Müll entsorgen, ausserhalb der Natur

Müll verwerten mit der Strandgut-Poesie

Mit dem Fahrrad fahre ich gemütlich in Tempo 25 km/h an Natur- und Kulturlandschaften im Naturpark Lüneburger Heide vorbei. Über die Wege mit Kopfsteinpflaster wird es langsamer und zuweilen steige ich ganz ab und schiebe das Rad. So bemerkt man aufmerksamer die Landschaft, vor allem auch das, was rechts und links der Wege liegt.

Bei einem violettfarbenen Fingerhut zücke ich gerne die Kamera. Und besonders Mitte Juli bei Heidebüschen, die ihre zarten Knospen nach und nach öffnen.

Sinnvolle Restmüllentsorgung

Aber zwischen Heidekraut und Grashalmen entdeckt man mitunter ein silbernes Etwas, ein Bonbonpapierchen oder eine Glasflasche von Menschenhand getragen und fallen gelassen. Zugegeben, kalt lässt es mich nicht. Es erhitzt das Gemüt und man fragt sich, warum nur … Doch diese Frage endet in einer endlosen Spirale.

Da der Satz seit meiner Kindheit in meinem Hinterstübchen sitzt, „mach das nicht, nicht einfach wegwerfen, …“, sind meine Antennen sehr wachsam, was die Spielregeln in der Natur angehen.

Mehr Sinn macht das „aktive“ Handeln, statt passives Ärgern.

So kommt es vor, dass ich zwei Bierflaschen aus der Heidefläche in den nächsten Getränkemarkt bringe und das Pfand in die Spendenbox „Hilfe für Kinder in Not“ stecke.

Oder eine extra Runde mit dem Fahrrad fahre, um weggeworfenes Papier an den Straßenseiten aufzuheben mit Handschuhen und einer Abfalltüte in der Hand, da diese Utensilien nicht sofort griffbereit dabei waren. Künftig findet sich immer ein Handschuh und eine Abfalltüte in meinem Rucksack, für den Fall der „Müll-Fälle“.

Damals postete ich das Vorher-Nachher-Bild und schrieb Sabine Dinkel an mit den Worten, „dir würde jetzt sicher etwas Lustiges dazu einfallen“. Prompt die Antwort von Sabine, die lest ihr auch auf Twitter.

 

Bildgestaltung aus Müllresten

Mit weggeworfenem Müll kann man seine kreative Seite ausleben.

Kreativität sitzt in jedem verborgen. Bei manchen kann sie verschüttet sein, bei anderen liegt sie offen auf Händen. Wie bei Sabine Dinkel. Sie ist mehrfache Autorin und Coach für Menschen mit hochsensiblen Seiten.

Während ihrer Reha an der See entdeckte sie bei Strandspaziergängen Müll. Ihre kreative Ader kam mit ihr durch, als sie einige Plastikteile, alte Knöpfe, Alufolie und weiteren weggeworfenen Krimskrams geschwind in einen Beutel steckte, um im Zimmer diese fein säuberlich auszupacken und ihnen ein neues Leben einzuhauchen.

Das „Müll-einsammeln-und-Bilder-gestalten“ bekam bald seinen Namen: Sabines Strandgut-Poesie.

 

Comic Zeichnungen von Sabine Dinkel

 

Wer Sabine Dinkel aus Erzählungen oder von ihren Büchern kennt, der weiß, sie besitzt einen Schalk im Nacken. Einen liebevollen, der ihr ins Ohr flüstert, dass es immer etwas Humorvolles in einer schwierigen Zeit gibt.

Schwierig ist der Müll in der Natur oder in der Stadt sicherlich auch, doch meine ich da einen anderen „schwierigen Knaben“. Sabines Bücher „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ oder „Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens“, sprechen trotz dem schweren Thema auch eine humorvolle Seite an. Denn genau das will sie. Dem Thema Krebs und im Fall des Müllberges eine „gute“ Seite abgewinnen. So entstehen fast schon „Liebes-Müll-Botschaften“, die man in dem handlich gestalteten Aufsteller von HAWEWE-Verlag lesen kann.

Einen ersten Eindruck gewinnt man auf ihrer neuen Strandgut-Poesie-Website. Und mit jedem Comic-Buch holt man sich Lustiges fürs Auge und Herz nach Hause. Berührend und schön bebildert enthalten die Kurzgeschichten zu den Figuren eine eigene und besondere „Müll-Weisheit“. Wobei man hier gar nicht mehr von Müll schreiben darf, es sind Kunstwerke!

 

Lust auf mehr?

Die lustigen Geschichten der Strandgut-Poesie gibt’s auf über 58 Seiten im Aufstellbuch.

Der HAWEWE-Verlag hat es für Sabine herausgebracht und versendet es zuverlässig nach Bestelleingang.

Erschienen ist die 1. Auflage am 10. Juli 2019 unter der ISBN 978-3-947815-80-7.

Zum Verlag und zur Strandgut-Poesie, bitte hier weitersurfen.

 

Mit einer ansteckenden Strandgut-Poesie sieht vielleicht bald jede Straße und Wanderweg wie im unteren Bild der Döhler Heide aus. Diese besuchte ich an einem Sonntag im Juli 2019. Bereits zum vierten Mal darf ich dieses blühende Naturwunder in der Lüneburger Heide bestaunen.

 

Müll entsorgen, ausserhalb der Natur

 

PS: Das Buch „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ hab ich hier schon mal vorgestellt, wenn du lesen magst, dann gerne hier anklicken. Und zum Comic-Tagebuch der „Arschbombe“ kommt man hier.

 

 

Als Reisebloggerin berichte ich freiberuflich von Radtouren aus der Lüneburger Heide, meiner Wahlheimat Amelinghausen und Lüneburg, sowie deutschlandweit. Fahre mit dem Fahrrad und reise umweltfreundlich. Mit Social-Media-Beratung, der Umsetzung von Marketingstrategien für Tourismusregionen, sowie für Selbstständige und Solopreneure unterstütze ich Menschen in unterschiedlichen Branchen. Mit einem eigenen Blog bauen Gründerinnen, Freiberufler und touristische Regionen sich ihre eigene Marke auf und stärken die Vertrauensbildung. Das Blog ist mit der Website ein wesentlicher Pfeiler im Marketing. Mehr zum Bloggen | Social Media | Webdesign lesen.
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