Schneverdingen: Bekannt durch Heideblütenfest – lohnenswerter Tagestripp mit E-Bike

Schneverdingen: Bekannt durch Heideblütenfest – lohnenswerter Tagestripp mit E-Bike

Schneverdingen ist bekannt durch das Heideblütenfest immer am letzten Augustwochenende. Die Stadt Schneverdingen liegt im Heidekreis, nahe Buchholz/Nordheide, Bispingen und Soltau, westlich der Samtgemeinde Amelinghausen. Zum nahegelegenen sehenswerten Naturschutzgebiet Pietzmoor und der violettblühenden Heidelandschaft sind es wenige Fahrradtritte in Richtung Bispingen.

Das Pietzmoor, Schneverdingen, Bispingen und Behringen waren sehenswerte Stationen auf der folgenden E-Bike-Tour, gestartet aus der Samtgemeinde Amelinghausen.

Frühmorgens waren wenige Menschen und Autos unterwegs, windstill, so fuhr ich die ersten 17 km flott über die Straßen nach Bispingen. Im Ort den Schildern links folgend Richtung Schneverdingen. Die weiteren 16 km lagen meist auf Radwegen. Leider etwas von Baumwurzeln durchwachsen, so hüpfte mein E-Bike an manchen Stellen kräftig in die Höhe.

Pietzmoor – Hochmoor mit wedelnden Wollgräsern

Etwa 2,5 km vor Schneverdingen wies der Wegweiser links ins Pietzmoor. Um halb zehn wehte ein leichter Wind über das Hochmoor und die weißen Wollgräser wedelten munter hin und her.

Der Kuckuck rief mit seinem unverwechselbaren „kuckuck“. In der Ferne hörte man Reiher. Überall blauer Himmel, ein frischer Wind und Sonnenschein lag über der Moorlandschaft.

Ein etwa 4,5 km langer Steg umrundet das Moor. Mehrere Stationen verraten viel Wissenswertes zur Flora, Fauna und dem Leben am Hochmoor.

Nach dem kurzen Abstecher radelte ich die letzten Kilometer ins Stadtzentrum Schneverdingen.

Schneverdingen – verschlafen, verträumt, verwunschen

Ein paar Cafés öffneten um 10 Uhr, der Brunnen vor dem Rathaus plätscherte munter und verspritzte das Wasser mit jedem Windstoss.

An der Touristinfo las ich an den Fensterscheiben von aktuellen Veranstaltungen, Milchhöfen, da war Zeit für ein paar Schluck Kaffee aus meiner Thermoskanne. An einem frühen Vormittag eines Feiertages wirkte die Heidestadt wie ein verträumtes Kleinod auf mich, das seine reizvollen Geschäfte zu werktäglichen Öffnungszeiten in eine belebte und muntere Kleinstadt verwandelt.

Auf der Sandpiste durch die Behringer Heide

Nach der kurzen Pause radelte ich aus Schneverdingen wieder auf gleichem Weg hinaus. Als der Wegweiser für Radfahrer 8 km nach Behringen ankündete, wechselte der Boden in hellen und sehr staubigen Sand über. Das waren die längsten Kilometer der ganzen Tour. Hinzu kam ein stark aufkommender Gegenwind, der das Vorwärtskommen auf dem Sandboden erschwerte. Aber irgendwann war auch das geschafft!

Dann kreuzte eine Straße, die ich von einer Wanderung durch die blühende Behringer Heide bereits kannte. Im August 2017 besuchte ich Bispingen mit dem nostalgischen Zug, dem Heide-Express. Von Bispingen umrundete ich damals den Tütsberg per Pedes und querte herrlich lilablühende Heidelandschaften.

Im Heidedorf Behringen erreichte der Wind seine Tagesspitze von 26 km/h. Die Sonne lachte weiterhin und neugierig erkundete ich mit ein paar Pedaltritten das Reiseziel, das ebenfalls ankommende Feriengäste für ihr Urlaubsquartier buchten.

Nach 3 km erkannte ich Volkwardingen wieder, als das Dorf, das ich bei meinem letzten Besuch Mitte Oktober 2017 auf dem Weg zum Wilseder Berg querte.

Nach rund zwei Drittel der Tagesetappe schraubte ich den Becher von der Thermoskanne für einen kräftigen Schluck Kaffee noch einmal herunter. Die Sandpiste machte Durst.

Wer denkt, die Lüneburger Heide wäre nur bretteben, der täuscht.

Radweg Hörpel nach Steinbeck/Luhe

Zwischen Hörpel und Steinbeck/Luhe ging es flott ins Tal

Bei Hörpel fuhr ich die Verbindungsstraße nach Steinbeck/Luhe, dem nächstgelegenen Heidedorf in der Samtgemeinde Amelinghausen. Von da an war es ein bekannter Tourabschnitt, den ich aus verschiedenen Rundtouren gut kannte. Über Schwindebeck und der Schwindequelle ging es geschwind zum prähistorischen Gräberfeld nahe Soderstorf. Interessierte Radfahrer stoppten an dem kleinen Hügel mit Steinen und Heidekraut. Von hier aus waren es nur noch drei Kilometer bis Wohlenbüttel und knapp zwei bis Amelinghausen.

Die 72 Kilometer Tour nach Schneverdingen war abwechslungsreich, anfangs leicht zu radeln, später mit aufkommendem Wind und längeren sandigen Strecken eine anspruchsvolle Fahrt. Unter blauem Himmel und Sonnenschein aber lohnenswert!

Ein Motiv, von dem ich nie genug bekomme …

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald