Lessingtheater Wolfenbüttel

Wolfenbüttel: Fahrradfreundliche Kommune

Es ist ein sonniger Samstagvormittag und die Utensilien sind für ein paar Tage Radfahren im nördlichen Harzvorland in der Satteltasche verstaut.

Früher als geplant komme ich am Bahnhof Lüneburg an. Ein paar Minuten später sind mein Rad und ich im Erix, der uns nach Uelzen bringt. Dort ein Zwischenstopp, um von Gleis 301 auf Gleis 303 zu kommen. Alles machbar. Ich trage mein Rad die gefühlt 20 Stufen nach unten. Sicher unten angekommen spricht mich von hinten eine Zugbegleiterin an, ob ich nach Magdeburg möchte. „Nein, nach Braunschweig. Dachte, es gibt einen Aufzug und stufenfreien Zugang“. Über den defekten Aufzug klärte man mich noch auf, am Weg zum Gleis 303.

Hundertwasser-Bahnhof Uelzen ein Besuchermagnet

Wunderschön gebaut wurde der Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen. Leider hatte ich keine Zeit für ein Foto. Das hole ich auf der Rückfahrt nach. Hoch zum Gleis kamen wir nun mit dem Aufzug. Das Rad mit etwa 25 kg, einer ca. 5 kg schweren Satteltasche und dem Rucksack mit gefühlt vier Kilo. Und ich.

Der Anschlusszug nach Braunschweig stand bereit, gleich ins nächste Abteil stieg ich ein. Bequem und stufenlos konnte man einsteigen. Die rund eineinhalb Stunden vergingen schnell. Vorbei an Pferde- und Naturlandschaften, Bahnsteigen im Gras, fand ich die Strecke so schön, dass ich sie sicher noch öfters fahre.

Die 30 Minuten Wartezeit am Braunschweiger Bahnhof war problemlos, denn ich blieb auf Gleis 1 und der gleiche Zug fuhr weiter nach Goslar. Nach 8 Minuten stoppte er in Wolfenbüttel. Meinem Ziel.

Schöner Sonnenschein begrüßte mich und am Radweg ging es gemütlich und sicher zur Unterkunft.

Stadt und Landkreis Wolfenbüttel: Seit August 2018 Auszeichnung Fahrradfreundliche Kommune

Seit diesem Jahr 2019 beachte ich Informationen zur Fahrradfreundlichkeit verstärkt. Kurios ist, dass ich zum gleichen Zeitpunkt in Wolfenbüttel verweilte, am 27. August 2018, als die Stadt und der Landkreis die Auszeichnung erhielt, „Fahrradfreundliche Kommune“.

Ich sah lange noch nicht alles und am Fahrrad bei der Fahrt im Verkehr kann man unmöglich alles aufnehmen, dokumentieren und fotografieren. Bemerkenswert fand ich jedoch schon eine Stelle an einer Ampel, extra für Fahrräder die rotmarkierten Bereiche. An der Stelle hätte ich jedoch die Frage, darf ich von hinten an den Autos vorbei fahren und mich an die vorderste Position stellen? Ich hätte da an hupende und nervös reagierende Autofahrer gedacht …

 

Wolfenbüttel Fahrradstadt

 

Einige andere vorbildliche und fahrradfreundliche Stellen fielen mir auf.

Bekannte Orte in Wolfenbüttel fuhr ich mit Rad noch an, das Schloss, das Bürgermuseum und Lessinghaus mit der angrenzenden Herzog August Bibliothek (HAB).

Zumindest schaffte ich es dieses Mal, in den Eingangsbereich der HAB. Das Deckengewölbe, das große Gemälde an der Kasse, zeigten einen ersten Eindruck. Auch wenn ich es gar nicht aussprechen mag – denn ich verschob schon einmal den Besuch, aber ich war auch an dem Tag nicht mehr aufnahmefähig und das käme dem bedeutenden Bau nicht gerecht.

Später verstaute ich mein Rad sicher im Parkhotel Altes Kaffeehaus, und zog mich ins Zimmer zurück. Die dunklen Wolken nutzte ich für ein paar Stunden Schlaf. Bevor ich hier diesen Beitrag am Smartphone tippte.

Fazit des Tages: ruhige Anreise, Wolfenbüttel begrüßte mich im Sonnenschein und ein paar neue Blickwinkel auf die Stadt aus Radfahrersicht konnte ich gewinnen.

 

Lessinghaus und Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel
Das Lessinghaus links und die HAB im Hintergrund

 

Lessingtheater Wolfenbüttel
Das Lessingtheater neben dem Parkhotel Altes Kaffeehaus

 

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Als Reisebloggerin berichte ich freiberuflich von Reiseregionen in Deutschland. Fahre mit dem Fahrrad und reise umweltfreundlich. Mit Social-Media-Beratung, der Umsetzung für Tourismusregionen, sowie für Selbstständige und Solopreneure, unterstütze ich Menschen im Tourismus. Mit einem eigenen Blog bauen Gründerinnen, Freiberufler und touristische Regionen sich ihre eigene Marke auf und stärken die Vertrauensbildung. Das Blog ist mit der Website ein wesentlicher Pfeiler im Marketing. Mehr über mich und von Social Media | Webdesign | Bloggen lesen.
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