Fahrradsattel Test – optimal Sitzen auf EBike

Fahrradsattel Test – optimal Sitzen auf EBike

Da fing es plötzlich an zu zwicken …

Was war passiert

Vor Weihnachten tourte ich mit dem E-Bike am Freitag Nachmittag auf einer gemütlichen Tour nach Salzhausen, gesamt kommen da etwa 25 km zusammen. Flott ging es vorwärts, alles prima.

Tag später, der 3. Adventssamstag, hatte ich den Weihnachtsmarkt Lüneburg am Stint im Auge, er war auch wirklich schön. Ein kurzer Stopp für einen Punsch, mit Blick auf die Wolken, drehte ich bald wieder heimwärts in die Pedale. So eine Tour liegt meist bei 44 km. Lässt sich prima abradeln, immer geradeaus und die letzten Kilometer nach Hause geht’s in flottem Tempo leicht bergab, oder wie will man hier in der Lüneburger Heide zu leichten Steigungen sonst sagen? 🙂

Bei etwa 1 bis 2 Grad wurden die Beine und die Mitte auf den letzten Kilometern etwas kühl.

Nach warmer Dusche zu Hause, war Wärmflasche und Decke angesagt, damit ich wieder richtig warm wurde.

Einige Tage hielt ein Spannungsgefühl an, dass ich an eine Blasenentzündung dachte, oder lag es tiefer? Mit einer Freundin geskypt und da war ein neuer Gedanke, mal den Sitzknochen genau vermessen lassen und einen neuen Sattel testen. Das stimmte. Beim Kauf des E-Bikes dachte ich, erstmal rauf und sehen wie es läuft. Und siehe da, über 1200 km machte der Sattel „Concept Trekking“ keine Zicken. Er sieht wunderbar und wie neu aus. Aber meinen „mittleren Bereich“ hat es irgendwie erwischt. Künftig mehr auf den Dammbereich, das Steissbein und den Schambeinbogen achten.

Fahrradsattel Concept Trekking

Der Concept Trekking Fahrradsattel enthält ebenfalls eine mittige Einsparung, ist allerdings nicht so hart wie der SQ lab Fahrrad Sattel. Hart sollte er bei längeren Touren sein, so die Infos auf der Website von SQ lab.

Concept Trekking Fahrradsattel

Nach Weihnachten fuhr ich zum Fahrradhändler östlich von Lüneburg.

Hinzu die 22 km lief alles gut.

Die Sitzknochenmessung ergab eine Breite von 12 cm, und bei einem dort empfohlenen SQ lab Fahrradsattel nochmal 3 cm für die Sitzneigung hinzurechnen, dann waren es 15 cm Breite. Wobei ich eher sportlich auf dem Elektrobike sitze, da rechne ich zwischen 14 und 15 cm Breite.

SQ lab Fahrradsattel auf Probe

Dort gab man mir den SQ lab 603 soft in die Hand. Besser gesagt, es war schön, dass man den Sattel gleich tauschte und ich ihn testen konnte. Auf ein paar Meter kann man selbstverständlich nichts konkretes dazu sagen. Also erstmal bezahlt und ab nach Hause.

Schon nach einigen hundert Metern hätte ich liebend gerne meinen Imbus Schlüssel zur Hand gehabt, um die Neigung zu verändern. Die Spitze mehr nach oben. Ja, ich sagte dem Verkäufer, lieber ein wenig nach unten. Aber ich rutschte ziemlich nach vorne. Nun gut, hilft nichts. Die restlichen 21 km durchhalten und testen, testen, testen.

Zu Hause entdeckte ich im Internet auf den Seiten des Fahrradsattel Herstellers, dass der Sattel für Allrounder und Gelegenheitsfahrer ist. Mmmh, ich hatte meine 1000 km Strecke im Kopf … und das ist eigentlich keine „ab und zu mal ein paar Kilometer Tour“. Täglich zwischen 50 bis 60 km stehen auf dem Programm. Dazwischen sicher mal weniger oder einen Ruhetag pro Woche. Innerhalb vier Wochen will ich es schaffen.

Nächster Tag. Neues Glück.

Mit meinem Imbus bewaffnet tourte ich tagsdarauf wieder die „Salzhausen-Tour“ mit zusätzlichem Abstecher in die „Stille Heide“ bei Oldendorf, die Sonne lachte so wunderbar vom Himmel. Und schraubte schon nach einigen Kilometern nach. Das Vorwärtsrutschen ging nicht so schnell weg. Deutlich spürbar war, dass er härter ist als der Vorgänger. Doch nach einigen Recherchen, unter anderem ist die Ergonomie Seite des Herstellers sehr informativ, erkannte ich, es ist notwendig bei längeren Strecken einen harten Sattel zu nutzen.

Ein weiterer Pluspunkt, nach der Tour, wie auch tags zuvor, war das Gefühl „mittig“ besser. Es gab keine größeren Beschwerden, wie ich sie vom vorherigen Fahrradsattel Modell kannte. Sehr gut!

So motiviert setzte ich mich am folgenden Tag gleich morgens um 10 Uhr wieder auf’s Bike. Das Wetter sollte bis 12 Uhr trocken bleiben, also wollte ich für eine etwa 11 km Strecke losziehen. Nach dem ersten Aufsitzen (und einem einzigen „Auwah“, bis der Sitzknochen sich gewöhnte) und paar Metern fahren, ging’s viel flotter vorwärts. Die Kraftwirkung auf die Pedale war top! Das Rutschen nach vorn war besser. Da wurden plötzlich 25 km abgeradelt. Ohne erneut den Imbus anzusetzen.

Die Tour führte über Oldendorf/Luhe – Wetzen nach Oerzen. Dort kurzer Fotostopp des EBikes. Danach zurück über Neu-Oerzen – Drögennindorf – Amelinghausen. Am Feuerwehrhaus in Oerzen stand dieser „Herzensbaum“ 🙂

Oerzen

Allerdings will ich aufgrund der Beschreibung „komfortorientiertes Touring Kurzstrecken“ einen anderen Fahrradsattel testen, welcher für längere Touren geeignet ist. Zudem sind einige Fragen offen, die geklärt werden wollen.

Beschreibung fahrradsattel

Für Interessierte hier weitere Daten des SQ lab 603 soft:

Entlastung im Dammbereich mit 60 %

Härte in SQ-Shore 40

Breite 15 cm

Länge 282 cm

Gewicht 413 g

Hersteller SQ lab

Zum Produkt 603 soft

Auf meinen Test-Touren war das Wetter gemixt, doch Sonnenschein zeigte sich besonder schön an einem meiner Lieblingsorte nahe Amelinghausen, in der Stillen Heide nahe Oldendorf.

 

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald

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