Hochsensitivität, hochsensitiv sein

Durch die Hochsensitivität nimmt ein Mensch manchmal zusätzlich zur Hochsensibilität ein „mehr“ an Sehen, Hören und Fühlen wahr. Das kann auch sein, dass nur diese Sinne intensiver wahrgenommen werden und eine höhere Affinität zur Spiritualität vorhanden ist. Dagegen nehmen manche Menschen, die hochsensitiv sind, die fünf anderen Sinne in einer für sie „normalen“ Intensität wahr. Die Begrifflichkeiten „hellfühlen, hellsehen oder hellhören“ werden häufig mit der Hochsensitivität assoziiert. Daran ist nichts auszusetzen. Doch kann es mißverständlich aufgefasst werden. Denn ich nehme nicht über eine überirdische Kraft oder ein Medium Kontakt auf, sondern nehme das Fühlen, Sehen und/oder Hören verstärkt wahr.

Hochsensitivität kann eine übersinnliche Wahrnehmung sein

Zu einem mir sehr nahestehenden Menschen spürte und fühlte ich vieles, was noch nicht ausgesprochen war. Es wurde mir vor einigen Jahren noch einmal sehr deutlich, als ich merkte, dass etwas Unvorhergesehenes eintraf. Ich fühlte mit, was diese Person sich wünschte und wusste im Voraus was ihr gut tat. Ohne es begründen zu können. Es war einfach da. Nachdem man eine Wahrnehmung an sich „angesehen“ hat, dies akzeptiert, lernt, damit umzugehen, wirkt man auf andere Menschen wie verändert. Und zieht mit seiner Ausstrahlung Menschen an, die mit einem in Resonanz sind. hochsensitivitaet-hochsensitiv sein, hochsensitivität Mit dem Erkennen von Hochsensitivität kann dies eine Bereicherung für sich selbst sein, für das eigene Umfeld, seine Familie oder seine Kollegen.

„Blumensprache“ und „Hunde-Lauschen“

Meine Orchideen hege und pflege ich natürlich mit Wasser, doch zusätzlich haben manche Lieblingsblumen ihren Namen, wie beispielsweise Ludisia. Ein Streicheln auf den Blättern und ein schöner Morgengruß nach dem Öffnen des Rollos gehört da einfach mit dazu. Mit Tieren kann man verbal oder auch nonverbal kommunizieren. Gerade bei kleineren Hunden oder Katzen finde ich eher einen Zugang und Vertrauen, als bei größeren Tieren, da bin ich wiederum sensibler. Ich kenne einen sehr sensiblen Hund, und wenn dieser auf meinem Schoß sitzt, da entstehen spannende „Gespräche“.

Hochsensitive Menschen müssen sich nicht verstecken

Es ist völlig o.k., wenn ein Mensch sich zu seiner Spiritualität bekennt. Jemand anderes eine Leidenschaft entdeckt in der Philosophie und Gesprächskreise dazu anbietet. Wer sein eigenes gefunden hat, wird ein Gefühl von „Heimat“ in sich spüren können. Vielleicht hast du dich schon mal folgendes gefragt und dazu Gedanken gemacht:

  • Welche traditionelle Rolle nahm ich früher an?
  • Wie häufig lebte ich in einer Phantasie- oder Traumwelt und welche Inhalte waren diese Träume?
  • Welche Werte wurden von den Eltern / wichtige Bezugspersonen früher vermittelt? Wie stimmig war das damals?
  • Habe ich mich in einem anderen Menschen wiedergesehen?
  • Wie intensiv nimmt man Schmerz bei anderen wahr?

Die Antworten dazu können Anzeichen sein einer Hochsensitivität. Nach dem Erkennen von einer intensiveren Wahrnehmung treten häufig Fragen auf. So war es auch bei mir. Wie geht es nun weiter? Was mache ich mit der Erkenntnis von Hochsensitivität oder Hochsensibilität? Wohin damit? Für viele Menschen ist ein Austausch eine gute Lösung, um aus dem Gedankenkarussel herauszukommen. Denn nichts ist hinderlicher, als quälende Fragen oder Unsicherheiten.