Zeitreise Kalletal – Back to the roots

Zeitreise Kalletal – Back to the roots

[bezahlte Bloggerreise/Kooperation mit Fachbereich Teutoburger Wald Tourismus]

Nach einem kleinen Frühstück auf der sonnigen Terrasse des Mercure Hotel Johannisberg Bielefeld startete ich nach 8 Uhr zu meinem ersten Ziel, der Gemeinde Kalletal und weiter zur Bentorfer Windmühle.

Zwischen Bielefeld und Vlotho siedelte sich vermehrt Gewerbe an, daneben genoss ich schöne Ausblicke auf Wald, Wiesen und Felder. Wander- und Radwege schlängeln sich überall hindurch. Ich war überrascht, wie viele Möglichkeiten für Freizeitsportler der Teutoburger Wald bietet. Dies wurde mir am zweiten TeutoBloggerWG-Wochenende bewusst. Beim ersten Wochenende lagen meine Touren eher rings um Bad Salzuflen oder Bad Oeynhausen. Und Bielefeld hatte ich im September 2017 im Regen kurz beim Ein- und Ausfahren zum Ishara Freizeit- und Familienbad kennengelernt. Und da fährt man eine Hauptstraße entlang mit viel Gewerbe und Industrie.

Im lieblichen Kalletal unterwegs

Landschaftlich abwechslungsreich zeigte sich die Gemeinde Kalletal. Sie umfasst das Gebiet von ehemals 16 Ortschaften, begrenzt im Norden von der Weser und zwei Bächen, der Oster- und der Westerkalle.

Nach der etwa 45-minütigen Anfahrt von Bielefeld durch den grünen und dicht besiedelten Teutoburger Wald, traf ich Frau Will am Rathaus in Hohenhausen der Gemeinde Kalletal. Sie ist im Fachbereich Kultur, Freizeit, Bildung und Jugend der Gemeinde Kalletal tätig und beauftragt für die Bereiche Tourismus sowie Kultur- und Heimatpflege.

Back to the roots – Zurück zum Ursprünglichen Landleben – eine Zeitreise in Kalletal

Mit ihr verbrachte ich den Samstagvormittag. Nach etwa 5 Minuten Autofahrt von Hohenhausen nach Bentorf erreichten wir die denkmalgeschützte Holländerwindmühle Brink. Sie liegt leicht erhöht auf einer Hügelkuppe der Ortschaft Bentorf, nur etwa 5 km von der Weser entfernt und dreht sich noch heute bei Wind.

Bentorfer Windmühle

Bentorfer Windmühle Familie Brink

Die Familie Brink, Eigentümer der Windmühle und der Vorsitz des Museumsvereins Kalletal e. V., sowie ein Fachmann zur Technik der Windmühle begrüßten mich an dem sonnigen Vormittag am gepflegten Gelände der Windmühle. Nebenan ist ein Landhandel und ein Backhaus mit Holzofen, der zu Mühlentagen in Betrieb ist – wie am 1. Mai, Pfingstmontag und Tag des offenen Denkmals im September.

An diesen Tagen ist das Backhaus in Betrieb, es wird Süßes und Herzhaftes gebacken. Mit Getränken, Musik, Handwerkskunst und Aktionen bleibt ein Besichtigungstag zum „Tag der offenen Tür (Tag des offenen Denkmals)“ in angenehmer Erinnerung.

Der Museumsverein Kalletal e. V. betreut neben der Bentorfer Windmühle auch die Wassermühle der Familie Klemme in Dalbke, sowie im Tal der Osterkalle das Forst- und Waldmuseum Heidelbeck. Letztgenanntes ist momentan im Zuge der Neuausrichtung zum Wald- und Erlebniszentrum geschlossen.

Die Bentorfer Windmühle sorgte ab und an bei Besuchern für Verwirrung aufgrund zwei Eingängen. Doch früher hatte man vorsorglich zum Betreten der Mühle diese beiden Möglichkeiten benötigt, denn die damals langen Flügel reichten noch bis zum Boden. Wenn ein Flügel vor dem einen Eingang stehenblieb, konnte man nicht das Innere betreten und nutzte dafür den zweiten Eingang auf der Rückseite.

Mit Wind in Bewegung

Voraussetzung für das Drehen der Flügel ist natürlich Wind. Bei meinem Besuch war es windstill, dafür hatte ich das große Privileg, dass ich auf drei Ebenen der Mühle hochsteigen durfte. Vom Erdgeschoss, dem Mehlboden (Mehl wurde hier in Säcke abgefüllt), stieg ich zur zweiten Ebene hoch, dem Steinboden. Hier stand der große Mahlstein. Erklärt wurde, welch „steinharte“ Arbeit früher den Lehrlingen auferlegt wurde. Sie waren für die Rillen im Mahlstein zuständig und mussten den Stein dafür kräftig behauen.

gemahlenes Getreide

Zur dritten Ebene (dem Königsrad) wurde es immer sportlicher. Aber auf Höhe des Königsrades hatte ich auf Zehenspitzen über eine Luke eine herrliche Aussicht der Umgebung erspäht, dass ich zufrieden und sicher, in Begleitung meines technischen Ansprechpartners, wieder nach unten stieg.

Die betriebsbereite Holländerwindmühle mit vier Flügeln und einer Windrose ist im Westfälischen Weserbergland einzigartig, dass ihr als letzte original erhaltene Windmühle eine große Bedeutung zukommt. Dank dem Museumsverein, der Dorf- und Vereinsgemeinschaft Bentorf-Harkemissen, sowie weiteren Förderern konnte die Mühle restauriert und regelmäßig gewartet werden.

Nach der Besichtigung machten sich Frau Will und ich auf zur kleinen Wanderung zum Hofladen Klemme.

Wanderweg

Wanderweg zwischen Bentorfer Mühle und Hofladen Klemme

Tipps

Führungen: Einzelpersonen und Gruppen können die Windmühle Brink an Werktagen zu Geschäftszeiten besuchen (Führungen für Gruppen auf Anfrage).

Adresse: Bentorfer Windmühle Brink, 32689 Kalletal, Gemeinde Kalletal

Der Besuch der Bentorfer Windmühle war Teil der Bloggerreise, organisiert von Teutoburger Wald Tourismus. Vielen Dank an alle Beteiligten. Meine Beiträge spiegeln die eigenen Erfahrungen wider.

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald