Corona: Love Letters

Love Letters – Radfahren mit Herz

Fahrrad fahren macht Spaß, trainiert Herz-Kreislauf und die Atmung. Love Letters trainieren ebenso das Herz und stimulieren Glücksgefühle.

Texte, die Mut machen und dir ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern, sind bei jedem willkommen.

Love Letters, von denen ich hier schreibe, sind Liebesbriefe „der anderen Art“. Worte, die Mut machen, statt Liebes- und Lobeshymnen.

Die Idee zu einer Love Letter-Challenge hatte kürzlich Tanja auf Instagram. Vor kurzem plauderten wir über die Verkehrssicherheit, als sie Kindern beim Radfahren im Straßenverkehr unterstützte und mir eine Frage zur Verkehrserziehung beantwortete.

The world needs more love letters

Tanjas Idee geht auf die 2011 gegründete „the world needs more love letters“-Mission von Hannah Brencher zurück. Hannah erzählt in ihren TED Talks von den Erlebnissen aus dieser Zeit. Einmal näher eingetaucht in die amerikanische Version der Speakerin merkt man schnell, dass es hier um ein Herzensprojekt geht. Stell dir vor, du triffst in der U-Bahn oder im Bus eine einfach gekleidete Frau. Sie trägt eine Handtasche, zieht die Schultern etwas nach vorne und blickt auf den Boden. Der Gesichtsausdruck scheint eher traurig, mutlos zu sein. Jetzt die Frage, wie schafft man es mit einfachen und wenigen Worten, dieser Dame ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern oder einen schönen Moment, an den sie sich Jahre danach erinnert? Hannah setzte sich hin und begann einen Brief zu schreiben und steckte ihn den Personen zu oder legte die Briefe an öffentlichen Plätzen aus. Jeder Finder dieser Briefe erfreut sich für einen Moment, in der Bauch- und Herzgegend wird es warm und der Körper entspannt sich. Kennst du das auch?

Love Letter-Challenge

Diese Idee passt gerade jetzt in der C-Zeit (Coronazeit) so gut. Warum? Ich will dir von zwei Geschichten erzählen.

Vor einigen Tagen saß ich abends vor meinem Fenster und beobachtete die untergehende Sonne in der Abenddämmerung. Da schrieb ich einen Post für Instagram mit folgenden Worten.

 

the world needs more love letters

 

Du bist am richtigen Ort, zur rechten Zeit.
Du begegnest Menschen zur rechten Zeit.
Du gehst deinen Weg, wie ihn noch niemand anders ging.
Du gehst durch die Hölle, weil es Menschen gibt, die dir genau dann unter die Arme greifen.
Du steigst heraus.
Und vor der Gipfelbesteigung holst du den Schwächeren zu dir, greifst ihm unter die Arme.
Gemeinsam erreicht ihr die Gipfelspitze. Denn nur so erreicht ihr überhaupt das Ziel.

Überraschend bekam ich im Anschluss per Direktnachricht so angenehme Zeilen, dass ich fast sprachlos war.

 

Wenn alles zuviel wird und dann noch Instagram zu spinnen beginnt …

Wir kennen diese Situationen ähnlich einem Freitag, den 13., wenn alles auf uns einprasselt. Da fallen plötzlich alle Herzensprojekte der nächsten Wochen und Monate wegen Corona weg. Es rückt ein persönlicher wichtiger Termin näher, vor dem man große Angst hat. Briefe flattern in den Briefkasten von schlechten Nachrichten oder noch offener Rechnungen. Und dann geht der Algorithmus von Instagram seinen eigenen Weg, den du gar nicht brauchst. Im Grunde ist das ein Moment, wo man nur noch die Bettdecke über den Kopf zieht und nicht mehr aufwachen will.

 

Über eine Direktnachricht sprach ich eine Freundin darauf an und sie antwortete in knappen Worten, „es ist ein so schöner Text, wer ihn nicht liest, ist selber Schuld.“

Peng, da war der Knoten geplatzt …

Dieser kurze Satz traf genau in die Mitte und mein Gesicht begann zu schmunzeln. Am liebsten hätte ich die Freundin umarmt vor lauter Freude und Dankbarkeit.

Aber wie das eben mit Corona so ist, Abstand und so, … und sie sitzt jetzt nicht einmal ums Eck entfernt …

 

Für aufmunternde Worte oder von Herzen kommende Briefe braucht es nur eines, den Dreiklang zwischen Kopf, Herz und tippenden Fingern auf die Tastatur. Vielleicht mehr Herz als Verstand. Möglicherweise mehr Mut, einmal die Dinge beim Namen zu nennen, wenn man jemanden mag, der jetzt physisch nicht in der Nähe ist.

 

Wenn du nun auch sagst, „ach, ich greif zu Stift und Papier und schreib demjenigen oder der einen Brief“, dann fühl dich eingeladen und mach es. Ob mit einer Teilnahme an der Challenge oder im Stillen. Das ist egal. Es zählt, wie viel Freude der Empfänger des Briefes hat und wie es dein Wohlbefinden steigert.

 

Corona: Love Letters

 

Radfahren von und für das Herz

Es ist nachgewiesen, dass Radfahren die Gesundheit und die Aktivität des Herzens steigert. Auch das seelische Wohlbefinden verbessert sich. Die Aktivität an der frischen Luft und mitten in Natur unterstützt bei depressiven Verstimmungen und lenkt von eigenen Themen den Blick auf Schönes. Das haben Forscher in verschiedenen Studien nachgewiesen … und ja, ich hab’s jetzt nicht so mit Studien (denn glaube nie einer Studie, die du selbst verfasst hast …), aber der Grundtenor stimmt.

Radfahren schüttet ja auch diese Glückshormone aus, die dir ein besonderes Lächeln ins Gesicht zaubern. Und wer dich dann sieht, der fängt zu schmunzeln an. Wetten? Wir probieren es einfach mal aus bei einer der nächsten Radtouren, ok? :-)

Was man sich selbst wünscht, das gebe man anderen …

Wir wollen alle (oder die meisten ganz sicher) eine Welt, in der wir friedlich miteinander leben können. Warum nicht öfters einen Unbekannten anlächeln? Versuchen wir es einfach mal und warten auf die Reaktion ab.

Was wünschen wir uns, du vielleicht auch?

Mehr Verständnis füreinander …

Mehr Aufmerksamkeit im Gespräch auf das Gegenüber, genauso wie die Wahrnehmung der eigenen Empfindung …

Mehr ein „wir“ als ein „ich“ …

Mehr „wir schaffen das gemeinsam“ …

Mehr „im Hier und Heute“, als schon im Morgen und Übermorgen …

Mehr Freude im Herzen und in den anderen Menschen entzünden …

Mehr Gesten der Zugewandtheit …

Mehr fragen, „was kann ich dir Gutes tun?“, oder „womit kann ich dir helfen?“

Mehr ein „ich bitte um Entschuldigung“, als „du bist der Schuldige“ …

Mehr (echte) Liebe in Freundschaften, in (Lebens)Partnerschaften.

 

… all das, was ich mir für mich wünsche, für den anderen tun.

Mehr Radfahren mit Herz für die Welt! 

 

 

Als Radreisebloggerin berichte ich freiberuflich von Radtouren aus Niedersachsen und deutschlandweit. Fahre mit dem Fahrrad und reise umweltfreundlich. Mit Blog- und Social-Media-Beratung, der Umsetzung von Marketingstrategien für Leistungsträger, unterstütze ich Menschen im Online Marketing. Mit einem eigenen Blog bauen Gründerinnen, Freiberufler und touristische Regionen sich Reichweite und Markenbekanntheit auf und stärken die Vertrauensbildung. Das Blog ist mit der Website ein wesentlicher Pfeiler im Marketing. Mehr zum Blog- und Social-Media-Marketing | Webdesign lesen.
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