Hann. Münden: Dreiflüssestadt, auf Spurensuche nach Weser, Werra und Fulda

Es war ein Oktobertag im Jahr 2018, als ich zu Radtouren an Flüssen recherchierte. Ich stellte mir die knifflige Aufgabe, nach interessanten Fluss-Radwegen entlang sehenswerter Regionen in Deutschland zu suchen. Klar, da gibt’s ausgearbeitete Touren, mit Radkomfort und Gepäcktransfer. Doch ehrlich, das ist mir nicht wichtig. Ich reise gern mit leichtem Gepäck.

Eine zweite Aufgabe stellte ich mir, mit Lieblingsregionen wollte ich Fluss-Radtouren verknüpfen. Wie die Region um Lüneburg, Wolfenbüttel oder die Dreiflüssestadt Hann. Münden. Letztere ist mir ins Auge gestochen, als der Weser-Harz-Heide-Radfernweg mir passend erschien, die Regionen zu verbinden. Er verläuft allerdings nicht direkt an Flüssen. Mitunter zwar am Elbe-Seitenkanal und Teile an der Oker. So war die Idee geboren, die Zwischenstrecken mit der Bahn zurückzulegen und für einen Tag an der Weser, der Werra und Fulda zu fahren. Genau das steht nun an: Am 30. April 2019 fahr ich an den drei Flüssen.

 

Erster Spaziergang durch die Dreiflüssestadt Hann. Münden

Der Wanderarzt, Johann Andreas Eisenbart, prägt seit seinem Wirken und letzter Ruhestätte die Dreiflüssestadt. 1727 in Hann. Münden verstorben, und geboren im bayerischen Oberviechtach (im Jahr 1663). Da haben wir etwas gemeinsam, geboren in Bayern, wohnhaft in Niedersachen. Hann. Münden liegt am südlichen Teil von Niedersachsen, am Rand zu Hessen und Thüringen.

Der Weserstein

Da wo die Werra und die Fulda zusammen kommen, fließen sie als Weser gemeinsam weiter. An dem bedeutenden Punkt steht der Weserstein.

 

 

Dorthin kam ich, als ich dem Flusslauf der Fulda folgte.

Für Wanderer ein Tipp

Ab dem Weserstein beginnt der „Werra Burgen Steig“, den Wanderer begrüßen, die an 11 Tagesetappen durchschnittlich 13 km täglich wandern. Am Ende kommen sie in Tannenberg nach 133 km raus.

Gleich in der Nähe des Wesersteins ist ein Campingplatz und der interkulturelle Garten. Aus verschiedenen Pflanzen, die unterschiedlich gedeihen, bemühten sich Privatpersonen, diesen einen gebührenden Platz zu schenken. Ursprünglich angedacht, pflanzten Menschen aus verschiedenen Nationen ihre Pflanzen an (gegründet vom Bürgertreff des „LOS Projektes“). Das klappte aufgrund der klimatischen Bedingungen nicht so gut. So passte man die Bepflanzung im Laufe der Jahre an. Heute hegt und pflegt man es in Privathand und erhält Lob für die saubere Beetgestaltung. Einen Tag später traf ich Andrea, die als „Verantwortliche“ am Schild genannt wurde.

Als ich an den historischen Häuserfassaden vorbei ging, zückte immer wieder die linke Hand nach dem Handy. Kein Haus gleicht einem anderen. Jedes ist individuell mit Fachwerk und Stuck erbaut.

Viele Straßenzüge öffnen den Blick zur Tillyschanze. Ein rund 30 minütiger Spaziergang zu dem Aussichtspunkt ermöglicht eine Aussicht auf das weit gelegene Hann. Münden in den Flusstälern von Werra, Fulda und Weser.

 

Tillyschanze, Aussicht auf Hann. Münden

 

Wo kam ich noch vorbei?

Der Hagelturm fiel mir ins Auge, als ich links um ein Haus bog. Er beherbergt das Museum der Arbeit. Gegenüber steht das guterhaltene Fabrikgebäude Händler und Nattermann.

Nah am Turm sind die Grün- und Wallanlagen. Dort entsteht eine Naturwiese. Ein Schild weist die Mündener BürgerInnen darauf hin, und bittet um Geduld, denn eine Naturwiese entsteht über einen längeren Zeitraum.

Werra Radweg

Überall verteilt an markanten Stellen in der Stadt sieht man Rad- und Wanderweg-Schilder. Unter anderem prominent, der Werra-Radweg.

 

Werra radweg

 

Ein Teil des Wasser- und Fischlehrpfades sah ich an der Werra. Von der Innenstadt überquerte ich die historische Werrabrücke und gleich links steht eine Skulptur von Doktor Eisenbart, sowie Schautafeln von und zum Wasser.

An der Werra liegt übrigens das Fachwerk-Hotel Eisenbart, das Radfahrern besondere Annehmlichkeiten im Rahmen von Bett & Bike bietet.

Im Rahmen dieser Recherchereise buchte mich die Tourist-Info in dieses Haus. 2019 erneut ausgezeichnetes Hotel von „Bett & Bike“.

Das war ein erster Einblick in die Fachwerkstadt mit den drei Flüssen Weser, Werra und Fulda. Ob Wandern, Radfahren oder durch die Altstadtgassen treiben lassen, die Stadt Hann. Münden bietet für Groß und Klein Urlaubsfreuden das ganze Jahr.

 

an Tourist Info
Wasserspiel zwischen Rathaus und evang. luth. Kirche St. Blasius.

 

Einen ausführlichen Abschluss-Bericht über die Reise nach Hann. Münden und der Fahrrad-Tour an der Weser findet sich an anderer Stelle, sowie ein erster Erfahrungsbericht zur Radtour an Weser, Werra und Fulda.

Als Reisebloggerin berichte ich freiberuflich von Radtouren aus der Lüneburger Heide, meiner Wahlheimat Amelinghausen und Lüneburg, sowie deutschlandweit. Fahre mit dem Fahrrad und reise umweltfreundlich. Mit Social-Media-Beratung, der Umsetzung von Marketingstrategien für Tourismusregionen, sowie für Selbstständige und Solopreneure unterstütze ich Menschen in unterschiedlichen Branchen. Mit einem eigenen Blog bauen Gründerinnen, Freiberufler und touristische Regionen sich ihre eigene Marke auf und stärken die Vertrauensbildung. Das Blog ist mit der Website ein wesentlicher Pfeiler im Marketing. Mehr zum Bloggen | Social Media | Webdesign lesen.
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