sibirischen Tigers aus. Artgerecht fügen sich die weiteren Gehege harmonisch in die Landschaft der Lüneburger Heide.

Achtsam, einfühlend und sorgsam versorgten die Tierpfleger die Tiere, achteten auf Sauberkeit am Weg, in den Tiergehegen, den vielen Toilettenhäuschen und den Handdesinfektionsstationen.

An der Elchlodge, am Grillhus zum Hirsch’n, beim „Das Kaffeehus“ oder dem Crepes-Stand können Besucherinnen und Besucher gemütlich Platz nehmen für eine leckere Brotzeit, Kaffee & Kuchen oder andere kulinarische Köstlichkeiten. So geht’s frisch gestärkt weiter beim Wildpark-Besuch!

An vielen Wegpunkten blieb ich stehen und sah mir die Tiere an, nahm Augenkontakt auf und fragte mich, wie sie sich fühlen. Aufgrund des großen Areals wurde gründlich geplant und organisiert, um den Tieren eine gute Heimat und Bleibe zu schaffen. Wie sie sich möglicherweise fühlen, dazu habe ich ihre Sprache unterhalb der folgenden Bilder versucht zu übersetzen. 🙂

Warum ein Besuch im Wildpark Lüneburger Heide?

Vor knapp zwei Jahren, als ich noch in Süddeutschland wohnte, beschäftigte ich mich intensiv mit der Lüneburger Heide und auch dem Wildpark Lüneburger Heide. Damals entdeckte ich neben dem Wildpark auch die Arbeit der Wolfsexpertin, Fotografin und „Wolfsmutter“ Tanja Askani. In Süddeutschland war mir der Nationalpark Bayerischer Wald vertraut, in dem auch Wölfe zu Hause sind.

Doch erst im Sommer 2016 wurde mir durch die bevorstehenden Wahlen plötzlich ein anderes Wolfs-Bewusstsein „auferlegt“. Durch Medien wurde der Wolf für mich präsenter und das in einer Form, die ich so nicht akzeptieren konnte, als gefährliches Wesen. Denn ich bin gerne alleine unterwegs, auch mal spätabends in der Dämmerung mit Bike und zu Fuß. Die damaligen Aussagen förderten nur Ängste. Ich suchte nach Personen, die sich wirklich mit dem Wolf auskennen, um mir ein „neues“ Bild zu machen. Zum einen hatte ich am Erlebnistag am Kronsberg, anlässlich der Heideblütenfestwoche in Amelinghausen, mit dem Leiter und Jäger aus der Region ein sehr informatives Gespräch geführt.

Begegnung Wolf und Mensch

Doch als ich im Wildpark Lüneburger Heide verweilte, wollte ich unbedingt den Wölfen und „der Frau, die mit den Wölfen lebt“ begegnen. Dass ich tatsächlich die Wolfsexpertin Tanja Askani traf, war eine große Freude. Ich konnte nicht glauben, dass sie sieben Tage die Woche den Vortrag „Faszination Wolf“ hielt. Daneben sich um verletzte Tiere und Findlinge kümmert, wunderschöne Aufnahmen der Tiere erstellt, ihren neu erschienen Foto-/Wolfskalender 2018 vermarktet und sicher viele weitere Aufgaben erfüllt.

Ich vermutete, an einem Montag wird eventuell eine Vertretung kommen. Aber nein. Und es war ein sehr berührender Moment, innerlich liefen Tränen der Rührung, wenn man Zeuge von dieser Begegnung sein darf. Wie Mensch und Tier sich begegnen und „kommunizieren“. Ein weiteres rührendes Highlight war, wie die vier Grauwolf-„Jungs“, mit Namen Kolja, Vasja, Petja und Mischa, sich an ihre Seite schmiegten.

(Kleine Anmerkung zu den Fotos: Gerade am Wolfsgehege, sowie an manch anderen Gehegen, fotografierte ich durch eine Scheibe, so kann man an einigen Stellen Spiegelungen, helle Stellen oder etwas Verschwommenes entdecken. Mindert aber nie die Stimmung …)

gemeinsam mit Wolf hält Wolfsexpertin ihren Vortrag

Die Wolfsexpertin und Fotografin Tanja Askani bei ihrem Vortrag

Polarwolf

Mit dieser Polarwölfin Nitika hatte ich eine besondere erste Begegnung, als ich genau vor ihr stand, sie schaute mich so klar, verständlich und vertrauensvoll an, irgendwie auch ermutigend, als meinte sie, „hab keine Angst“ …

Sehnsüchtigst wartete man …

wartende Wölfe auf ihre Pflegemutter

… „wann kommt Mama?“

weißer Wolf im Wildpark Lüneburger Heide

Verträumt und entspannt lag Nitika da …

junger Wolf im Wolfsgehege bei kleiner Siesta

Vor-sich-hindösen-können-macht-Spaß …

Wolfsblick in Richtung seiner Pflegemutter

Sanftmütig und doch wachsam …

streichelnde Wölfe

Während des Vortrages genießen die Wölfe die Vertrautheit zu ihrer Pflegemutter, eine Begegnung auf gleicher „Augenhöhe“ ohne Dominanz.

weißes Wolf beim Gähnen

„Gähnen, muss auch mal sein“ …

kleiner Wolfsjunge

„Hach, das war schön und etwas anstrengend, so viel toben und spielen, jetzt ein Päuschen“ …. 🙂

im weitläufigen Gehege

„Jetzt gucken sie alle zu mir, gell, ich bin schön und brav!“

Siesta bei den Wölfen

Zeit für Siesta in der wärmenden Herbstsonne, nur ein wohliges Schnaufen war hörbar.

Der Wolf, besser gesagt, das Krafttier Wolf, war für mich in den vergangenen Jahren ein „Begleiter“, auch wenn ich ihm nie in freier Wildbahn begegnete. Dass ich das vielleicht einmal erleben darf, ist noch ein großer Wunsch.

Putzige Gesellen mitten im „Tundra-Paradies“

Vor und nach dieser „Wolfsbegegnung“ hatte ich natürlich auch viele andere hübsche Tiergenossen gesehen auf meinem Rundgang durch den Wildpark. Am Weg waren Sinnesstationen, Spielplätze und Rastplätze aufgebaut.

Menschen mit Vierbeiner an der Leine sind im Park willkommen. Sie bekommen sogar eine „Extra-Loge“ bei der Greifvogel-Vorführung. Lass dich überraschen 🙂

Nun kommen viele Impressionen mit witzigen Statements der Tiere, was sie mir so zuflüsterten!

Tiere im Wildpark

„Huch, hier kommt jemand!“

kleine Elchkuh

„Schmeckt einfach gut hier im Wildpark Lüneburger Heide“ …
die viermonatige Elchkuh genießt die frischen Blätter

unter Rotlicht geschlüpfte kleine Küken

Blick in die Kinderstube

Braunbär

„Huhu, weißt du, dass es extra Tierfutter für mich gibt, kannst du da am Automaten kaufen“ …

braunes Zotteltier

Ein zotteligeres Zotteltier stand links von dem Kleinen, vermutlich sieht’s in ein paar Jahren auch so aus, „ich bin nunmal das hübscheste Zotteltier des Wildparks, weißt du!“ (Ja, jetzt ist mir das natürlich bewusst 🙂 )

Waschbär

„In der Morgensonne ist’s schön, Runden zu drehen …“

schwarz-weiße Ziegen

Die Walliser Ziegen beobachteten die Tierpfleger aufmerksam, die eben ins Gehege kamen – „was macht ihr hier? was zu fressen da?“

Tiere im weitläufigen Gehege

Ruhig und gelassen alles überblicken …

Steinböcke im Wildpark

Steinböcke im felsigen Gehege

trinkende Rehkitz

„Wir haben Durst, das ist so aufregend mit all den Besuchern ….“

höchste Erhebung im Wildpark auf 110 m

An der höchsten Erhebung, der „Schönen Aussicht“ vom „Drei-Ahnen-Berg“, sah man weit hinaus auf die umliegenden Wälder.

Baby-Schnuller am Strauch

Ich traute meinen Augen nicht, als ich kurz vor dem Ausgang einen „Schnuller-Strauch“ sah 🙂

kleine Ziege nummeriert am Ohr

„Schau, ich bin die Nummer so und so viel, kannst du zählen?“

Rehkitz bei kleiner Siesta

Ein kleines Dammwildkalb wollte einfach mal seine Ruhe haben …. war schon so viel los an diesem Tag.

braunes und weißes Lama

Die Alpakas standen in einem weiten großen Gehege mit vielen anderen Tieren.

Vogelstrauß überblickt alles

„Ich seh alles und hab alles im Blick …“

kleine Erdmännchen

„Hmmm, mir schmeckt’s, dir auch?“

Hirschgeweih

„Guckst du mir jetzt also auf mein Geweih, ja?“

kleines Rehkitz

„Wie seh ich aus? Gut so?“

kleine Ziege beim Betteln nach Futter

„Hast du noch was für mich?“

Tiger auf seinem Rundgang durchs Gehege

„Hmmm, hat geschmeckt …“

Reh frisst aus Menschenhand

Berührt, von dieser Begegnung zwischen Mensch und Tier …

braunes Reh zwischen einem Baum durchfotografiert

„Huch, du guckst mich an!“

Frettchen vor seinem Sprung

Ein Frettchen beim Lauf durch sein Revier erwischt.

kleines Erdmännchenrudel

„Ja, ich mag Sonne!“

4-Brückenweg um Ententeich

Am 4-Brückenweg

kleine bis große Enten / Hühner

Nachwuchs in verschiedenen Größen

ein kleines Elchkalb

„Hmmm, es duftet so gut hier im Wildpark Lüneburger Heide!“

gefährdete Tierrasse, sibirischer Tiger

Der sibirische Tiger genoss seine Siesta in der Sonne. Da hörte ich nur ein tiefes zufriedenes Seufzen, „lass mich schlafen …“ – na klar 🙂

kleines Rehkitz

„Bin etwas scheu, mag dich aber.“

Braunbär wartet auf die Besucher

„Gibt’s bald wieder ein Futter-Häppchen von oben?“

Adler auf seiner Warte sitzend

„Ich bin größer als du“ 🙂

Braunbär wartet auf Futter

Gerade beim Auffangen von Futter erwischt – „ich kann das, bin geübt! Schmatz, schmatz …“

ein Gepard

„Keep cool, mich bringt nix aus der Ruhe“

Tiere blickten auf mich, weil Tierpfleger an mir vorbei fuhren

„Hallo du!“ 🙂

mit E-Bike vom Wildpark Lüneburger Heide zurück nach Amelinghausen

Auf der Rückfahrt hielt ich noch kurz für meinen obligatorischen letzten Schluck Kaffee in Oldendorf/Luhe. Die Sonne schien einfach prächtig!

Kleiner Tipp für Rollis:

Ich sah Menschen mit einem Rollstuhl. An manchen Stellen könnte ich es mir allerdings etwas beschwerlich vorstellen, denn auf der Parkrunde kann man auch den dritthöchsten Punkt der Lüneburger Heide auf 110 m Höhe „erklimmen“. Im Vorfeld würde ich hier anraten, einfach mal beim Wildpark Lüneburger Heide durchzuklingeln, das freundliche Personal hat sicher einen guten Tipp parat.

Kontakt:

Wildpark Lüneburger Heide Tietz KG
Wildpark 1
21271 Nindorf-Hanstedt
Telefon 04184 89390 | E-Mail info@wild-park.de | Web wild-park.de

Zum Abschluss möchte ich dir noch einen kleinen Einblick nach meinem Besuch im Wildpark schenken. Anstatt mich sofort auf die Bildbearbeitung und den Blogbeitrag zu stürzen, war ich zu Hause nochmal überwältigt von den Wolfsbegegnungen. Da realisierte ich erneut, mit welcher Herzwärme man als Wolfsmutter und Tierpfleger den Tieren ein neues Leben schenkt. Natürlich nicht in einer Freiheit, wie der ursprünglichen Heimat der Tiere. Doch die Tiere erfüllen im Wildpark Lüneburger Heide den Sinn, den Besuchern, ob Klein oder Groß, die Schönheit und Einzigartigkeit von jedem Tier bewusst zu machen. Sie streicheln und füttern zu dürfen, ist besonders für Kinder wichtig. (Anmerkung: An jedem Gehege ist ein Schild angebracht mit Hinweisen, ob man dieses Tier mit dem parkeigenen Futter füttern darf oder nicht. Manches Tier piekst auch mal, also hier möchte ich den Tipp weitergeben, erstmal am Tiergehege lesen, was das Tier nun mag.)

So zappte ich spätabends zwischen den Videos vom YouTube-Kanal von Tanja Askani zu den vielen unzähligen Auftritten in den Medien (diese Liste ist lang), hinüber wieder zur Website des Wildparks, um dort die Infos zu den vier Grauwolf-Welpen mit ihrer weißen Polarwölfin Nitika zu lesen. Interessant sind auch die einzelnen Beschreibungen zu jedem Wolf. Und so vergingen einige Stunden bis tief in die Nacht hinein …

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an den Wildpark Lüneburger Heide und an Tanja Askani, sie hat mir die Augen geöffnet, wie wunderbare Begegnungen zwischen Wölfen und Menschen geschehen können! Ich komme sicher wieder in den Wildpark Lüneburger Heide.

(Dieser Blogbeitrag spiegelte meinen persönlichen Eindruck wider. Vom Wildpark Lüneburger Heide bekam ich die Erlaubnis, die Bilder auf dem Blog und über meine Profile in Sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Danke dafür, und danke für den einmaligen kostenfreien Eintritt im Rahmen dieses Blogbeitrages.)

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

There are 2 comments for this article
  1. verena at 18:49

    hallo
    bin durch unsere Fanseite Wildpark Lüneburger Heide hier her gestossen und finde deinen Beitrag zu diesen tollen Tierpark klasse. Wir sind auch sehr gerne dort und es gibt dort viele nette Wolfsverrückte 🙂
    Lg Verena

    • Kerstin Author at 21:53

      Vielen lieben Dank, liebe Verena, für deine Worte!
      Finde das großartig, dass es die Gruppe „Fanseite Wildpark Lüneburger Heide“ gibt und ich schätze die Arbeit der Menschen im Wildpark sehr.
      Ganz liebe Grüße zu dir!
      Herzlich
      Kerstin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.