Hofleben auf Hof Klemme im Kalletal

Hofleben auf Hof Klemme im Kalletal

[bezahlte Bloggerreise/Kooperation mit Fachbereich Teutoburger Wald Tourismus]

An hübsch restaurierten weitläufigen Höfen, Privathäusern und -gärten spazierten wir aus Bentorf hinaus. Der Bentorfer Bach war ein munterer Begleiter. Ein dichtgewachsenes Kamillefeld lag in einer Serpentinenkurve linkerhand. Bei diesem Anblick weckte es Durst auf kühlen Kamilletee.

Kamille Wiese

Wiese mit dichtgewachsener Kamille

Während wir wandernd die Landschaft im Sonnenschein genossen, erfuhr ich von den Vorbereitungen zum Deutschen Wandertag im August und der Aktion Stadtradeln der Gemeinde Kalletal. Aktiv zeigte sich die Gemeinde Kalletal mit Kurzvideos auch im Internet, die ich zu meiner Vorbereitung auf das Wochenende im Teutoburger Wald sah.

Der etwa 2,8 km lange Weg wechselte von Asphalt auf weichen Waldboden. Durch lichten Wald und an Feldern vorbei, stiegen wir in Serpentinen nach 45 Minuten zur Hofanlage Klemme ab.

Gänse, Küken, Pute am Hof Klemme

Eine Gänsefamilie am Hof Klemme

Am Hofladen Klemme ist die Welt in Ordnung!

Dieser Satz kam mir sofort, als ich die still vor mir liegende Hofanlage in friedlicher Alleinlage sah.

Hof Klemme nahe Dalbke

Der Hof Klemme im kleinen Tal des Bentorfer Baches

Ich kam vom Staunen nicht mehr heraus. Der Hahn krähte, die Gänse schnatterten und kleine Gänsekinder tapsten in winzigen Schritten den Größeren hinterher.

Mitten im Herzen des Kalletals findet der Besucher am Hofladen ein idyllisches Hofleben. Umgeben von Wald und Grün, Hund, Gans, Pute, Küken, stehen die sanierten Fachwerkhäuser auf der kleinen Lichtung. Der Bentorfer Bach schlängelt sich hindurch und ist ein wichtiger Wasserspender für Mensch und Tier.

Fünf Jahrhunderte alte Hofgeschichte

Hahn, Hennen

Hahn vor Wassermühle

In die ehemalige Wassermühle durfte ich einen Blick hineinwerfen. Frau Klemme nahm ein Bild von der Wand, welches alte Aufnahmen aus früherer Zeit zeigten. Ich durfte anhand der Bilder Zeitzeugin sein, wie aus verfallenen Gebäudeteilen mit Handarbeit das Hofareal aufgebaut wurde. 500 Jahre Geschichte ruhen auf dem Hof.

Die Hofbesitzerin erzählte mir, ihre Idee eines Hofladens war zu früheren Zeiten undenkbar. Sie war die Vorreiterin der Verkaufsstellen ab Hof, die es in vielen Regionen Deutschlands erst viel später zu finden gab.

Neben dem Hofladen in Dalbke unterhält die Familie ein zweites Standbein, den Ackerbau. Dankbar und mit großer Freude unterstützt bereits die jüngere Generation die Geschicke Klemmes: „Es ist ein Geschenk, wenn die jungen Menschen mit gleichem Eifer, der Entdeckerfreude und dem achtsamen Auge auf Tier und Natur, den Hof nachhaltig fortführen.“

Der Sohn von Frau Klemme erzählte mir, „manchmal passiert es halt, dass ein Huhn sich in ein Auto eines Gastes am Hof setzt. Da kann das Huhn ganz schnell ein neues Zuhause finden.“

Wir hatten auf Klemmes Hof Schmackhaftes zu „tun“, ich durfte in das Backhaus mit dem Holzofen und beim Backen zusehen. Alle Zutaten waren im tiefen Rührgerät zu sehen, das mit zwei Einstellungen zuerst die Zutaten vermengte. Nachdem Rosinen, Orangeat und Zitronat hinzukamen, lief der Rührer auf halber Leistungsstufe. Fertiggerührt teilte man den Teig in sechs große Teile, ein paar Mal kneten, danach zehn Minuten ruhen lassen. Ausreichend Zeit den Hof zu erkunden. Zwischen dem Haupthaus und dem Haus für die ältere Generation, floss der Bach und viele Tiere liefen hierhin und dorthin. Der Hahn krähte sein kräftigstes „Kikeriki“, vermutlich nur, weil zum ersten Mal eine Reisebloggerin zu Besuch war. Am kleinen Teich sah man eingezäunte Wiesen, wo Schweine und Gänse ihren großen Auslauf und das abwechslungsreiche Gelände für Erkundungstouren nutzten. Blühende Blumenwiesen für Bienen säumten den Wiesenweg. „Gespritzt wird keine Chemiekeule, das widerspricht dem natürlichen Wirtschaften auf einem Hof“, so Frau Klemme. „Und das spiegelt sich in der Qualität unserer Produkte wider. Unsere Fertiggerichte sind alle ohne Zusatzstoffe, auf natürlicher Basis aus alten Rezepten hergestellt.“

Der Teig war ausreichend gegangen und er kam in den Holzofen. Diesen hatte man rechtzeitig vor meinem Eintreffen angefeuert. Die sechs Stuten benötigten 45 Minuten Backzeit.

Backhaus Stuten backen

Stutenteig in sechs gleiche Teile zerteilen

Kaffee wurde gekocht, der Tisch im Garten mit knusprigem Bauernbrot, Käse, Schinken und Wurstsorten gedeckt. Für den süßen Gaumen stellte man selbstgemachte Marmeladengläser dazu. Ähnlich war alles im nebenan liegenden Hofladen in greifbarer Nähe zu finden.

Hofladen Klemme Teutoburger Wald

Im hübschen Hofladen Klemme – frischgebackenes Brot, Stuten und Kuchen; Marmelade, Honig, Fertiggerichte ohne Zusatzstoffe nach Hausmacherrezept

Das Innere des Hofladens lud zum Verweilen und Stöbern ein. Eine hübsche Erntedankkrone hing an der Decke, frischgebackene Brotlaibe lagen in der Auslage. Frische Eier stapelte man übereinander. In der Kühltheke standen beschriftete Einmachgläser mit Fleisch- und Gemüsegerichten nebeneinander.

Etwa 80 Gänse zählt man vor Weihnachten, die als fein mundende Weihnachtsgans auf dem Tisch eines Käufers landen und das Weihnachtsfest kulinarisch zum Highlight krönen.

Familie Klemme, Frau Will und ich nahmen am gedeckten Tisch im Freien unter schattigen Bäumen Platz und kosteten von den feinen Zutaten zur Brotzeit. Das knusprige Bauernbrot mit Butter war köstlich!

Backofen Klemme

Fertiggebackene Stuten im Holzbackofen

Frau Klemmes Schwiegertochter löste das Rätsel des „Werkstatt-Huhnes“ für mich auf, als wir gerade über die Eierproduktion und die rund 200 Hühner am Hof uns unterhielten, „nun, ein Huhn sucht sich zum Brüten ein ruhiges Eck aus, manchmal legt es sich an einen sicheren Ort auf einem Traktor oder eben auf ein Regal in der Werkstatt. Wo dann ein Küken schlüpft, erhält es den Ort im Namenszusatz. Deshalb läuft hier das ‚Werkstatt-Küken‘ gerade auf der grünen Wiese, weil es in der Werkstatt schlüpfte“.

Nach den vielen Eindrücken am Hof Klemme holten wir die sechs Stuten aus dem Backofen. Als Wegzehrung für meine Rückfahrt am Sonntag bekam ich einen Stuten sogar mit. Er schmeckte köstlich!

Die Rückfahrt zurück zur Bentorfer Mühle übernahm ein Familienmitglied und so hatten wir während der Autofahrt noch Zeit für Geschichten zum Leben am Hof mit den Tierbewohnern.

Das sonnige Wetter begleitete mich von Bentorf nach Bad Driburg, zu meiner Station am Nachmittag.

Kontakt:

Hofladen Klemme, Dalbke 3, 32689 Kalletal-Hohenhausen

Brotbacktage: Werktags außer Mittwoch und Sonntag

Öffnungszeiten: täglich außer Sonn- und Feiertags von 8 – 18 Uhr, samstags 8 – 16 Uhr

Web: https://hofladen-klemme.de/

Der Besuch am Hof der Familie Klemme war Teil der Bloggerreise, organisiert von Teutoburger Wald Tourismus. Vielen Dank an alle Beteiligten. Meine Beiträge spiegeln die eigenen Erfahrungen wider.

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald