Liebliches Taubertal: An der Tauber Slow Food genießen und tierisch viel erleben

Liebliches Taubertal: An der Tauber Slow Food genießen und tierisch viel erleben

[Presse- und Recherchereise auf Honorarbasis]

Viele Nationen lieben das Rad- und Wanderreiseziel „Liebliches Taubertal“ entlang der bayerischen und baden-württembergischen Regionen Rothenburg ob der Tauber, Weikersheim oder Creglingen.

Die Quelle der Tauber liegt in Baden-Württemberg bei Weikersholz. Im weiteren Verlauf fließt die Tauber kurz danach ins bayerische Mittelfranken. Nach Rothenburg ob der Tauber ist der liebliche Flussverlauf durch schattenspendende Ufer gekennzeichnet. Nach Tauberzell erreicht sie wieder baden-württembergischen Boden über Archshofen und Craintal bis Creglingen. Anschließend erfolgt noch einmal ein Wechsel in den unterfränkischen Teil, um bis zur Mündung in den Main in Baden-Württemberg zu verweilen. 131 km fließt die Tauber von der Quelle bis zur Mündung in den Main.

Streckenverlauf: Radtour Liebliches Taubertal

Der Teil Tauberzell bis Creglingen entlang der Tauber lag auf meiner Rundtour, beginnend in Gollhofen über Adelhofen, Langensteinach nach Großharbach (Anfahrt etwa 45 Minuten).

Nach Besuchen in Großharbach und Tauberzell radelte mein Bike und ich über Archshofen und Craintal nach Creglingen mit Abstecher ins Herrgottsbachtal.

Ab Creglingen bergauf mit kräftigen Pedaltritten die rund 200 Höhenmeter nach Schirmbach getrippelt. Aufgrund einer Baustelle den landschaftlich reizvollen Wegverlauf über Reinsbronn und Niedersteinach zum Kloster Frauental erfahren. Weiter über Equarhofen, Hohlach, Welbhausen nach Uffenheim und Gollhofen zurück.

Die Komoot App sprach von einer schwierigen Tour mit guter Kondition für die 57 km Rundtour. Unterwegs war ich von halb neun morgens bis etwa vier Uhr nachmittags. Mit Besichtigungen, interessanten Gesprächen und zahlreichen Fotostopps.

Highlights am Wegrand

Ich besuchte den oberhalb Tauberzell liegenden kleinen Ort Großharbach und den dort ansässigen Oppelts Hofladen. Tierisch rund ging’s morgens um halb zehn im Schweinestall zu.

In Tauberzell empfing mich der Besitzer des gemütlichen Landhauses „Zum Falken“. Prädikat erlebenswerte Gastlichkeit für den qualitätsbewussten Genießer inmitten eines sehenswerten Weinanbaugebietes.

Nach dem sportlichen Sommergetränk, dem „Tauberhase“ (Traubensaftschorle), und einem feinen gebackenen Landkäse in Bio-Demeter-Qualität, sanft gebettet im Salatnest mit hausgemachtem Traubengelee, lief das Fahrrad genüsslich entlang dem Flusslauf nach Creglingen und weiter in das Herrgottsbachtal zur Herrgottskirche. Dort wartete der sehenswerte Tilman Riemenschneider Altar zur Besichtigung. Gegenüber lag das Fingerhutmuseum mit seinen über 4000 Fingerhut-Exponaten.

Oppelts Hofladen

Oink-oink ertönte es ganz leise im hinteren Eck des Schweinestalles. Acht junge Ferkelchen standen auf unsicheren Beinchen im Stall auf etwas Stroh. Geboren am 18. Juli 2018.

Dankbar für dieses Bild und das Wunder der Natur, stand ich morgens in Oppelts Schweinestall. Mal raunzte es aus der einen Ecke, dann von der anderen. Das Duroc Schwein, eine alte Schweinerasse, hält Hofladen Oppelt in Großharbach. Sorgsam und liebevoll gepflegt achtet man auf natürliche Schweinehaltung, vom Gebären, beim Füttern bis zur Schlachtung.

Der Landwirt Oppelt erzählte mir, „daraus entsteht Salami, hier die besten Knacker, da das Rückensteak und hieraus Bratwürste“. So teilte man das Schwein zur Herstellung von Wurst- und Fleischspezialitäten nach seinen körperlichen Vorzügen ein.

Freitags stehen diese Hausmacher-Spezialitäten ab 13 Uhr in Oppelts Hofladen zum Verkauf. Samstags öffnet man die Hofladentür ab 8 Uhr zum Einkauf direkt vom Hof.

Zauberhaft standen etwas vorsichtig Bressehühner in einem eingezäunten Gartenteil mit eigenem Hühnerstall.

Das Highlight für jedes Gänseleben war oberhalb von Großharbach zu finden, die künftigen Weihnachtsgänse liefen im Sonnenschein über eine große grüne Wiese. Da fehlte nur noch der „Gänsepeter“, dann wäre die Idylle perfekt gewesen …

Liebhaber einer Weihnachtsgans dürfen sich auf feinstes Fleisch freuen von glücklichen Gänsen. Überhaupt hält man alle Tiere artgerecht mit kurzen und stressfreien Wegen von Stall zur Schlachtung.

Das Hauptgeschäft von Oppelts Hofladen ist der Partyservice, der weit über die Ortsgrenzen Großharbachs bekannt ist. Ob saftiger Kartoffelsalat, fränkische Bratwürste, hausgemachte Knacker, Salami, Nudelgerichte über Wurst- und Käseplatten, reicht das Angebot für jeden Geschmack. So steht der nächsten Feier, Jubiläum oder Gesellschaft für eine schmackhafte Verpflegung nichts mehr im Wege.

Nach dem Besuch rollte das Rad talwärts geschwind die letzten Kilometer nach Tauberzell. Meine nächste Station der Rundtour war das Landhaus „Zum Falken“ der Besitzerfamilie Zwick.

Landhaus „Zum Falken“ im Taubertal

Übernachten im Weinfass – Erlebnis mit der Natur

Das Landhaus „Zum Falken“ in Tauberzell liegt in zweiter Reihe, parallel zum „klassischen“ Taubertal-Radweg. Zwei Gebäudekomplexe umgeben vom Ort Tauberzell und im „Rücken“ die Weinberge. Blickt man exakt zwischen den zwei Gebäuden hindurch, sieht man das Weinfass mittig. Individualisten, Naturliebhaber und Experimentierfreudige nutzen liebend gerne diese Übernachtungsmöglichkeit in ungetrübt natürlicher Landschaft.

Mittig sieht man das Weinfass, umgeben von Natur

Ob auf der Terrasse oder im lichtdurchfluteten Restaurant speisen Gäste beim Frühstück und zum Abendessen in beschaulich ruhiger Atmosphäre. Die hausgemachten fränkischen Bratwürste sind ein Gedicht. Wer Senf sucht, findet ihn nicht. Weiß aber, dass es sich dann um die echten fränkischen Bratwürste handelt nach Rezeptur des Hauses „Zum Falken“.

Vegetarier kommen selbstverständlich auf ihre Kosten. Der gebackene Heumilchkäse in Bio-Demeter-Qualität der Geifershofener Käserei mit knackigem Gartensalat und feinster Vinaigrette mit Leindotteröl mundete vorzüglich. Dazu serviert ein köstliches selbstgemachtes Geiztraubengelee.

Ideal bei den warmen Sommertemperaturen erfrischte das alkoholfreie Sportlergetränk, der „Tauberhase“, eine saftig-erfrischende rote Traubenschorle aus der hauseigenen Weinkellerei und im Weinglas serviert.

Während des Gespräches kamen wir auf die gesamte Region zu sprechen und zur exponierten Lage des Winzerdorfes Tauberzell. Es liegt umgeben von den Landkreisen Neustadt an der Aisch, den Städten Uffenheim, Rothenburg ob der Tauber und dem Main-Tauber-Kreis mit seiner Stadt Creglingen. Um diese einzigartige Region zu verbinden und in einem Gemeinschaftsprojekt vorzustellen, entstand die Rad- und Wanderkarte „Im Land des Hegereiters“. Ich lege sie jedem Besucher der Gegend ans Herz. Sie zeigt thematisch interessante Rad- und Wandertouren, zum Beispiel im März die Tour in den Märzenbächerwald nahe Uffenheim, zu den Kelten oder auf den Spuren der Wasserbewohner.

Im Land der Hegereiter - Rad- und Wanderkarte

Bedeutend ist der Weinanbau in Tauberzell. Winzer begannen im Jahr 1984 mit moderner Anbaumethode an den Rebstöcken mit der Draht-Erziehung. Kleinparzellige Weinberge in Südlage erwirtschaften in Tauberzell den vollmundigen Tropfen der Sorten Riesling und Spätburgunder. Nach der Dorferneuerung im Jahr 1992 endete ebenfalls die Gesamtflurbereinigung in Tauberzell. Die rentable Bewirtschaftung und Muschelkalkböden erhöhen die Attraktivität und den Charme des Häckerdorfes Tauberzell.

Erst Wein und Honig versüßen das schöne Leben, zaubern ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht und schaffen gesellige Gemütlichkeit

Der Wirt vom Landhaus „Zum Falken“ betreibt neben dem Hotelbetrieb und dem Weinbau eine erfolgreiche Imkerei. „Eher zur Freude und um den Menschen etwas zurückzugeben“, erzählte mir Lars Zwick mit leuchtenden Augen. Drei Bezirke beliefert er mit Honigspenden für Blutspender.

Damit nicht genug engagiert sich die Winzerfamilie Zwick neben der Weinproduktion des „Tauberhases“ in Deutschland, mit einem zweiten Standbein in Südafrika am Kap mit dem „Kaphasen“. Zusätzlich zur südafrikanischen Produktionsstätte für vollmundigen Geschmack unterstützt der Tauberzeller Gastwirt Menschen aus Südafrika und bietet in Deutschland die Möglichkeit an, eine Ausbildung im Hotel- und Gastgewerbe zu absolvieren. Zusätzlich das Lernen der deutschen Sprache. Mit großem Erfolg lernten bei Familie Zwick zwei Südafrikaner die deutsche Sprache und absolvierten die Ausbildung zum Hotelfachmann im heimischen Landhaus „Zum Falken“.

Weinfeste rund ums Jahr

Die Tauberzeller Weinprinzessin Jasmin I. (Jahr 2018) feierte Ende Mai das Tauberzeller Weinfest mit den Weinprinzessinnen der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße und den Böllerschützen.

Am 21. und 22. Juli fand das Hofschoppenfest der Tauberzeller statt, an dem die Krüge und Gläser mit heimischen edlen Tropfen gefüllt wurden.

Schon Ende November und Dezember locken erste Weihnachtsmärkte ins Liebliche Taubertal mit „heißen Tropfen“, Glühweinen und mehr. In Tauberzell steht der Weihnachtsmarkt am 9. Dezember 2018 am Programm.

Festlichkeiten zur Hochzeit, einer Vesper auf der hauseigenen Weinberghütte oder einer Geburtstagsfeier in besonderem Rahmen, das Landhaus „Zum Falken“ unterstützt bei ungewöhnlichen Ideen.

Slow Food – eine vielschichtige Bewegung in die „richtige“ Richtung

Slow Food verbindet Geschmack, regionales Wirtschaften und ökologisches Handeln in und mit der Natur. In Langsamkeit, daher trägt der Verband das Logo der Weinbergschnecke. Genuss entsteht beim langsamen Verköstigen von reinen Naturprodukten ohne Zusatzstoffe und ohne Aromen. Die Bewegung rund um Slow Food setzt bei gentechnikfreien Lebensmitteln an, verbindet alle Akteure der Lebensmittelproduktion und unterstützt umweltfreundliches naturgemäßes Leben und wirtschaften von Mensch und Tier.

Slow Food Philosophie: Gemeinsam darauf achten, dass unsere Nahrung gut, sauber und fair bleibt.

Deutlich sichtbar bei meinem Mittagsmahl im Landhaus „Zum Falken“ war die Slow Food Philosophie. Auch beim Radfahren durch Tauberzell mit Blick auf buntblühende Blumenstreifen am Wegesrand, zum Wohle der Bienen. Davon darf es auf der ganzen Welt mehr geben.

Entlang der Tauber mit E-Bike

Nach Tauberzell wechselte ich an der Holdermühle die Flussseite auf baden-württembergischen Boden und folgte dem natürlichen Flussverlauf. Das Rad fuhr leichte Steigungen hoch und hinunter. Zeigte mir auf der Anhöhe wunderschöne Ausblicke auf das gegenüberliegende Taubertal mit den Weinbergen in prädestinierter Südhanglage.

Über die kleinen Weiler Archshofen und Craintal war die rund acht Kilometer lange Strecke entlang der lieblichen Tauber kurzweilig. Gesäumt von gemütlichen Gasthöfen, Blumenwiesen und Feldern mit reifem Korn.

Herrgottskirche Riemenschneider Altar

Nach Ankunft in Creglingen bog ich links ins Herrgottsbachtal ab, für einen Abstecher zur evangelischen Herrgottskirche. Darin befindet sich der sehenswerte und berühmte Tilman Riemenschneider Altar. Davon schrieb ich vor einigen Jahren für eine Hotelseite in Bad Mergentheim. Dass bei diesem Besuch eine Besichtigung ein „Muss“ war, lag auf der Hand.

Der Tilman Riemenschneider Altar steht mittig im Kirchenschiff und stellt die Himmelfahrt Mariens dar. Rechts und links sieht der Besucher die zwölf Apostel.

Als einer der bekanntesten Werke Riemenschneiders widmete man ihn Mutter Mariens. Über neun Meter hoch und knapp vier Meter breit ist das Kunstwerk bestens erhalten und lädt ein, davor in Ruhe und entschleunigt die Bilder zu betrachten.

Im Altarbereich findet der Besucher den Hauptaltar.

Goldschmiede im Herrgottstal

Der Hotelier Lars Zwick informierte mich über die Besonderheit neben dem Fingerhutmuseum, der Goldschmiede Greif. Darin fand 1953 das Vereinszeichen die „Biene“ der Landfrauenvereine ihren Ursprung. Es ist ein geschütztes silberfarbenes Abzeichen des Deutschen Landfrauenvereines.

Wer noch Zeit einplant kann das Fingerhutmuseum mit seinen über 4000 Fingerhut-Exponaten besichtigen. Über die Geschichte des Fingerhutes kann man auf der Website des Fingerhutmuseums einen ersten Einblick gewinnen. Da der Tag mittlerweile vollgepackt in den Nachmittag reichte und ein Abendtermin auf mich wartete, war ein Besuch im Fingerhutmuseum leider nicht mehr möglich.

Ab Creglingen fuhr ich durch landschaftlich abwechslungsreiche Gegend des Landkreises Neustadt an der Aisch über die Markgrafenstadt Uffenheim nach Gollhofen zurück.

Bei einem nächsten Besuch verweile ich etwas länger im Taubertal mit Abstecher nach Rothenburg ob der Tauber und Wertheim. Es sind sehenswerte Highlights im Taubertal zu entdecken, dass eine Fortsetzung folgt.

Im Lieblichen Taubertal entdeckt man viel Schönes am Wegesrand, entschleunigt abseits Hektik und Stress.

Infos

Anreise ins liebliche Taubertal mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Tauberzell, beispielsweise mit Bahn zum Bahnhof Steinach bei Rothenburg ob der Tauber, weiter im Regionalverkehr zum Bahnhof Rothenburg ob der Tauber und mit Linienbusverkehr nach Tauberzell; alternativ Anreise mit Rad.

Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ e.V.
Gartenstraße 1
97941 Tauberbischofsheim

Telefon +49 9341 825806 
Telefax +49 9341 825700
Web www.liebliches-taubertal.de

Offenlegung: Für diese Pressereise wurde ich vom Tourismusverband „Liebliches Taubertal e. V.“ auf Honorarbasis unterstützt. Meine Erfahrungen und geschilderten Erlebnisse bleiben von jeglicher Bezahlung unbeeinflusst und spiegeln die momentane Situation wider.

Authored by: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald