Comic-Tagebuch von Sabine Dinkel "Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens"

Comics vom Nasenmännchen heitern auf, selbst in schwierigen Zeiten

Eines Tages begann das Lebensbuch von Sabine Dinkel ein neues Kapitel aufzuschlagen. Wegen einer Arschbombe, der Schnieptröte (so nennt die Autorin die Eierstockkrebs-Erkrankung). Das Comic-Tagebuch „Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens“ war geboren …

Während der Anfangsphase der Erkrankung brachte sie ihr Buch im humbold-Verlag „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ ins Licht des Buchhimmels.

Die Diagnose zu verkraften und damit umzugehen, hilft ihr, mit Comic zeichnen. Das Zeichnen liegt ihr in den Genen. Sie organisierte schon vor der Erkrankung Zeichen-Workshops, um die lustigen Nasenmännchen aufs Papier zu zaubern. Neben ihrer Tätigkeit als Coach für Personalberatungen und Existenzgründer.

Mit den Nasenmännchen-Comics versucht Sabine die Diagnose Eierstockkrebs zu verarbeiten und mit den einhergehenden Berg- und Talfahrten umzugehen.

Die Geburt des Comic-Tagebuchs von Sabine Dinkel

Anfänglich veröffentlichte sie ihre Zeichnungen nur einem eingeschränkten Freundeskreis auf Facebook. Das Comic-Tagebuch „Arschbombe in die Untiefen des Lebens“ fand da seinen Anfang.

Die Geschichte nahm ihren Lauf.

Als Leserin macht es mich an manchen Stellen sprachlos. Dann wendet sich das Blatt, wenn Grumpy in der Buchmitte auftaucht oder ein Energiewichtel. Sabines Wortkreationen helfen ihr, sich von unangenehmen Zwischendiagnosen zu distanzieren. Grumpy ist ein lieber guter Kumpel, der Freude verbreitet. Ein Energiewichtel ist mit einem Appetit-Wichtel gleichzusetzen, sie sorgen für Appetit und die gesunde Nahrungsaufnahme.

Ich entdecke auf vielen Comics die beiden Bassetdamen mit Sabine. Sie selbst porträtiert sich künstlerisch in allen Facetten.

Trotz dem schweren Thema schafft es die Autorin, mir unzählig viele Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Unglaublich hübsch und filigran sieht der Kopfschmuck eines Energiewichtels aus, und wenn davon gleich ein ganzes Rudel angeflogen kommt …

Die Comics sind pro Zeichnung teils in sich geschlossene Erlebnisse eines oder mehrerer Tage, oder handeln von einem wichtigen Ereignis. Mit Witz, mit Charme und ab und an der ungeschönte Blick auf die Situation.

Das Vorwort zu dem Buch schrieb übrigens die bekannte Notaufnahmeschwester Inge Wollschläger, vom gleichnamigen Blog. Ich las mit einem Lächeln ihre Zeilen. Fein, auf den Punkt gebracht, witzig. Damit fing das Buch humorvoll an.

Meine Randnotizen zur Arschbombe in die Untiefen des Lebens …

Seite 14: … alles nahm eine eigene Dynamik, durch den Zuspruch der Facebook-Community

Seite 44: Selbstwirksamkeit!

Seite 49: es wird haarig!

Seite 56: finde ich eindrücklich gezeichnet, das Nasenmännchen „Sabine“ mit grün-blonder Mähne, die Augen gucken fassungslos

Seite 58: das ist witzig, … „schneller schlank durch Bauchpunktion – von führenden Onkologen empfohlen“ – ein schelmischer Witz, eben eines der besten Beispiele für Sabines Humor, der sich durch das ganze Comic-Tagebuch und durch den Ratgeber „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ hindurchzieht

Seite 60: Sabines Nasenmännchen Workshops …

Seite 63: mit Schorle auf Tumormaker eines Normalos gesunken, puuh, gott sei dank …

Seite 65: Energiewichtel, wunderschöne Zeichnung!

Seite 69: ich seh Kirschen im Comic – #KirschenfürBine (der Hashtag, über den man viele Tweets in Twitter und Bilder in Instagram findet)

Seite 77: … nach weniger gutem Einstand in der Reha folgt Comic mit Gelüstermerkmal, da waren wieder Kirschen

Comictagebuch Arschbombe in die Untiefen des Lebens - Sabine Dinkel Autorin/HAWEWE Verlag
Einblick in das Comic-Tagebuch Arschbombe in die Untiefen des Lebens – Sabine Dinkel Autorin/HAWEWE Verlag

Seite 80: ein Comic in Lila-Tönen, der mich gedanklich gleich mit auf die Sonnenliege umhaut. Alle Viere von sich strecken, das kann auch Sabines kleine Familie, Sabine, ihr Mann und die zwei Bassetdamen …

Seite 103: ein Comic mit dem MRT, das ich nun nie mehr vergesse, falls ich mal in eins hinein und hindurchfahren muss, denn Sabines MRT Comic sagt: „die wuppt das“, dann mach ich das bei einem MRT auch, „ich wupp das“ ….

Seite 104: Vermerk an mich: Falls ich in das MRT rollen „darf“, kauf ich zuvor Ohrstöpsel und eine Augenbinde, alternativ einen angenehm duftenden Waschlappen auf die Augen, den ich vielleicht ein kleinwenig feucht machen kann und mit einem Duftöl beträufle, zur Beruhigung, und damit ich die Augen zulasse, sonst kribbelt die Platzangst in mir durch …

Seite 107: der Graben zu Freunden, die Angst vor dem Thema haben und vom Umgang miteinander …

Seite 119: wichtig, neben dem/der Erkrankten, nie die Angehörigen außer Acht lassen. Selbst bin ich eine Angehörige einer nahestehenden Person, die mit einer Krebserkrankung kämpfte. Statt ein halbes Jahr, haben wir es auf ein ganzes Jahr geschafft. Damals in jungen 32 Jahren, war das eine meiner tiefgehendsten Erfahrungen. Daher kommt öfters mein Aufruf, die Erforschung des Pankreaskarzinoms zu unterstützen. Im November 2018 erledigte ich dies mit einer privaten Spende, die ich vor meiner Fahrrad-Tour quer durch Deutschland ankündigte.

… das Wasser im Bauchi … (Comic links im Bild)

Seite 120: Sabines Mann Alexej veröffentlicht über Kurzvideos Szenen, die berühren, aufrütteln und zum Wechsel der Perspektive einladen. Er setzt sich seit der Erkrankung seiner Frau für An- und Zugehörige ein.

Seite 121: der lustige Grumpy zieht ins Hause Dinkel ein …

Seite 134: Sabine fokussiert sich immer wieder aufs Neue: „auch, wenn es mir verdammt schwerfällt und ich am liebsten mal irgendwem eins auf die Nuss hauen würde“, versucht sie sich auf das Gute zu konzentrieren und dorthin den Fokus zu lenken

Seite 143: die liebreizenden Momente, wenn die Krankenschwester das Bett aufhübscht und man plötzlich von „Zwängen“ liest … wieder ein Lächeln im Gesicht

Seite 145: die freudvollen Helferlein in stillen Stunden wollen im Krankenhaus nicht so wie sie sollen, wie, „nur Netflix kann ich nicht streamen, irgendwas ist ja immer ….“. Aber, nun kommt Sabines Parole: „We can be heroes, just for one day“ (wie großartig, das schrieb ich mir auf ein Postit und hängte ihn an meinen Badspiegel)

Nasenmännchen Comic
mein erstes Nasenmännchen :-)

Seite 153: der Buchtitel Arschbombe … wurde während der Buchentstehung vom Verlag erstmal nicht angestrebt, aber … siehe da, er hat es dann doch geschafft :-)

Seite 158: es geht rund in Sabines Leben, mal hier, mal da, kaum ein Tag vergeht in dieser Zeit, ohne Hiobsbotschaften …

Seite 162: jeden Moment an Freiheit, zu Hause sein zu können und dorthin vom Arzt wieder zurückgeschickt zu werden, schätzt und würdigt Sabine mit großer Dankbarkeit

Seite 163: hier, da ist er, der Hinweis …. woran man die Bassetdame Frieda erkennt – gebührend bekam sie im Comic zwei Bildflächen, zwar ein trauriger Anlass, aber sie hat das mittlerweile gewuppt :-)

Seite 179: die schönen Sonnenseiten im Leben nie vergessen, dazu ermutigt Sabine in so vielen Situationen, wie die Fotosession in München von und mit „Recover your smile“ und weiteren schönen Begegnungen in München

Seite 182: für eine neue Schorle-Zeit (Chemo) gab’s Postkarten, eine schöne Aktion namens #giggelchemo

Seite 184: Ende des Comics – mit schönem Abschlusscomic mit Sabine und ihren zwei Vierpfoten-Damen

Comictagebuch Arschbombe in die Untiefen des Lebens - Sabine Dinkel Autorin/HAWEWE Verlag
Comic-Tagebuch Arschbombe in die Untiefen des Lebens – Sabine Dinkel Autorin/HAWEWE Verlag

Das Comic-Tagebuch zeigt einen Einblick in die vielen Unterstützungsmöglichkeiten von außen. Ganz wichtig natürlich die Familie, Tiere, Freunde, Organisationen, Selbsthilfegruppen, Aktionen wie „Recover your smile“ (Fotosession in Kostümen verkleidet extra für Krebserkrankte), eine Sterbeamme, nicht zuletzt auch soziale Netzwerke. Über diese kann Unterstützung angefragt und um Hilfe gebeten werden.

Am Ende des Comic-Tagebuchs von Sabine Dinkel ist und bleibt ihr unermüdlicher Humor.

Welch schöner Moment war es für mich, Sabine am 25. Januar 2019 persönlich zu treffen. 

Sabine Dinkel mit mir
mit Sabine Dinkel beim Neujahrslunch der FinV – Frauen in Verantwortung in Hamburg

Danke liebe Sabine, Du schenkst so vielen Menschen Mut, Zuversicht und Hoffnung durch das Comic-Tagebuch. Und ermunterst, das Leben neu „zu denken“. Dem Leben eine neue Richtung zu geben. Auf das Wesentliche konzentriert. Mit ganz viel Herzblut. Ich glaub, dass das auch „Gesunde“ öfters machen können. Statt „höher, schneller, weiter“, zählen doch die Momente, wo man an der See in den Sonnenuntergang blickt, oder zwei Fellnasen neben sich hat und die Hände tief in das Fell eintauchen …. 

Danke, liebe Sabine für dieses Comic-Tagebuch!

Infos
Buchtitel "Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens"
Autorin Sabine Dinkel
Verlag HAWEWE
Erscheinungsdatum 7. November 2018, 1. Auflage
Paperback, Klappenbroschur, 196 Seiten
ISBN 978-3-947815-77-7

... bei amazon fielen mir natürlich noch weitere Worte ein (kein Affenlink, ähm ... kein Affiliate-Link).

 

(Offenlegung gemäß Bloggercodex: Für diesen Beitrag bekam ich das PDF vom Verlag HAWEWE kostenfrei zur Verfügung gestellt – besten Dank! Meine Gedanken bleiben unberührt von einer kostenfreien Zusendung.)

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Als Reisebloggerin berichte ich freiberuflich von Reiseregionen in Deutschland. Fahre mit dem Fahrrad und reise umweltfreundlich. Mit Social-Media-Beratung, der Umsetzung für Tourismusregionen, sowie für Selbstständige und Solopreneure, unterstütze ich Menschen im Tourismus. Mit einem eigenen Blog bauen Gründerinnen, Freiberufler und touristische Regionen sich ihre eigene Marke auf und stärken die Vertrauensbildung. Das Blog ist mit der Website ein wesentlicher Pfeiler im Marketing. Mehr über mich und von Social Media | Webdesign | Bloggen lesen.
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