Externsteine, Hermannshöhen, Hermannsweg – Naturerlebnis hautnah

Externsteine, Hermannshöhen, Hermannsweg – Naturerlebnis hautnah

[bezahlte Bloggerreise/Kooperation mit Fachbereich Teutoburger Wald Tourismus]

Am TeutoBloggerWG-Wochenende im September 2017 erkundeten einige aus der TeutoBloggerWG die Externsteine, das Hermannsdenkmal und erwanderten einige Kilometer am Hermannsweg.

Die Fotos von den Externsteinen inspirierten mich, dass dieser Programmpunkt für mich die höchste Priorität für Juni 2018 hatte. Neben drei weiteren, im Nachhinein als sehr sehenswert einzustufende und erwähnenswerte Ausflugsziele: Die Gartenschau Bad Lippspringe, das Kalletal der Region Lippe und die Driburg Therme im südlichen Teutoburger Wald / Eggegebirge.

Tschüss Bielefeld!

Von den Bloggerkolleginnen und -kollegen verabschiedete ich mich und verließ dankbar das Mercure Hotel Bielefeld Johannisberg. Es war angenehm zu wohnen hoch oben auf dem Johannisberg.

Bevor ich weiter auf eigene Exkursion unterwegs war, folgte ich dem Tipp vom Vorabend, der Botanische Garten in Bielefeld wäre sehr sehenswert. Und das war in der Tat so!

Botanischer Garten Bielefeld

Ob Regen oder Sonnenschein, ich wollte ihn unabhängig eines Wetters einmal gesehen haben und mir einen ersten Überblick verschaffen. Bei einer der nächsten Touren nach Bielefeld nehme ich mir für eine ausführliche Erkundung mehr Zeit.

Nach etwa fünf Fahrminuten stand ich am Johannisfriedhof und dem gegenüberliegenden Zugang zum frei begehbaren Botanischen Garten. Der Garten ist ganzjährig, ohne Eintritt und zu jeder Tageszeit geöffnet.

Am Erweiterungsteil lief ich den Hang bis zur Brücke hoch. Danach entdeckte ich Wissenswertes und Schautafeln zur Kräuterkunde. Schnell kamen die Eindrücke der Gartenschau Bad Lippspringe vom Freitag in Erinnerung.

Erstaunt war ich, dass vor sechs Jahren der Garten sein 100-jähriges Bestehen feierte. Hohe, alte Bäume spendeten dem Gast im Sommer angenehmen Schatten oder hielten ein paar Regentropfen mir bei meinem Besuch ab.

Den runden Pavillon nutzte ich dankbar als Unterstellmöglichkeit, um einen anderen Blick über das Gelände zu genießen. Auf mehreren Ebenen wuchsen Rhododendren, ein Tulpenbaum, eine Sternmagnolie, weiter tiefer wäre sehenswert der Heidegarten.

Bielefeld Botanischer Garten 100-jähriges Bestehen

Botanischen Garten in Bielefeld

Ein Blick zur Uhr zeigte, es wäre Zeit zur Weiterfahrt. Doch schön war dieser erste Eindruck. In angenehmer Ruhe und Stille genoss ich die paar Minuten ganz für mich alleine.

Auf geht’s zu den Externsteinen!

Horn Externsteine Bad Meinberg

Langsam kenne ich mich im Teutoburger Wald aus. Aber ohne Google Maps mit Routenplaner hätte sich manche Strecke wohl länger hingezogen. Alles findet sich, nur eine Frage der Zeit.

Über die Autobahn in Richtung Paderborn verlief der erste Teil gemütlich auf freien Straßen. Diesen Teil kannte ich vom Freitag aus der Strecke Bad Lippspringe – Bielefeld. Den Abzweig pünktlich genommen, fuhr das Auto fast wie von alleine nach Horn.

Anstelle des Besucherparkplatzes am Informationszentrum Externsteine wählte ich als Standmöglichkeit einen Parkplatz im Ortszentrum von Horn.

So schlenderte ich durch den Wald bei leichtem Regen und kam bei schwülwarmer Luft beim Info-Zentrum an. Punkt 10 Uhr, eine Dame öffnete eben die Eingangstür.

Ein erster kurzer Einblick genügte mir vorerst. Mich drängte es vielmehr auf direktem Wege zu den sagenumwobenen Steinen. Was diese wohl für Geschichten zu erzählen wußten? Tagtäglich tapsen Menschen auf ihnen und gucken sie von unten und oben an.

Da stand ich also plötzlich vor den monumentalen Externsteinen, alleine und es hörte zu Regnen auf. Was war das schön!

Extern Steine See

Auf den Tafeln las ich zur Entstehung, von den früher dort stehenden Hotels der feinen Gesellschaft und der touristischen Bedeutung für den Teutoburger Wald.

Die Externsteine bestehen insgesamt aus 13 Felsen, aus fünf Hauptfelsen und südlich davon den weiteren aus Sandstein geformten Formationen.

Langsam nahm ich den Weg zum rechterhand liegenden See. Entlang des Waldweges erspähte ich schöne Ausblicke zu den Steinen.

Unübersehbar war, hier ist ein Naturpark. Das Totholz lag teils rechts und links des Weges, im See und neben lebendem Holz. „Wie im Leben selbst“, dachte ich. Die Natur zeigt uns die „nackte“ Realität zwischen Tod und Leben.

Glücklich über den Moment, alleine mitten im Wald, stand ich am See und lauschte. Ein leiser Windhauch, ein fernes Rascheln am Waldboden und kein Mensch in der Nähe. Spürte allerdings auch, dass die vergangenen Tage anstrengend waren, am liebsten hätte ich mich auf eine Bank der längs nach ausgestreckt und ein Nickerchen gehalten. Die Feuchtigkeit und Nässe hielten mich davon ab. Tapfer ging ich weiter und kam an ein Wegepunkt mit einem hohen, unübersehbaren Wegweiser.

Wegweiser Europäischer Wanderweg Radwanderweg

Wegweiser des Europäischen Wanderweges und des Europäischen Radwanderweges

Hier treffen sich der Europäische Wanderweg E1 (gut 7000 km durch Europa und rund 1900 km durch Deutschland bis in die Schweiz) und der Europäische Radwanderweg R1 (führt auf etwa 3600 km durch neun Länder; rund ein Drittel geht’s durch deutsches Gebiet, unter anderem durch die Münsterländer Parklandschaft, in Tälern des Weserberglandes und des Teutoburger Waldes).

Touristisch wichtig ist der bekannte Wanderweg, der Hermannsweg und Eggeweg. Diesen Wanderwegen begegnete ich im Wald, zwischen dem See und dem hohen Wegweiser. Die rund 220 km lange Wegstrecke führt durch Gebiete des Teutoburger Waldes und des Eggegebirges.

Unter der Dachmarke Hermannshöhen versteht man beide Wanderwege, den Hermannsweg (160 km von Rheine bis Horn-Bad Meinberg) und den Eggeweg (etwa 70 km von Horn-Bad Meinberg bis Marsberg).

Gemütlich schlenderte ich den Durchgang hindurch zwischen den hohen Steinen zu beiden Seiten.

Externsteine Teutoburger Wald

Externsteine nahe Hermannshöhen im Teutoburger Wald

Nach meiner Besichtigung führte mein Weg zum Informationszentrum. Die Schautafeln zeigten interessant aufbereitet Wissenswertes zu den Steinen.

Info-Zentrum Externsteine

Hier erfuhr ich den ursprünglichen Namen vom Teutoburger Wald: Osning-Sandstein. Die Externsteine bestehen aus der Gesteinsart Sandstein. Sie wuchsen über Jahrmillionen zu dieser einzigartigen Form.

Am angrenzenden Restaurant trocknete man nach dem Regenschauer der Nacht die Tische und Stühle auf der Außenterrasse. Erste Gäste nahmen Platz, bestellten erfrischende Getränke und einen kleinen Snack zur Mittagszeit.

Ich hatte großes Glück, im Auto wartete ein feiner Stuten vom Vortag. Der Hofladen Klemme schenkte mir einen selbstgebackenen Stuten mit Rosinen, feinem Orangeat und Zitronat. Hmmm, er war sehr lecker!

Tipps:

Botanischer Garten Bielefeld

Externsteine Horn-Bad Meinberg

An-/Abreise mit der DB zum Beispiel ab/bis Paderborn über Lügde (sprich „Lüchde“) mit der S5 zum Hannover HBF, eine abwechslungsreiche zweistündige Fahrt; ab Hannover HBF Anschluss an den internationalen Zugverkehr

Der Besuch der Externsteine in Horn-Bad Meinberg war Teil der Bloggerreise, organisiert von Teutoburger Wald Tourismus. Vielen Dank an alle Beteiligten! Meine Beiträge spiegeln die eigenen Erfahrungen wider.

Autorin: Kerstin
Website: Sonnenfernweh

Ich bin naturverliebt, kreativ, bunt-zitronig und lache täglich mindestens einmal. Das trainiert herzhaft die Bauchmuskeln, die Gehirnwindungen und erfreut die Gesundheit des Herzens. Beruflich bin ich leidenschaftlich im Web unterwegs, kommuniziere und kommentiere mal hier und mal da, aber immer mit einem Sinn für Positives, für das Herz und den Verstand. Du willst mehr über mich lesen? Google doch mal Kerstin Paar, dann erscheint schon gleich meine Website, die da lautet Kerstin-Paar.de - freu mich von dir zu lesen, schreib mir doch einfach mal ein paar Zeilen. Bis bald