radfahren herford an wallanlagen

Herford: Radtour an Werre, Aa und Wallanlagen

Der Blick frühmorgens aus dem Hotelfenster versprach einen klaren und sonnigen Herbstsonntag. Perfekt für eine Radtour an der Werre, der Aa und dem Stadtgraben um die Altstadt Herfords. Rund um den Innenstadtkern führt die alte Stadtmauer. Daran fuhr ich entlang und berichte in dem Beitrag neben vielen Fotos auch zu Hintergrundinformationen. Natürlich mit Ausblicken vom Fahrrad!

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Was gefiel mir besonders an Herford? Die Freundlichkeit der Menschen. Die Hanse- und Kleinstadt Herford fand ich gemütlich, man ist auf kurzen Wegen an zahlreichen Sehenswürdigkeiten und im Grünen. Genießt moderne, regionale Küche aus Ostwestfalen-Lippe und lernt vieles zur Geschichte.

 

Doch das ist nicht das Einzige, wovon du hier lesen wirst, zur ausführlichen Beschreibung der Radtour an den Wallanlagen bekommst du einen

» Hoteltipp: Hotel zur Fürstabtei neben dem Münster, und du erfährst Neues zur

» Ende August 2019 eröffneten Herforder Markthalle – ideal für Besucher*innen, Bürger*innen und für Firmenevents.

 

Los geht’s auf dem Fahrrad!

Ich nehme dich mit auf eine Radtour durch die Alt- und Neustadt, den Stadtteil Radewig, das Marta-Viertel, entlang Werre, Aa und Stadtgraben. Unterwegs zeige ich dir die stattliche und hohe Münsterkirche, die Markthalle, das Hotel zur Fürstabtei, die Tourist-Info, das Rathaus und die Wallanlagen in der Herbststimmung.

 

fahrrad unterwegs in herford
mit Fahrrad unterwegs in Herford; oben rechts: Aussichtssteg; unten links: Rad-Center am Bahnhof; unten rechts: an der Werre

 

Nach Absprache durfte ich mir ein Fahrrad vom Hotel Hansa Herford ausleihen. Sonst steht das Angebot nur Hotelgästen gegen eine Gebühr zur Verfügung.

 

Start der Radtour

So startete ich in der Brüderstraße direkt beim Café Kontor, mit kleiner Rösterei und Ausschank von frischgebrühtem Kaffee.

Über die Bergertorstraße erreichte ich das Ufer der Werre. Als ich ankam startete die Wasserfontäne und zauberte ein hübsches Motiv. Flussabwärts folgt man am linken Ufer entlang des Bergertorwalles.

Bis ich rechts an der Petrikirche vorbei fuhr, genoss ich jeden Pedaltritt. Atmete tief ein und aus. Ein Spätsommerhauch lag in der Luft. Ein Moment, der noch lange anhalten könnte …

 

Weiter in der Fahrradstraße …

Rechts bog ich nach der Kirche in die Auguststraße ein, aber nur, weil ich „Fahrradstraße“ las. Ich hatte einfach Lust einmal auf einer Fahrradstraße entlang zu fahren ohne zu wissen wohin sie mich bringt.

Die Mündung der Aa lag linkerhand.

Die nächste Station kam exakt zum richtigen Moment, denn am Marta Museum wollte ich natürlich auch vorbei fahren. Dieses kunstvolle Gebäude – geschaffen und entwickelt von Architekt Gehry – fasziniert jedes Mal, auch wer nur davor steht.

Bis zum Kreisverkehr und der großen Metallkugel La Palla radelte ich weiter und bog wieder links in die Schillerstraße ein.

 

Herford MuseumMarta
Museum Marta Herford

 

Streckenabschnitt an der Aa bis zum Herforder Bahnhof

Zurück am Wall erfreute ich mich über andere Perspektiven der Sonnenstrahlen über dem Flussbett der Aa, sie strichen sanft gleitend durch das noch vorhandene Blattgrün einiger Weiden. Nach dem Schulwall lag ein Aussichtssteg vor mir. Blickwinkel und fotogene Motive hat man hier genug. Der Stadtgraben und die Aa fließen hier ineinander.

Weiter am Steintorwall folgte ich der Ausschilderung zum Bahnhof. In der Vorab-Recherche las ich von Rad-Center Dieter Marscheider. Neben dem Fahrradgeschäft ist ein Fahrrad-Parkhaus, wie ich es in ähnlicher Form auch von Lüneburg kenne. Auf meine telefonische Nachfrage ist leider kein Fahrradverleih mehr vorhanden.

Den kleinen Abstecher dokumentierte ich für euch mit einem Foto. Danach schwang ich mich wieder auf den Sattel und trippelte zurück zur grünen Oase Herford, an den Wallanlagen.

 

Am Museum Daniel-Pöppelmann-Haus vorbei …

Über den Deichtorwall brachte mich der Rad- und Fußgängerweg am Museum Daniel-Pöppelmann-Haus vorbei. Die prunkvolle Stadtvilla beherbergt wechselnde Ausstellungen des Herforder Kunstmuseums.

Ich passierte es rechterhand und steuerte auf die Aa zu. Über die historische Herthabrücke kam ich nun auf den Straßenzug „Unter den Linden“.

 

radfahren herford an wallanlagen

 

Übrigens suchte ich während der Radtour nach Mauern, Steinen oder Gedenktafeln. Diese fand ich nicht, aber beim Fahrradfahren bin ich auch abgelenkt und will die Stimmung von Herbst, der Sonne und den braunen Kastanien am Radweg einfangen.

Erst im Nachgang meiner Recherche zu diesem Beitrag las ich von einem 20 Meter langen Rest der Stadtmauer in der Mühlengasse.

 

Zurück zur Wasserfontäne in der Werre

Als ich am Wegrand stand, beobachtete mich ein Radfahrer und fragte, ob er mir helfen kann. „Einfach immer dieser Straße folgen, so kommt man an den Wallanlagen entlang“, antwortete er, bevor ich überhaupt eine Frage stellen konnte. Ich bedankte mich und versank weiter in meinem Stadtplan. Der Aawiesenpark und die umliegenden Häuser interessierten mich. Nach der kurzen Orientierung folgte ich weiter dem breiten, gut befahrbaren Radweg.

Über den Pöppelmannwall kam ich zurück zu meinem Ausgangspunkt an den Wallanlagen zur Wasserfontäne.

Da ich noch Zeit hatte, entschied ich mich für einen kleinen Abstecher am Weddigenufer und bei der nächsten Brücke auf der Salzufler Straße bis zur Mindener Straße zurück zu fahren.

Hier kam ich zum Neuen Markt in der Neustadt.

 

Der Neue Markt …

Im Hintergrund ragte die hohe Johanniskirche mächtig ins Bild. Davor ein Brunnen, Straßencafés, in denen Gäste gemütlich im Sonnenschein ihren Kaffee genossen.

Ich drehte mich um und sah das Wulferthaus, eine wunderschöne Häuserfassade der Lipperenaissance.

 

Johanniskirche am Neuen Markt
die Johanniskirche am Neuen Markt
huebsche haeuserfassaden
Wulferthaus mit Häuserfassade der Lipperenaissance

Ein paar Meter weiter kam ich rechterhand zum Linnenbauerplatz. Eine Bronzefigur symbolisiert den letzten Herforder Handweber aus dem 19. Jahrhundert, Fritken Oberdiek.

Durch die Fußgängerzone schob ich das Rad zur Münsterkirche. Genau ihr gegenüber lag unser Hotel zur Fürstabtei.

 

Stopp am Hotel zur Fürstabtei …

 

blick zur Münsterkirche und Hotel zur Fürstabtei
Hotel zur Fürstabtei – im Hintergrund das Herforder Münster

Hotel Tipp Herford: Hotel zur Fürstabtei

Das Geschichtshaus, das im Inneren viele Zeugnisse der Vergangenheit zeigt, wirkt gemütlich und durch die wenigen Zimmer familiär. Ein ganz besonderes Stadthotel!

Im Frühstücksraum hängen Gemälde von Fürstäbtissinnen. Nicht nur fein speisen konnte man vom Frühstücksbuffet, es besteht auch die Möglichkeit, in diesem besonderen Ambiente eine standesamtliche Trauung zu feiern.

 

1999 endete eine umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsphase im 400 Jahre alten Fachwerkhaus. Stiftsdamen des früheren Frauenklosters nutzten das Hotel als Verwaltungsgebäude.

Die 11 Einzel-, 3 Doppelzimmer, 4 Twin Zimmer und 2 King Size Zimmer sind behaglich und komfortabel ausgestattet. Mit eigener Dusche/WC, Sitzecke, TV, WLAN.

 

hotel fuerstabtei

 

Ausgesprochen freundlich bemühten sich die beiden Damen am Empfang und im Service beim Frühstück um das Wohlergehen der Gäste. Im Nachgang erfuhr ich, dass sie seit 14 bzw. 19 Jahren im Hotelservice des Hauses tätig sind.

Auch auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Vorlieben für vegetarisches Essen ging man ein. Zudem stellt man auf Anfrage Lunchpakete für den Tagesausflug zur Verfügung.

 

herforder muensterkirche
Herforder Münster

Monumentaler Bau der Herforder Münsterkirche

Mit dem Fahrrad wechselte ich die Straßenseite und kam zum Kirchenbau der Herforder Münsterkirche.

Die große westfälische Hallenkirche wurde zwischen 1220 und 1250 erbaut und war in den Anfängen ein Frauenstift. Heute bietet die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde neben Chorkonzerten, Bläser- und Orgelmusik, kirchenmusikalischen Gottesdiensten und jahreszeitlich geprägten Veranstaltungen auch die Reihe „offene Kirche“ an.

In nächster Nähe finden sich Marktstände, sowie die Herforder Kunst- und Kulturszene.

 

Stadtansichten Herford
Oben: die Markthalle und rechts daneben die Tourist-Info; links unten: das zweitälteste Haus Westfalen; unten rechts: Frotken Oberdiek, der letzte Herforder Handweber des 19. Jahrhunderts

Das Fahrrad schob ich zu meiner Rechten und steuerte auf die Markthalle und der direkt angrenzenden Tourist-Information zu. Gegenüber findet man heute das Rathaus.

 

rathaus in herford
Herforder Rathaus
neu gestaltete Tourist-Info
die neu gestaltete Tourist-Info in Herford, angrenzend an die Markthalle
Herford Markthalle
Herforder Markthalle

Markthalle Herford: Kochevent & Einkauf von Bio-Produkten

In der Herforder Markthalle kann man nicht nur Bio-Produkte einkaufen, man tut mit seinem Einkauf auch etwas für den guten Zweck, denn an vielen Ständen unterstützt man soziale Projekte.

Ein Kochevent bietet für Firmen eine abwechslungsreiche Abendgestaltung und fördert die Teambildung.

Das kann man sich beispielhaft so vorstellen, wie wir es als Gruppe der TeutoBloggerWG hatten:

Einige Standbetreiber der Markthalle stellten ihre Produkte in der Vorstellungsrunde vor. An dem Abend war das Kaffee- und Teegeschäft Cupdor vor Ort. Danach stellten sich zwei Frauen, Nicole Beckmann und Sabine Langkamp, vor, die mit ihrer „Bio Zeit“ ein breites Sortiment in der Markthalle präsentieren. Von Käse, Fleisch, Obst, Gemüse, Bioprodukten, und noch einigem mehr.

Weitere Anbieter waren ein Weinhändler. Wir kosteten einen leckeren Herforder Weisswein aus Leutersdorf. Zwar halbtrocken, er mundete aber sehr fein.

Die Gastroinsel bot Herforder Bier, alkoholfreie und alkoholische Cocktails, woanders sah man Pralinen, Trüffel und Schokolade, gegenüber kochte man Nudeln mit Soße, oder feine Wildgerichte. Jeder konnte sich frei entscheiden, wo er mitmachen wollte.

 

kaffee kochen Markthalle Herford
Kaffee kochen am Stand von Cupdor – die richtige Auswahl des Filters, das Falten und Waschen des Filters, sind neben qualitativem Kaffeepulver auch für den Kaffeegenuss entscheidend

Zu Kaffee zieht es mich immer hin. So lernte ich am Stand von Fatma Rekhis und Afif Boudaouara deren Zubereitung mittels Handfilter kennen. Praktisch, denn so bereite ich meinen Kaffee nicht nur morgens, auch mal zwischendurch und abends zu.

Cupdor bedeutet, die Goldene Tasse. An ihrem Stand bieten sie vier Kaffeesorten und rund 100 Bio-Teesorten an.

Wie brüht man Kaffee mit dem Handfilter?

Zuerst faltet man den Filter und wäscht ihn mit heißem Wasser aus. Danach füllt man das frisch gemahlene Kaffeepulver ein und gießt 94 Grad warmes Wasser ein. Nach 30 Sekunden kommt ein zweiter Aufguss mit heißem Wasser. Danach ist er auch schon fertig für die Tasse.

Der frischgebrühte Kaffee schmeckte einmalig gut. Es war wirklich ein feiner und sehr milder Geschmack. Ich hätte gut und gerne noch eine zweite Tasse trinken können.

Eine neue Info lernte ich an dem Abend dazu, je gröber der Kaffee gemahlen ist, desto stärker ist er. Umgekehrt, je feiner, desto milder.

Kleine Accessoires, Eistee und leckere Kleinigkeiten bieten sie zusätzlich an.

 

Das Kochevent endete bei einer gemeinsamen Mahlzeit am runden Tisch aus den zuvor zubereiteten Vor- und Hauptspeisen.

In der stimmungsvoll beleuchteten Markthalle fand dieses Event großen Anklang.

 

Ein letztes Highlight der Radtour durch Herford wartete noch auf mich …

Kommen wir nun zurück zu den letzten Metern der Radtour durch Herford. Von der Markthalle radelte ich ein letztes Mal am Hotel zur Fürstabtei vorbei und war nach 300 Meter am Hansa Hotel. Nach der Abgabe des Fahrrades und der Verabschiedung von der freundlichen Rezeptionistin ging ich ins angrenzende Café Kontor, hier sitzt man im Stile eines echten Kaffeehauses. Ich holte mir einen Becher frischen Kaffee, eine Wegzehrung und schlenderte damit zum Auto zurück. Neben dem Angebot Coffee-to-go steht auch das RECUP-System im Cafe Kontor zur Verfügung.

 

radtour herford und kaffee trinken
nach der Radtour einen Kaffee im Café Kontor, neben Hotel Hansa Herford

 

Ein bewegtes, sehr intensives Wochenende im Teutoburger Wald lag hinter mir.

Die Rückreise verlief entspannt über die Autobahn, abgesehen von einem kurzen Stau. Nach rund drei Stunden war ich zurück in Lüneburg und stand für ein letztes Foto im Wasserviertel der Hanse- und Backsteinstadt der Lüneburger Heide.

 

Interesse am Streckenverlauf der Radtour? Mit einem Klick öffnet sich die Website von Komoot und die GPX-Daten stehen dir zur Verfügung.

Das war für mich der zweite Aufenthalt in Herford. Im November 2018 besuchte ich für einen Tag die Hansestadt und lernte das Marta Museum von innen und außen näher kennen.

 

 

Offenlegung: Der Beitrag entstand im Rahmen der TeutoBloggerWG 2019 zu der mich die Fachstelle Tourismus Teutoburger Wald einlud. Die freie Berichterstattung spiegelt meine Erfahrungen wider. Vielen Dank an alle Beteiligten und Partner für dieses Wochenende.

 

Als Reisebloggerin berichte ich freiberuflich von Radtouren aus der Lüneburger Heide, meiner Wahlheimat Amelinghausen und Lüneburg, sowie deutschlandweit. Fahre mit dem Fahrrad und reise umweltfreundlich. Mit Social-Media-Beratung, der Umsetzung von Marketingstrategien für Tourismusregionen, sowie für Selbstständige und Solopreneure unterstütze ich Menschen in unterschiedlichen Branchen. Mit einem eigenen Blog bauen Gründerinnen, Freiberufler und touristische Regionen sich ihre eigene Marke auf und stärken die Vertrauensbildung. Das Blog ist mit der Website ein wesentlicher Pfeiler im Marketing. Mehr zum Bloggen | Social Media | Webdesign lesen.
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