das Lessing-Theater in Wolfenbuettel

Die Lessingstadt Wolfenbüttel empfang mich bei Sonnenschein

Gotthold Ephraim Lessing (1829 – 1781) wusste es, was es mit dem Wörtchen „aber“ auf sich hat, denn er meinte dazu, „Still mit dem Aber! Die Aber kosten Überlegung“.

Ein Aber gab es bei meiner Planung nicht. Im Gegenteil. Statt ein „aber“, ein „und“. Ich entschied mich, statt einer Nacht, zwei Nächte zu verweilen. Und das war „aus Gründen“ sinnvoll, dazu gleich mehr.

Da mein erstgewähltes Übernachtungsdomizil, das Jugendgästehaus Wolfenbüttel, von einer Gruppe von Läufern und Radfahrern ausgebucht war, hat man mich geschwind in das Parkhotel Altes Kaffeehaus einquartiert.

Übrigens, die Läufer und Radfahrer hatten ab Wolfenbüttel eine sportliche Leistung von 1000 km in das französische Ville de Sèvres in wenigen Tagen absolviert. Anlässlich der 60-jährigen Partnerschaft der beiden Städte.

Bei strahlendem Sonnenschein die #echtlessig Stadt Wolfenbüttel entdeckt

Am frühen Freitagnachmittag aus Peine und Braunschweig kommend, stand ich vor meinem Etappenziel, der Lessingstadt Wolfenbüttel. Strahlender Sonnenschein über dem Lessingtheater, das gleich neben meiner Unterkunft zu finden war. Überall fröhliche Gesichter, Menschen mit Eis in der Hand, radelte ich die „Lange Straße“ am Fahrradweg entlang, in Richtung Parkhotel Altes Kaffeehaus.

 

das Lessing-Theater in Wolfenbuettel
Am Lessing-Theater hörte ich Musik, wie auch andernorts in der lebensfrohen Lessingstadt

Fahrradfreundliche Verkehrsführungen, gepflegte Radwege und unbeschwertes Einsteigen in die Züge des Erixx weckten mein Interesse, „Wiederholungstäterin“ zu werden. „Hierher komm‘ ich wieder!“ – ich hab da auch schon Ideen in meinem Reisegepäck für mögliche Workshops …

Angekommen am Parkhotel Altes Kaffeehaus

Am Hotel mein Fahrrad „geparkt“, geschwind die beiden leichten Satteltaschen abgenommen, betrat ich die kühle Eingangshalle. Freundlich begrüßt, mit Zimmerschlüssel, WLAN-Passwort und Informationen „bewaffnet“, zog ich mich kurz auf das Zimmer zurück. Ebenerdig zur Außenterrasse in den Park, hohe Fenster und freundlich eingerichtetes Interior begrüßten mich für die kommenden 48 Stunden.

 

Hotel Parkhotel Altes Kaffeehaus in Wolfenbüttel
Als Kaffeefreund zieht allein der Name mich an

Kurz sortiert und auf Komoot orientiert, wohin es am Nachmittag noch gehen darf. Ich entschied mich für „durch die Stadt treiben“ zu lassen. Eines wollte ich erledigen, und zwar in der Tourist-Info vorbeisehen. Ich wollte mich persönlich bei meinem Ansprechpartner bedanken und ein paar Worte wechseln. Wie ich erfuhr, war man leider zu Terminen außer Haus.

Am Platz vor der Tourist-Info der Stadt Wolfenbüttel sah ich eine Hochzeitsgesellschaft von Fotografen umzingelt, einige köpften eine Flasche Sekt und prosteten auf das frisch vermählte Hochzeitspaar.

Links zog ich weiter, mein Rad an der Hand schiebend über Kopfsteinpflaster und sah mir die beeindruckenden Häuserfassaden an. Davon berichteten Reiseblogger über Twitter. Nun stand ich selbst davor. Das waren diese unbeschreiblichen Glücksmomente, die mir während der Tour begegneten und noch öfters ein „hallo“ zuriefen. Schon drei Tage die geplanten Etappen geschafft! Das muss ich mit einem „Kaffee“ feiern. Ich suchte mir eine gemütliche Bäckerei mit Sitzplätzen in der Sonne, holte eine Tasse Kaffee, beobachtete Passanten, ein Mädchen versuchte ihr Gleichgewicht auf dem Kinderrad zu halten, andere sahen sich mit einer Tüte Eis in der Hand die Schaufensterauslagen sehr genau an und klebten mit dem Gesicht an der Scheibe.

Zufrieden kehrte ich nach ein paar Entdeckungsrunden durch Wolfenbüttels Gassen und Grünoasen ins Hotel zurück. Einmal kräftig abgeduscht zwang mich die überkommende Müdigkeit zu einer Siesta. Während ich noch über die Eindrücke des Tages nachdachte, sah ich noch einmal vor dem inneren Auge die rapsgelben Felder zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel und versank in sanfte Träume …

Beim Aufwachen kamen Ideen mit Tourvorschlägen für den Samstag. Einen Tag lang die Landschaft um Wolfenbüttel von meinem Rad erkunden … und dann kam es doch etwas anders.

An den beiden Übernachtungen im Parkhotel nutzte ich das Restaurant. Salat mit gebratenen Champignons, das lachte mich an, es mundete sehr lecker, doch plötzlich biss ich auf etwas Hartes und spürte, ein Zahn hatte eine Ecke verloren. Zum Glück war ich fast fertig mit Essen. Allerdings war das ein Zahn, der eine längere Wurzelkanalbehandlung hinter sich hatte. Und kurz vor dem Krone aufsetzen stand.

Alle Pläne umgeworfen, und am nächsten Tag in Braunschweig den Zahnnotdienst besucht. So lernte ich die Löwenstadt Braunschweig näher kennen. Mit der Bahn ist es völlig unproblematisch, zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig zu pendeln. Gerade mal 8 Minuten und ideal auch zum Ein- und Aussteigen mit dem Fahrrad, liegt vor den Toren der Kleinstadt Wolfenbüttel die grüne und fahrradfreundliche Löwenstadt Braunschweig.

Also war Glück im Unglück mein bester Freund!

Die „Zahngeschichte“ erledigte sich glücklicherweise gegen 10 Uhr am nächsten Tag. Danach wechselte ich in den „Urlaubsmodus“ zurück.

Nach einem Frühstück packte ich mein Rad und fuhr eine Schlaufe des Till Eulenspiegel Radweges ins etwa 20 km entfernte Schöppenstedt. Eine Tour mit Genuss! Dankbar dachte ich nachmittags öfter an den Morgen zurück.

 

Lessingstadt Wolfenbüttel mit Rad erkunden
immer wieder ein Erlebnis, diese Straßen entlang radeln zu dürfen, ich liebe sie, die kerzengeraden und von Bäumen gesäumten

Rundtour im nördlichen Harzvorland nahe Wolfenbüttel

Die 40 km lange Rundtour führte mich an langgezogenen Rapsfeldern vorbei und durch die leicht hügelige Landschaft des nördlichen Harzvorlandes. Von Ferne sah man die Berge des Harzes.

 

Till Eulenspiegelmuseum Schöppenstedt
Am Till Eulenspiegel Museum in Schöppenstedt

In Schöppenstedt stoppte ich am Till Eulenspiegel Museum, orientierte mich auf einer Karte und las von den einzelnen Stationen entlang des Eulenspiegel-Radweges. Die Hälfte war geschafft. Den letzten Teil fuhr ich gemütlich und entspannt auf meinem Sattel, während rechts und links die Landschaft an mir vorbeizog.

 

am Eulenspiegel-Radweg
Den rechten Schlaufenweg fuhr ich ab, ganz rechts ist Schöppenstedt mit dem Till Eulenspiegel Museum (davor stand diese schöne Orientierungskarte)

Nach den köstlichen Gemüsenudeln zum Abendessen umrundete ich den schön angelegten Stadtgraben neben dem Parkhotel Altes Kaffeehaus.

So vergingen zwei eindrückliche Tage in Wolfenbüttel.

Das *** Parkhotel Altes Kaffeehaus ist ein idealer Ort für Familienfeiern, Geschäftsessen oder einem Workshop in angenehmem Ambiente, fernab von grauen Seminarräumlichkeiten.

Am Sonntag fuhr ich morgens weiter, zurück nach Braunschweig.

Anstelle der direkten Strecke radelte ich eine andere Tour. Wie ich den Tag für mich nutzte, das liest man im nächsten Beitrag.

Als Reisebloggerin berichte ich freiberuflich von Radtouren aus der Lüneburger Heide, meiner Wahlheimat Amelinghausen und Lüneburg, sowie deutschlandweit. Fahre mit dem Fahrrad und reise umweltfreundlich. Mit Social-Media-Beratung, der Umsetzung von Marketingstrategien für Tourismusregionen, sowie für Selbstständige und Solopreneure unterstütze ich Menschen in unterschiedlichen Branchen. Mit einem eigenen Blog bauen Gründerinnen, Freiberufler und touristische Regionen sich ihre eigene Marke auf und stärken die Vertrauensbildung. Das Blog ist mit der Website ein wesentlicher Pfeiler im Marketing. Mehr zum Bloggen | Social Media | Webdesign lesen.
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