buch trauer leben lernen

Buchrezension Mit der Trauer leben lernen – Christine Kempkes

Welche Empfehlungen zum Trauern gibt das neue Buch von Christine Kempkes, „Mit der Trauer leben lernen – Impulse für eine neue innere Balance“ (Junfermann Verlag)?

[Rezension]

Diese Frage stellte ich mir, als ich von der Neuerscheinung des Buches im Oktober 2020 las.

Zum Inhalt des Buches

Das Buch begleitet Menschen in Trauerphasen, ob in einer aktuellen oder schon länger zurückliegenden. Wer sich fragt, was ist Trauer, wie geht man mit seiner Trauer um, wann ist die Trauerphase zu Ende oder was hilft in der schwierigen Zeit nach dem Tod eines lieben Menschen, der findet im Buch neben Antworten und Sichtweisen auch heilvolle Rituale, neue Handlungsmöglichkeiten und tröstende Worte.

Wenn auch der Tod und das Trauern in unserer Gesellschaft noch nicht so integriert ist wie in anderen Kulturkreisen, unterstützt der Ratgeber bei vielen Fragen. Gibt es ein Leben nach dem Tod oder schenken Verstorbene Zeichen an die Hinterbliebenen?

In welche Lebensbereiche eine Trauer schlüpfen kann, ob das erwartungsvolle Loslassen die Lösung ist oder wie sich die Trauer nach einem Suizid oder bei einem Geschwistertod unterscheidet, erläutert die Autorin mit behutsamen Worten.

Autorin Christine Kempkes

Beim Lesen des Buches spürt man die langjährige Erfahrung von Christine Kempkes als Trauerbegleiterin nach den Richtlinien des BVT (Fachverband für Trauerbegleitung), als Bestatterin und zertifizierten Coach. Des weiteren engagiert sie sich als ehrenamtliche Sterbebegleiterin im ambulanten Hospiz Oberhausen. Zudem ist sie Autorin des vorliegenden Buches.

Meine Erfahrungen mit dem Buch

Auf das Buch wurde ich über meinen Facebook-Stream aufmerksam. Als ich den Titel „Mit der Trauer leben lernen – Impulse für eine neue innere Balance“, las, war mein Gedanke, das Thema packe ich noch einmal an und wer weiß, vielleicht ist es gerade in diesem Jahr 2020 eine Chance, „es“ neu zu durchleuchten. Gerade im November, wenn die Natur sich merklich zurückzieht, die Taghelle kürzer ist und den Menschen eher besinnlich stimmt.

Jeder kennt die Situationen, man erfährt vom plötzlichen Tod eines Angehörigen oder eine Bekannte teilt einem eine Diagnose mit, die die Endlichkeit des Lebens vor Augen führt. Der Verstand weiß, wir rücken mit jedem neuen Tag näher an die Tür zum Tod heran. Aber wie steht es um das eigene Fühlen, das bewusst Machen oder achtsam mit seiner Trauer umzugehen? Wie trauern Kinder, ähnlich wie Erwachsene?

Mit 14 Jahren erlebte ich zum ersten Mal die Sterbephase von einer nahen Angehörigen. Knapp 20 Jahre später und nach einer schweren 15-monatigen Erkrankung zum zweiten Mal.

Anfang November überrollt die Welle

Anfang November überrollt mich fast jedes Jahr eine Welle aus gemischten Gefühlen.

Die bevorstehende Adventszeit und der Todestag vor Weihnachten fühlt sich heute – auch nach über 10 Jahren – unangenehm an. Da die Advents- und Weihnachtszeit meist mit negativen Gefühlen und Erlebnissen verbunden war.

Beim Lesen des Buches kamen mir viele Erinnerungen. Zu den Todesfällen gesellten sich damals weitere einschneidende Erlebnisse. Und heute die Erkenntnisse, mit welcher Kraft und innerer Stärke ich die damalige Zeit meisterte. Die innewohnenden Kräfte führte ich mir bei einer Übung aus dem Buch noch einmal vor Augen. Danach wurde mir klar, dass ich mir selbst einen sehr schweren Rucksack auf den Rücken schnallte. Erlösend kamen neben Tränen milde Gedanken für mich hoch.

Trauer aus anderer Perspektive beleuchten

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, es ist nie zu spät, vergangene Erlebnisse mit neuen Ritualen einmal anders zu erleben. Das war auch mein Wunsch, bzw. meine Erwartung an das Buch.

Als ich das Buch zum ersten Mal aufschlug und im Inhaltsverzeichnis von dem Kapitel las, „Vom Umgang mit Gedenktagen“ (Kapitel 7.3, S. 152) und Folgendes, „Adventszeit – stürmische See oder sicherer Hafen“ (Kapitel 7.4, S. 155), war meine Neugierde geweckt, dass ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen wollte.

In vielen Situationen, zum Beispiel an den Gedenktagen oder im achtsamen Umgang mit mir, gab das Buch mir erneut Rückenstärkung. Es bestärkt mich in dem wie ich bisher mit Trauer umgegangen bin. Regt mit den Fragestellungen aber trotzdem an, neue Blickwinkel einzunehmen.

Ich schätzte beim Lesen besonders die Querverweise auf Christine Kempkes Podcast. So ergänzten die klaren Worte das Gelesene.

Meine Empfehlung

Wer aktuell vor einem nahenden Tod eines Mitmenschen steht oder kurz danach, dem empfehle ich das Buch von Herzen gerne weiter.

Trotz einer gefühlten Handlungsunfähigkeit „kurz nach einem Tod“, trösten die Worte beim Lesen. Die Buchseiten vermitteln die Botschaft, „man ist nicht alleine, auch wenn jeder/jede anders mit Trauer umgeht“. Denn Trauer verbindet die Menschen miteinander.

In jedem Buchexemplar findest du einen Code, den du in deinen E-Book-Reader eingeben kannst.

Buchinfos

Buchtitel „Mit der Trauer leben lernen – Impulse für eine neue innere Balance“
Autorin Christine Kempkes
erschienen am 23. Oktober 2020 im Junfermann Verlag
ISBN 978-3-7495-0143-4
kartoniert mit 208 Seiten

 

mit trauer umgehen

 

Offenlegung: Für die Buchbesprechung stellte der Verlag ein Buchexemplar zur Verfügung. 

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