Sülfmeistertage in Lüneburg – Blick hinter die Kulissen des Festumzuges

Sülfmeistertage in Lüneburg – Blick hinter die Kulissen des Festumzuges

Anlässlich der Sülfmeistertage war es eine schöne Gelegenheit, am Sonntag einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Mit dem kostenfreien Fahrrad-Bus, dem „Heide-Shuttle“, fuhr ich mittags von Amelinghausen nach Lüneburg. Eine landschaftlich reizvolle Strecke, über das Heidedorf Oldendorf/Luhe, an Windrädern bei Südergellersen vorbei, durch Reppenstedt direkt zum ZOB Lüneburg. Von hier hat man ideale Bus- und Zugverbindungen in die Region oder bundesweit.

Im September besuchte ich im Teutoburger Wald ebenfalls eine Salzstadt: Das Staatsbad Salzuflen. Dort begann man mit der Salzgewinnung im Jahr 1000, wie mir meine Stadtführerin erzählte.

Salz, Sülfmeister und Salzgewinnung

Das „weiße Gold“ machte Lüneburg im Mittelalter zur wohlhabenden Salzstadt.

Entdeckt wurde die Salzquelle um 800. Ab dem 12. Jahrhundert begann man mit der Salzgewinnung. Der Begriff Sülfmeister bezeichnete die Pächter von Siedepfannen, jedoch erst, wenn man mindestens vier Siedepfannen sein Eigentum nennen konnte.

Die Sülfmeistertage wurden im Jahr 1472 zum ersten Mal gefeiert. Ab 2003 ließ man in Lüneburg die Sülfmeistertage wieder aufleben. 2017 trug die Stadt zum 15. Mal das Spektakel aus.

Schon 2003, 2009 und 2017 gewann das Team der Salztherme Lüneburg (SaLü) die Wettkämpfe. Dabei müssen Geschicklichkeitsspiele und Wettkämpfe gemeistert werden. Entscheidend ist auch, welches Team am schnellsten die „Kope“ – ein Holzfass – über den Platz „Am Sande“ rollt.

Hübsche Zierfassaden an Giebel der Häuser Lüneburgs

Da ich sehr zeitig in Lüneburg war, schlenderte ich gemütlich mit meiner Kamera durch die schmalen, aber wunderhübschen Gassen Lüneburgs.

Häuserfassaden in der Altstadt Lüneburgs

St. Michaelis Kirche Lüneburg

St. Johanniskirche Am Sande Lüneburg

Übrigens: Die folgende Straße „Auf dem Meere“ besuchte ich bei meinem allerersten Besuch von Lüneburg im Rahmen eines kurzen Wochenendes im August 2015. Ich kann mich noch gut an diesen Tag erinnern, als ich mit einer Freundin vormittags Lüneburg kennenlernte und wir nachmittags durch die Lüneburger Heide, zum Lopausee nach Amelinghausen und über Bispingen wieder zurück in die Nähe von Lüneburg fuhren. Dieser Tag beeinflusste meine Entscheidung, aus Süddeutschland in die Lüneburger Heide zu ziehen.

Das markante Gebäude des Rathauses Lüneburg steht am Marktplatz und ist für (fast) jeden Besucher der Stadt ein Fotomotiv. Der außergewöhnliche Bau prägt das Stadtbild und ein Glockenspiel ertönt vom Dach (morgens um 8 Uhr, zur Mittagszeit um 12 Uhr und abends 18 Uhr).

Rathausgebäude am Marktplatz

Links neben dem Rathaus befindet sich gleich die Tourist-Info der Stadt. Davor steht ein Modell der Hansestadt Lüneburg. Das „Mini-Lüneburg“ wurde auch speziell für Menschen mit Sehschwäche als „Stadt zum Anfassen und Begreifen“ gebaut und steht seit 2006 nun neben dem Rathaus. Die Stadt und die Leuphana Universität Lüneburg setzen sich sehr für eine Barrierefreiheit ein.

Aufstellung des Festumzuges an Sülzwiesen Lüneburg

Als ich zu den Sülzwiesen kam, entdeckte ich gleich bekannte Gesichter: Vertreter des Heideblütenfest Amelinghausen e. V., die Heidekönigin Anika und ihre Hofdamen.

Heidekönigin mit ihren Hofdamen

Zum ersten Mal sah ich den Festwagen der Heidekönigin aus Wittorf.

Heide, Heide, Heide, …

Angeführt wurde der Festumzug von einer Kutsche mit der „Kope“, dem Holzfass. Rechts im Bild hatte ich überraschenderweise den Sülfmeister 2017, Arne I., getroffen. Zugegeben, ich sah es tatsächlich erst zu Hause beim Sichten der Fotos.

das Kopefass

Der Gewinner-Festwagen der Salztherme Lüneburg.

Der Festumzug startete nach 15 Uhr und zählt in der Region zu einem der längsten. Da die Zeit etwas drängte ging ich durch die Stadt an der Johanniskirche vorbei. An dem Tag schien die Sonne so einmalig schön vom Himmel, das zauberte so herrliche Fotomotive.

Oktoberwochenende Sülfmeistertage

Für einen Moment nahm ich an den Stufen der Kirchenseite Platz. Als ich saß entdeckte ich zum ersten Mal, dass der Wasserturm zum Greifen nah vor mir stand.

So schnappte ich mir noch mein Teleobjektiv, dafür musste die Zeit reichen. Happy über diese Aufnahme saß ich dann zu Hause vor dem Laptop, als ich die Fotos sichtete und bearbeitete.

Für Interessierte am Deutschen Salzmuseum in Lüneburg einige Fakten:

Die mehr als 1000-jährige Saline kann heute über das Deutsche Salzmuseum ganzjährig besucht werden. Zudem finden regelmäßige Sonderausstellungen, Aktionen und Veranstaltungen statt. 

Die Museumsanlage beherbergt das Siede- und Brunnenhaus, Pumpgestänge, eine Hütte für das Schausieden, einen Eselstall, Solebehälter, Wallreste und vieles mehr. Kindgerecht aufbereitet ist das Salzmuseum ein schönes Erlebnis für die ganze Familie. Das Gradierwerk befindet sich nahe der Salztherme Lüneburg im Kurpark.

 

Kontakt:

Deutsches Salzmuseum - Industriedenkmal Saline Lüneburg

Sülfmeisterstraße 1

21335 Lüneburg

Telefon: 04131-720 65 13
E-Mail: info@salzmuseum.de

Meine Empfehlung: Den Kauf der Kombikarte Deutsches Salzmuseum mit dem Wasserturm (im April 2016 kostete das Kombiticket 7 € pro Erwachsenen, damit besuchte ich das Salzmuseum und den Wasserturm).

 

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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